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Der Panzerblitzer steht auf diesem Bild an der Schlägel-und-Eisen-Straße in Herten.

Mobile Radarfalle 

Angriffe auf Hertener Panzerblitzer

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Seit Anfang März ist der Panzerblitzer in Herten im Einsatz. Viele Raser tappen in die mobile Radarfalle. Mittlerweile wird sie aber auch zum Ziel für Vandalismus.

Update 14.36 Uhr:

Die bisherigen Schäden halten sich glücklicherweise in Grenzen. Insgesamt drei Mal wurden Aufkleber oder Klebeband auf die Scheibe geklebt. Dadurch wurde die Messfunktion deaktiviert. Zwei Mal wurde die Scheibe mit Sprühfarbe besprüht. Der Kommunale Ordnungsdienst fährt einmal täglich die stationären Anlagen und den semistationären Blitzer ab und prüft auf Schäden. Der KOD reinigt auch die Scheiben, sodass eine einwandfreie Messfunktion gewährleistet ist. 

Seit Anfang März steht der mobile Blitzer mal hier, mal da im Stadtgebiet und wacht über die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit – rund um die Uhr und in beide Fahrtrichtungen. 

Die Hersteller-Firma Jenoptik hat dem gepanzerten Gerät, das auf einem Anhänger montiert ist, den Namen „Ursula“ verpasst. Weibliche Rundungen hat der Blitzer allerdings keine. Grau und klotzig steht er am Straßenrand, gekleidet in Stahl, ausstaffiert mit einer Alarmanlage. Die soll ihn vor Zerstörung schützen. 

An wechselnden Orten im Einsatz

Gleichwohl haben sich bereits Fälle von Vandalismus ereignet, berichtete Marc Bouten vom Hertener Ordnungsamt gestern im Ausschuss für Ordnungswesen und Feuerschutz. Lange ausgebremst wurde „Ursula“ durch diese Angriffe allerdings nicht. Sie blitzt munter jedes Fahrzeug, dass sich nicht an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit hält. 

Dadurch, dass ihre Einsatzorte ständig wechseln, gibt es für Raser immer wieder Überraschungseffekte. Marc Bouten erklärt: „Wir hatten im Vorfeld mit rund tausend Verstößen pro Monat gerechnet. Diese Zahl erreichen wir locker.“ 

Leasing kostet 6000 Euro im Monat

Rund 6000 Euro Leasingrate lässt sich die Stadt Herten das Gerät pro Monat kosten, das seit März im Einsatz ist. Hinzu kommen weitere 5250 Euro für die Auswertung der zusätzlichen Bilder und das Eintreiben der Verwarn- und Bußgelder. Macht unterm Strich gut 130.000 Euro pro Jahr. Nach einer Testphase wird abgewogen, ob sich ein Kauf lohnt.

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