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Bei der Einweihung der neuen Bushaltestelle am „real“-Markt am Hoppenwall, die am 14. Juli 2018 zum ersten Mal angefahren wurde, waren zugegen (v.l.): Busfahrer Philipp Babian, Dr. Babette Nieder (Stadt Herten), Martin Schmidt (Vestische), Elisabeth Linkmann (Vestische), Michael Metzsching („real“), Fred Toplak, Frauke Wiering und Christoph Heidenreich (alle Stadt Herten).

Haltestelle Hoppenwall

Nur wenige Fahrgäste steigen ein

HERTEN - Lange stand sie ganz oben auf der Wunschliste vieler Bürger, am 14. Juli vergangenen Jahres wurde sie mit großem Hallo eingeweiht: Die neue Bushaltestelle der Linie 243 am „real“-Markt am Hoppenwall in Bertlich startete damals in eine einjährige Testphase. Nach einem halben Jahr Busbetrieb fällt die Bilanz für dieses Pilotprojekt allerdings ernüchternd aus.

„Noch nicht einmal 20 Fahrgäste pro Tag steigen dort zu oder aus“, sagt Norbert Konegen, Pressesprecher der Vestischen. „Wenn sich die Fahrgast-Zahlen nicht besser entwickeln, werden wir das Projekt wahrscheinlich einstellen“, so Konegen weiter.

Aber noch läuft die Testphase. Bis zum Sommer haben die Hertener Gelegenheit, den „real“-Markt per Bus zu erreichen. Bei einer Umfrage des „real-“Marktes hatten sich 1300 Kunden für die Einrichtung einer Bushaltestelle in diesem Bereich ausgesprochen. Da aber eine zusätzliche Haltestelle auf dem Hoppenwall über dem Kreisstandard – das sind die Anforderungen, die eine Mindestbedienqualität des Öffentlichen Personennahverkehrs sicherstellen sollen – liegt, hätte die Stadt Herten die anfallenden Mehrkosten voll tragen müssen.

Die Stadt will erst die Testphase abwarten

Daher wurde auf diese Busverbindung zunächst verzichtet, die Stadtverwaltung suchte aber das Gespräch mit der Geschäftsführung des Lebensmittelmarktes wegen einer möglichen Kostenbeteiligung. Mit Erfolg: Von den Gesamtkosten des Projekts, das mit 26.800 Euro zu Buche schlägt, hat der „real“-Markt 21.800 Euro übernommen. Die übrigen 5000 Euro finanziert die Stadt Herten im Rahmen von Klimaschutzmaßnahmen.

„Zum derzeitigen Stand können wir aber noch nichts zur Zukunft der Haltestelle Hoppenwall sagen. Wir werden die Testphase abwarten und dann müssen die Zahlen ausgewertet werden“, sagt Anika Meierhenrich, Pressesprecherin der Stadt Herten. Deshalb appelliert sie an die Hertener Bürger: „Sie haben in der Hand. Je mehr Sie die Haltestelle nutzen, desto eher besteht die Möglichkeit, dass die Verlängerung der Linie 243 in den Kreisstandard aufgenommen wird.“

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