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Die „Weltkugel“, als sie noch vor der Christuskirche gestanden hat.

Christuskirche

Die „Weltkugel“ ist weggerollt

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HERTEN - Rund 37 Jahre lang thronte sie vor der Christuskirche an der Bahnhofstraße. Vor ein paar Tagen jedoch rollte die „Weltkugel“ plötzlich auf der Wiese herum – und nun ist sie weg. Allerdings nicht ganz, vielmehr wurde das Kunstwerk in Sicherheit gebracht.

Der frühere Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Westerholt-Bertlich, Burkhard Zeunert, gab die „Weltkugel“ und ein weiteres Kunstwerk 1980 bei dem Westerholter Kunstschmied Reiner Friedrich in Auftrag. Mindestens so bemerkenswert wie die Kugel selbst ist jedoch das „Grab“ unter ihr. Als Aktion gegen Krieg und für militärische Abrüstung in der Welt ließ der Künstler seinerzeit nämlich das Kriegsspielzeug von Kindern und Jugendlichen aus der Umgebung einsammeln und unter der Kugel vergraben. „Auf diesem Fundament wurde dann symbolisch die Welt neu errichtet“, erinnert sich Presbyter Jürgen Lütkenhaus.

Doch nun hat der Gang der Dinge die Welt quasi aus den Angeln gehoben. Im Klartext: Der Ständer ist durchgerostet, die Kugel kippte auf die Wiese. Dabei soll es aber nicht bleiben. Es laufen bereits Überlegungen, wie die Weltkugel repariert werden kann. Wieder aufgestellt werde sie, so Lütkenhaus, frühestens im nächsten Frühjahr.

Das zweite Kunstwerk heißt übrigens „Das gehende Kreuz“ und steht ebenfalls an der 2014 geschlossenen Christuskirche. Es thematisiert bildlich die Ökumene, Atomkraft und Bergbau, die NS-Vergangenheit und den christlich-jüdischen Dialog sowie die Vergänglichkeit menschlichen Strebens.

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