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Die Hedwigschule in Herten-Süd wird von der Firma Otto abgerissen. 03082015

Abrissbagger rücken an

Die Hedwigschule wird dem Erdboden gleich gemacht

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HERTEN-SÜD - Es staubt gewaltig, während sich der Sortiergreifer des Abrissbaggers ins Mauerwerk der Hedwigschule frisst. „Regen wäre besser gewesen“, sagt Bauleiter Ralf Meyer. Ein Arbeiter kämpft mit dem Wasserschlauch und zweifelhaftem Erfolg gegen den aufgewirbelten Schmutz. Bei strahlendem Sonnenschein hat das Abrissunternehmen Otto gestern Morgen damit begonnen, die alte Schule dem Erdboden gleichzumachen.

Auf dem 2.500 Quadratmeter großen Grundstück an der Hedwigstraße 17, wo einst Süder Schulkinder lernten und zwischenzeitlich das Atelier Regenbogen der Caritas residierte, plant das Evangelische Johanneswerk ein Wohnheim für 24 Menschen mit geistigen Behinderungen. Doch bevor die Bauarbeiten beginnen können – am 14. Oktober soll Grundsteinlegung sein – muss die alte Hedwigschule weg. Bau musste entkernt werden Vor zwei Wochen hat das Abrissunternehmen Otto mit den Vorarbeiten begonnen. „Zunächst einmal musste der Bau entkernt werden“, erklärt Bauleiter Meyer. Schadstoffe wie Asbest und Dämmstoffe mit künstlichen Mineralfasern (KMF) sowie Kohlasche mit Polycyclischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) habe man unter Atemschutz und Einsatz eines speziellen Staubsaugers entfernt. Das schädliche Material lagert bis zu seiner Entsorgung gut verpackt in weißen Säcken auf dem Schulhof. Das gilt auch für Holz, Metall und andere Baustoffe, die aufgetürmt an der Schule liegen. „Alles wird getrennt und fachgerecht entsorgt“, sagt Ralf Meyer. „Die Heizkörper holen wir erst während der Abrissarbeiten mit dem Greifer raus; die sind einfach zu schwer zum Tragen.“ 24 Bewohner ziehen hier wohl 2016 ein Nun also zerlegt der Longfront-Bagger das Mauerwerk. Vier bis sechs Wochen wird es dauern, bis die Hedwigschule Geschichte ist. Bauschutt, der nicht belastet ist, wird vor Ort zerkleinert und im Untergrund für das neue Wohnheim des Johanneswerks verbaut. Das wird auf 1.350 Quadratmetern Gesamtfläche, die sich auf dreieinhalb Ebenen verteilen, 24 Bewohnern mit geistigen und teilweise auch körperlichen Handicaps genügend Raum bieten. Es soll dort nur Einzelzimmer geben; je zwei Zimmer teilen sich ein Bad. Das ganze Haus wird barrierefrei und mit Fahrstuhl ausstaffiert; also behindertengerecht. Die Hälfte der Zimmer ist für Rollstuhlfahrer geeignet. Im Staffelgeschoss wird ein Multifunktionsraum eingerichtet. Mit der Fertigstellung des Komplexes ist frühestens Ende nächsten Jahres zu rechnen.

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