Die Ranger sind unverkennbar: Ihre Hüte sind von Weitem sichtbar. Ranger Michael Zielkowski (2.v.l.) stellt sich mit seinen Kollegen beim Ranger Day am Montag (31.7.) in der Rangerstation Hof Punsmann im benachbarten Lembeck vor.
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Die Ranger sind unverkennbar: Ihre Hüte sind von Weitem sichtbar. Ranger Michael Zielkowski (2.v.l.) stellt sich mit seinen Kollegen beim Ranger Day am Montag (31.7.) in der Rangerstation Hof Punsmann im benachbarten Lembeck vor.

World Ranger Day am 31. Juli

Der Regionalverband Ruhr vergrößert Rangerteam

Haltern - Auf der Hut sollten Spaziergänger, Reiter, Mountainbiker und Geocacher in der Haard sein. Denn der Halterner Wald wird gut behütet. Von zwei Rangern vom Regionalverband Ruhr Grün (RVR), die im Wald und in der Natur nach dem Rechten sehen. Michael Zielkowski und Jürgen Grewer sind als Ranger für den Halterner Bereich des riesigen RVR-Territoriums zuständig. Sie gehören zum neuen Rangerteam.

Das neue Ranger-Team von RVR Grün hat im benachbarten Lembeck auf dem Hof Punsmann, Im Höltken 11, seinen Stützpunkt. Es wird um weitere vier Rangerstellen aufgestockt. „Ranger hat der Regionalverband Ruhr schon länger, allerdings wurden sie bislang zu Schwerpunkteinsätzen zu uns abgeordnet, etwa an Wochenenden am Silbersee III in Sythen“, sagt Forstdirektor Kersten Blaschczok auf unsere Anfrage. Sie seien aber nur zeitweise hier eingesetzt worden. Jetzt aber soll es eine ständige Ranger-Vertretung geben, die den Wald in der Haard im Auge behält.

Da das RVR-Gebiet 17 000 Hektar umfasst, davon 14 500 Hektar Wald, die Unwissenheit der Bevölkerung groß und die Verstöße gegen Natur und Umwelt wegen des deutlich veränderten Freizeitverhaltens beachtlich sind, habe sich der RVR dazu entschlossen, sein Rangerteam auszuweiten und ihm Stützpunkte einzurichten. Einer davon ist der Hof Punsmann in Lembeck. „Der Druck auf den Wald ist beachtlich geworden“, weiß Kersten Blaschczok. Deshalb müssen mehr Ranger auf den Wald und die Waldbesucher aufpassen.

„Revierleiterin in der Rangerstation Hof Punsmann ist Manuela Ortenstein, eine ausgebildete Försterin und Umweltpädagogin“, erzählt Blaschczok. Sie koordiniert die Einsätze der Ranger zwischen Kirchhellen, Dorsten, Haltern und Marl und Recklinghausen.

Schutz der Umwelt

„Ranger sorgen für den Schutz der Umwelt, die Beachtung der Vorschriften und machen Öffentlichkeitsarbeit. Bei Verstößen können sie aber auch Knöllchen schreiben“, umreißt Kersten Blaschczok das weitgefächerte Aufgabengebiet der Ranger, die so etwas wie Waldhüter und Naturschützer in einem sind.

In Haltern sind die Ranger wahlweise mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß unterwegs. Menschen sind den beiden für Haltern zuständigen Rangern erst sporadisch begegnet. Zum Beispiel am Holzkohlenmeiler, wo Jürgen Grewer schon mal die Würstchen bei öffentlichkeitswirksamen Aktionen vorschriftsmäßig gegrillt hat.

Von ihm „gegrillt“ werden aber auch Besucher am Silbersee III, die im naturgeschützten Gebiet bei schönem Wetter campen wollen, ein Feuerchen machen oder ihren mobilen Wegwerfgrill angezündet haben. Ihnen erklären die Ranger, welche Spielregeln in der Natur beachtet werden müssen, so Blaschczok.

Aufklären und informieren

„In erster Linie sollen Ranger aufklären und nicht bestrafen“, sagt Forstdirektor Kersten Blaschczok. So zeigen Ranger Reitern im Wald den richtigen Weg.

Sie informieren Mountainbiker und Motocross-Fahrer, auf welchen Pfaden sie ihrem Sport ungehindert frönen können ohne einen Totalschaden zu hinterlassen und dass sie Rücksicht auf Spaziergänger nehmen sollen. „Auch Geocacher sind zunehmend im Wald unterwegs. Sie von versteckten Dickichten zum Schutz der Tiere fernzuhalten, ist eine Aufgabe.“

Am Montag (31. Juli) findet auf dem Hof Punsmann, Im Höltken 11, Dorsten-Lembeck, von 11 bis 16 Uhr aus Anlass des World Ranger Days eine Veranstaltung mit Rahmenprogramm für Groß und Klein statt, die die Arbeit der Ranger näher kennenlernen möchten.

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