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Das Freizeitbad Copa Ca Backum in Herten. Foto: Gutzeit (Archiv)

Copa Ca Backum

37-jährige Hertenerin nach Badeunfall verstorben

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HERTEN - Die 37-jährige Frau, die am vergangenen Freitag einen Badeunfall im Hertener Freizeitbad Copa Ca Backum erlitt, ist am Mittwoch dieser Woche gegen 10 Uhr verstorben. Das teilte die Polizei auf Anfrage unserer Zeitung am Freitag mit.

Wie Polizeisprecher Michael Franz erklärte, wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet und die Staatsanwaltschaft Bochum hat die Obduktion angeordnet. Franz: "Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Die Obduktion wird aber in der kommenden Woche sein."

Bei der Frau seien keine äußeren Verletzungen entdeckt worden. Gleichwohl müsse sie zur Klärung der Todesursache obduziert werden. "Es muss geklärt werden, ob die Frau eines natürlichen Todes gestorben ist." So lange das Ergebnis nicht vorliegt, gilt die Todesursache als ungeklärt. Gegen den Badbetreiber, also die Copa Ca Backum GmbH beziehungsweise die Hertener Stadtwerke, werde nicht ermittelt, sagt Michael Franz: "Weitere Ermittlungen hängen vom Obduktionsergebnis ab."

Die 37-jährige Hertenerin war am Freitag, 1. August, mit ihrem siebenjährigen Sohn im Copa Ca Backum. Plötzlich trieb sie leblos im sogenannten Erlebnisbecken, das sich teilweise innen und teilweise außen befindet. Schwimmmeister und Rettungskräfte bemühten sich um das Leben der Frau, fast eine Stunde dauerte die Wiederbelebung, danach wurde sie ins St.-Elisabeth-Hospital eingeliefert.

In der Öffentlichkeit gab es kritische Stimmen zu dem Vorfall. Zum einen mussten ein Rettungwagen aus Recklinghausen und ein Rettungshubschrauber aus Lünen den Einsatz übernehmen, weil in Herten zum Zeitpunkt des Unglücks der Notarzt und alle Rettungswagen anderweitig im Einsatz waren. Zum anderen sorgte die Tatsache, dass fünf Schwimmmeister für zehn Becken verantwortlich waren, für Diskussionen.

Zum Tod der Frau erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Thorsten Rattmann: „Diese Nachricht hat bei uns tiefe Bestürzung und Betroffenheit ausgelöst. Unsere Trauer und unser Mitgefühl können wir nicht in Worte fassen und möchten der Familie der Verstorbenen auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unsere aufrichtige Anteilnahme bekunden.“ Rattmann versichert, dass die Stadtwerke die Ermittlungsbehörden nach Kräften unterstützen werden, um alle Fragen umfassend zu beantworten. Erste Gespräche hätten bereits stattgefunden.

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