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Eine Justitia-Statue.

Prozess-Auftakt

44-Jähriger gesteht Axt-Attacke in Herten - was ihm jetzt droht

Vor dem Bochumer Landgericht hat der Prozess gegen einen 44-Jährigen aus Herten begonnen. Er hat eine Axt-Attacke auf einen verhassten Bekannten gestanden. 

Die Bluttat passierte am 29. April gegen 15 Uhr. Der Beschuldigte soll laut Staatsanwaltschaft auf einem Firmengelände an der Schlägel-und-Eisen-Straße aufgetaucht sein, wo das spätere Opfer arbeitete. Nach einem kurzen Wortgefecht soll der 44-Jährige eine Axt aus einer Plastiktüte hervorgezogen und zu einem Schlag in Richtung des Schädels des Angestellten angesetzt haben. 

Opfer in Herten soll schwer verletzt worden sein

Der Angegriffene soll daraufhin „geistesgegenwärtig“ einen Arm hochgerissen und sich schwerste Verletzungen an einer Hand zugezogen haben. Laut Staatsanwaltschaft wurden zwei Sehnen und ein Nerv der rechten Hand durchtrennt. Im Anschluss an die Festnahme des 44-Jährigen sollen später bei einer Hausdurchsuchung in dessen Keller eine Maschinenpistole (Kaliber 7,62 Millimeter), sechs Magazine und 155 Schuss Munition gefunden worden sein. 

Hintergrund für den Angriff in Herten seien angebliche Schulden

Zum Prozessauftakt gab der Beschuldigte die Axt-Attacke und den Kriegswaffenbesitz zu. Hintergrund für den Axt-Angriff war die Vorstellung des 44-Jährigen, dass der andere Mann ihm noch 7000 Euro schulde. „Ich wollte einfach mein Geld wiederhaben und habe rotgesehen“, sagte der Beschuldigte. „Es tut mir leid, aber ich habe den größten Fehler gemacht, den man machen kann.“ 

Beschuldigter aus Herten ist psychisch krank

Mit Blick auf die Maschinenpistole verwies der 44-Jährige auf seine Begeisterung für Waffen, beteuerte aber auch, dass die MP „hundertprozentig defekt“ gewesen sei. Weil der Beschuldigte aufgrund seiner Erkrankung (paranoide Schizophrenie) von vornherein als schuldunfähig eingestuft worden ist, geht es vor der 9. Strafkammer am Bochumer Landgericht allein um eine mögliche Zwangseinweisung in eine Psychiatrie für Straftäter. Aktuell ist der 44-Jährige bereits vorläufig in der LWL-Klinik in Rheine untergebracht. Eine klassische Bestrafung ist in dem sogenannten Sicherungsverfahren von vorneherein ausgeschlossen. Das Urteil soll voraussichtlich frühestens am 26. November verkündet werden.

Real wird wohl zerschlagen - was jetzt mit der Filiale in Herten passieren könnte

Am Sonntag soll in Recklinghausen eine türkische Kundgebung stattfinden.

In Marl hat es bei einem Unfall zwei Verletzte gegeben.

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