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Bei der Bluessession auf Hof Wessels auf der Bühne: Otis´Rhythm & Soul (v.li.) Ottmar Benner, (Bass) Arno Welke (Schlagzeug), Hans-Karl Schlossmacher, (Gitarre), Jochen Bottländer (Blues-Harp)

„Blues-Hauptstadt des Reviers“

Da geht noch was - Blues in Herten trotzt auf Hof Wessels der Corona-Krise

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Die Initiative „Blues-in-Herten“ drohte sich nach Streitigkeiten aufzulösen. Nun fand bereits das zweite Konzert auf Hof Wessels statt.


Update 15. März: Vor gerade einmal einem Monat, am 14. Februar, freute sich Arno Welke von der „Blues Initiative Vest IG“ über 180 Besucher zur Premiere der Blues-Sessions auf Hof Wessels. Am Freitag hätten 40 gereicht, um die Veranstaltung abzubrechen. „Wir nehmen die empfohlenen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ernst und waren froh, dass es die Blues-Fans ebenso sahen und zum größten Teil wegblieben. Deshalb haben wir uns entschlossen, in dem eher familiären Kreis von etwa 25 Gästen zu spielen“, sagt Welke.

Optimierung nach erster Blues Session Herten auf Hof Wessels vorgenommen

Die Premiere machte Optimierungsbedarf vor allem hinsichtlich der Bestuhlung und Raumaufteilung deutlich. Nun wurden die Bühne verschoben und die Tische neu angeordnet. Herausgekommen ist ein in visueller und akustischer Hinsicht entschieden verbessertes Miteinander von Bands und Publikum. 

Nächste Blues Session Herten geplant

Geplant ist die nächste Session für den 17. April. Ob dieser Termin mit Blick auf die Corona-Pandemie stattfinden wird, steht in den Sternen.

Das hatten wir zuvor berichtet: Die Nachricht, dass sich die Initiative „Blues-in-Herten“ aufgelöst hat, sorgte bei vielen Freunden der Livemusik für Bestürzung. 

Vor dem Hintergrund einer AfD-Veranstaltung in der Parkgaststätte Katzenbusch war es zu einem Zerwürfnis zwischen den vier Gesellschaftern der Trägergesellschaft „Blues-in-Herten“ gekommen.

Herten: Mitglied war vorgeprescht 

Die Vier nutzten für ihre monatlichen Blues-Sessions das Lokal an der Herner Straße in Herten-Süd. Weil dessen Wirt seine Räume für eine Versammlung der AfD hergegeben hatte, weigerte sich ein Mitglied der Initiative den Veranstaltungsort nochmals zu betreten. 

Dieses Mitglied war jedoch aus Sicht seiner Kollegen mit seiner rigorosen Absage weiterer Blues-Konzerte im Katzenbusch ohne Berechtigung vorgeprescht und hatte ohne Auftrag für alle gesprochen.

Herten: Im Kern ist sich die Initiative einig 

Das führte zum Zerwürfnis, der Auflösung der Gesellschaft und dem Verkauf des technischen Equipments.

Dabei sei man sich im Kern einig, dass Blues-Konzerte in der Parkgaststätte Katzenbusch keine Zukunft haben. Nach der AfD-Veranstaltung sei das Lokal „verbrannt“.

Herten: Hilfe bei Suche nach neuer Bleibe

Im Nachgang zu einer Berichterstattung in der "Hertener Allgemeinen Zeitung"  meldete sich der Verkehrsverein Herten (VVH) und verkündete, man wolle nach Kräften Hilfe leisten. 

Herten solle „Blues-Hauptstadt des Reviers“ bleiben. Der VVH-Vorsitzende Michael Polubinski hat vor Jahren selbst daran mitgewirkt, dass die Initiative in Herten-Süd eine Bleibe findet.

Herten: Gespräche mit Wirt 

Vorstellbar sei etwa, dass die Veranstaltungen künftig auf dem Hof Wessels der Hertener Bürgerstiftung stattfinden. Der VVH habe erste Gespräche hierzu mit dem dortigen Wirt geführt.

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