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Israa (l.) und Janina verfeinern mit viel Fanatasie einen der Pokale für die Ruhrtriennale.

Unbestechlich und kritisch

Rosa-Parks-Schüler gehören zur Ruhrtriennale-Jury

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HERTEN-BACKUM - ür 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe sechs der Rosa-Parks-Gesamtschule ist die Ruhrtriennale 2014 schnell zu einem Begriff geworden. Seit der Eröffnung des Festivals am 15. August gehören sie neben Schülern der Gesamtschule Osterfeld (Oberhausen) und der Parkschule (Essen) zur offiziellen Festival-Jury.

Cathrin Rose, Projektleiterin der Kinder-Jury der Ruhrtriennale: „Wir laden die Kinder ein, alle Premieren zu besuchen und zu bewerten, und zwar ganz so, wie sie sie empfinden. Die ausgesuchten Jury-Mitglieder haben dabei wie die Künstler des Festivals ihre Wurzeln in der ganzen Welt.“ Und sie haben bei dem Festival einen Sonderstatus. Sie werden immer mit einer schwarzen VIP-Limousine zum jeweiligen Aufführungsort gefahren, exklusiv für sie wird ein roter Teppich ausgelegt, sie sitzen immer in der ersten Reihe und werden vom Publikum begeistert empfangen. Nach den Aufführungen können sie mit den Künstlern sprechen und ihnen kritische Fragen stellen. Danach bewerten sie anhand eines Fragebogens das, was sie bei Tanz-Show, Musiktheater oder Oper erlebt haben – unbestechlich, ehrlich und kritisch. Lena (11, mit Zopf) und Lena (11, ohne Zopf) von der Rosa-Parks-Schule haben so schon einige Premieren des Festivals erlebt. Besonders beeindruckt waren sie von dem Musik-Theater „Die Materie“, das sie in der Kraftzentrale Duisburg gesehen haben. Lena (mit Zopf): „Da waren sogar Schafe auf der Bühne. Damit haben wir gar nicht gerechnet. Das war echt cool.“ Ihre Freundin Lena (ohne Zopf) kann das nur bestätigen: „Das war originell. Ich war stark beeindruckt. Es war eine tolle Idee, die Schafe in das Stück mit einzubauen.“ Der Regisseur des Stücks, Festival-Leiter Heiner Goebbels, kann sich schon jetzt auf überaus positive Rückmeldungen freuen. Denn auch für Mitschüler Nicolei (11) gehört das Stück – bis jetzt – zu den Favoriten der Ruhrtriennale. Er hat aber auch Kritik auf Lager: So hat ihm das „Nachtkonzert“ in der Jahrhunderthalle Bochum überhaupt nicht gefallen. Das ging von 23 bis 5 Uhr morgens. Nicolei: „Wir sind da schon um 0.30 Uhr gegangen. Ich war völlig müde und das Stück total langweilig.“ Die Musik mit Klavier und Querflöte war so überhaupt nicht seine Wellenlänge. Gestern haben die Jury-Mitglieder aus der Rosa-Parks-Schule die Pokale für die Siegerehrung gestaltet: mit Schokoladenwachs, Glanzpapier, Federn und bunten Filzstiften. Überreicht werden diese am Samstag, 27. September, ab 16 Uhr bei der Preisverleihung in der Gebläsehalle im Landschaftspark Duisburg-Nord. Die übernehmen die Mitglieder der Kinder-Jury. Cathrin Rose: „Das ist dann ihre Show!“

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