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Die Wildkamera des Halterners Mark Besten machte diese Aufnahme des Tieres.

LANUV hat geprüft

Ist es ein Wolf im Kreis Recklinghausen? Ergebnis steht fest - das sagt das Landesamt

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In Haltern hat eine Wildkamera scheinbar einen Wolf aufgenommen: Experten des Landes haben jetzt die Aufnahmen geprüft. Ein Kenner hatte sich bereits festgelegt. Jetzt liegt das Ergebnis vor.

  • In Haltern wurde vermutlich ein Wolf gesichtet.
  • Mark Besten hatte sein Wildtierkamera aktiviert.
  • Experten wollen sich das Material anschauen.

Update 13.5., 19.45 Uhr: Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) hat am Mittwoch, 13. Mai, einen Wolfsnachweis bestätigt. Dabei handelt es sich um das Tier, das mehrfach in dem Waldgebiet nahe dem Halterner Ortsteil Lavesum von einer Wildtierkamera erfasst worden war. Bei genauer Prüfung der GPS-Daten wurde das Tier aber auf Rekener Gebiet fotografiert und somit auch dorthin verortet. Näheres zu dem Wolf ist zunächst nicht bekannt.

Update 12.5., 14.30 Uhr: Die Kamerabilder mit den Aufnahmen des mutmaßlichen Wolfes laufen zwar noch, doch mittlerweile konnte Mark Besten einen Mitarbeiter des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Lanuv) die Stelle zeigen, an dem Kamera stand. Die Authentizität des Standortes ist damit schon einmal gegeben. Nun bleibt abzuwarten, was die weiteren Auswertungen ergeben.

Update, 5.5., 7.54 Uhr: Eine Bewertung des Filmmaterials aus Lavesum durch das Lanuv steht zwar noch aus, doch der Urheber zeigt seine Mitschnitte bereits auf seinem kostenfreien Youtube-Kanal. Auch bei Facebook gewährt Mark Besten Einblicke:

Unsere Berichterstattung vom 4.5.2020: Der Wolf ist in Hessen wieder sesshaft. Das ergaben DNA-Analysen aus dem Vogelbergkreis. Nun könnte Gleiches erneut auch im Kreis Recklinghausen der Fall sein, nachdem Schermbeck bereits Wolfsgebiet ist. Der Halterner Naturfilmer Mark Besten (im gelernten Beruf übrigens Physiotherapeut) hat mit seiner Wildkamera Aufnahmen Haltern-Lavesum gemacht, die den Verdacht nahe legen, es handelt sich um einen Wolf.

Die direkte Bestätigung fehlt zwar noch - doch Wolf-Experte Jos de Bruin vom Naturwildpark Granat ist sich ziemlich sicher, dass es sich um genau dieses Tier handelt. Zuletzt wurde bereits ein Wolfsnachweis in Schermbeck/Dorsten erbracht. Damit ist Schermbeck offizielles Wolfsgebiet. Das ist auch auf Internetseite wolf.nrw nachzulesen. Dort werden sämtlich Nachweise dokumentiert.

Mark Besten soll seine originalen Bilder der Kamera dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Lanuv) zur Verfügung stellen. Dort wird dann durch Experten geprüft, ob die Aufnahmen auch tatsächlich original sind. Ob der Standort auch der "echte" ist oder ob die Aufnahmen nicht vielleicht ganz woanders gemacht wurden.

Halterner veröffentlicht Tieraufnamhen bei Youtube

Mark Besten veröffentlicht immer wieder Wildtierfilme, die er in seiner Freizeit produziert. Dabei entstehen teils faszinierende Bilder. Für ihn ist auch deutlich zu erkennen, dass es sich um einen Wolf handelt. Denn im Vergleich zu einem Fuchs ist dieses Tier viel größer, hat einen anderen Körperbau und nicht diesen buschigen Schwanz.

Drei Monate nach der Ausweisung des ersten NRW-Wolfsgebietes rund um Schermbeck bis in den Kreis Recklinghausen sind bereits vor etlichen Monaten 16 Anträge auf finanzielle Hilfen für Präventionsmaßnahmen bewilligt worden. In NRW leben seit 2018 drei einzelne Wölfe, es gibt also drei Wolfsgebiete: in der Gegend um Schermbeck, in der Senne bei Bielefeld sowie im nordrhein-westfälischen Teil der Eifel.

Wölfin "Gloria" soll nicht getötet werden

Die Wölfin "Gloria", die im Gebiet von Schermbeck im Kreis Wesel lebt, bleibt vorerst unter Beobachtung. Der Kreis Wesel ist in Übereinstimmung mit dem NRW-Umweltministerium zu dem vorläufigen Schluss gekommen, dass eine "Entnahme" - also eine Tötung - oder Vergrämung (Vertreibung) des Tieres unter den gegebenen Umständen nicht zu rechtfertigen ist. Stattdessen setzt der Kreis auf konsequente Herdenschutzmaßnahmen.

Der Schutz für Ziege und Schaf ist das Ziel: Der Naturschutzbund NABU hat für Tierhalter Schutzmöglichkeiten vor Wolfsattacken demonstriert. In Hamminkeln führte der NABU mehrere Zäune vor, die auch elektronische Sicherungen haben. Die Region um Schermbeck, die in die Kreise Recklinghausen, Kleve, Wesel und Borken reicht, ist eines von drei Gebieten in Nordrhein-Westfalen, in denen sich ein Wolf angesiedelt hat.

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