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Der Katzenbusch in Herten ist ab sofort gesperrt und darf nicht mehr betreten werden. 

Hitze sorgt für Dürre-Drama

Akute Gefahr - darum darf der Katzenbusch in Herten weiterhin nicht betreten werden

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  • Danijela Budschun
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Wegen der Dürre sind im Katzenbusch bereits zahlreiche Bäume abgestorben. Es besteht die akute Gefahr, dass Äste brechen und Bäume umstürzen. Daher hat der ZBH den Katzenbusch gesperrt.

Update 26. Juli 2019:

Der städtische Teil des Katzenbuschs bleibt voraussichtlich bis Ende September gesperrt. Das erklärte der städtische Baumsachverständige Lars Kuhnt während eines geführten Rundgangs. Der Grund zeigt sich an verschiedenen Stellen des rund zwölf Hektar großen Areals: Kapitale Äste hängen (an-)gebrochen in den Kronen, die Wipfel der Buchen sind entweder voller brauner Blätter, spärlich belaubt – oder kahl. Ihre Rinde ist abgeplatzt, auch Schädlings- bzw. Pilzbefall ist sichtbar. „Ein pilzbefallener Baum ist extrem labil. Die Gefahr, dass ein Ast runterkommt, ist extrem hoch“, erklärt Kuhnt.

Deswegen sterben die Bäume im Katzenbusch | cityInfo.TV

Deswegen sterben die Bäume im Katzenbusch | cityInfo.TV

Herten: Absprache mit der Landesforstbehörde

Stadt und Zentraler Betriebshof Herten (ZBH) haben daher in Absprache mit der Landesforstbehörde ein Betretungsverbot für diesen Teil des Katzenbuschs ausgesprochen. „Wir machen das nicht zum Spaß, sondern aus Sicherheitsgründen“, erklärt Jan-Tobias Welzel, Bereichsleiter Grün beim ZBH.


Unsere bisherige Berichterstattung: 

Die Sperrung gilt ab sofort und bis auf Weiteres. Sie betrifft auch den Spielplatz und den Zugang zur Sportanlage von der Katzenbuschstraße. Für die Zeit der Sperrung ist der Zugang zur Sportanlage über die Nimrodstraße möglich. 

Derzeit laufen Abstimmungsgespräche mit der Forstbehörde über die weitere Vorgehensweise. Der Zentrale Betriebshof Herten (ZBH) bittet ausdrücklich darum, die Sperrungen zu beachten und die gesperrten Flächen nicht zu betreten.

Herten: Massives Buchensterben

Im Katzenbusch zeichnet sich ein massives Buchensterben ab. Nach Angaben von ZBH-Leiter Thorsten Westerheide sind derzeit 33 Buchen betroffen. Es handelt sich allesamt um prägende Bäume, die mehr als hundert Jahre alt sind. 

Herten steht mit dieser Situation nicht alleine da, es handelt sich vielmehr um ein überregionales Phänomen. Seit einigen Monaten wird in weiten Teilen des Ruhrgebietes ein Buchensterben beobachtet. 

Die Buchen leiden stark unter der Trockenheit. Die alten und großen Bäume sind besonders betroffen, da sie der Sonneneinstrahlung am meisten ausgesetzt sind. Den jüngeren Bäumen, die kleiner sind und im Schatten stehen, geht es etwas besser. 

Herten: Alles deutet auf Fällungen hin

Im Katzenbusch deutet alles auf eine Fällung hin, da abgestorbene Bäume eine Gefahr für Spaziergänger darstellen. Bis alle Gefahren beseitigt sind, sollten die Bürger den Katzenbusch daher nicht betreten.

Es ist nicht das erste Mal, dass wir über das Dürre-Problem in Herten berichten. Hier unserer letzter Artikel zum Thema.

Die Hitze hat auch in Marl die Feuerwehr auf den Plan gerufen.

Auch die Hertener Landwirte schlagen Alarm.

Jetzt müssen wegen der Trockenheit auch in Oer-Erkenschwick einige Bäume gefällt werden.

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