Äquatorbögen

Es tut sich nichts

HERTEN - Schon wieder ist ein Jahr (so gut wie) vorüber, und noch immer stützen zwei stählerne Pfeiler den Äquatorbogen des Horizontobservatoriums.

Das weithin sichtbare Gebilde auf der Halde Hoheward ist seit mittlerweile zwei Jahren gesperrt. Der Regionalverband Ruhr als Bauherr und die Münchener Stahlbaufirma, die die Bögen auf dem Haldendach errichtete, streiten seit mehr als einem Jahr vor dem Bochumer Landgericht darüber, wer für die gerissene Schweißnaht verantwortlich ist. Es geht um viel Geld. Eventuell um Millionen. Eine Verhandlung im engeren Sinne hat auch nach einem Jahr noch nicht begonnen. Nach Angaben des RVR ist das Beweissicherungsverfahren nach wie vor im Gange. Zwei vom Gericht bestellte Gutachter untersuchen die schadhafte Stelle und die Bedingungen auf dem zugigen Haldengipfel. „Unsere Befürchtungen haben sich bestätigt“, erklärt RVR-Sprecherin Barbara Klask auf Anfrage der HA. „Das Verfahren scheint sehr langwierig zu werden.“ Eine Reduzierung der Sperrung auf den Bereich um die beiden Stützpfeiler scheint derzeit ausgeschlossen. Barbara Klask: „Uns sind leider die Hände gebunden. Um die Sperrung zu reduzieren, bräuchten wir die Zustimmung der Gutachter.“ Doch die seien nach wie vor mitten in der Arbeit. Im Grunde geht es nur um eine schlichte Frage: Ist die Bauausführung mangelhaft, und riss die Schweißnaht deshalb wenige Wochen nach der Eröffnung des Observatoriums, oder hat der RVR der Stahlbaufirma für den Auftrag ein fehlerhaftes Windgutachten zur Verfügung gestellt? Die Antwort, so scheint es, weiß ganz allein der Wind, der über das Gipfelplateau der Halde pfeift.

Rubriklistenbild: © Jörg Gutzeit

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