Haft- und Bewährungsstrafen

Junge Einbrecher sollen ins Gefängnis

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HERTEN/BOCHUM - Im Prozess um eine Serie von Wohnungseinbrüchen in Herten und der Umgebung hat die Staatsanwaltschaft am gestrigen Montag Haft– und Bewährungsstrafen für die fünf Angeklagten gefordert. Die jungen Leute sind 16, 21, 22, 23 und 29 Jahre alt. Am empfindlichsten soll dabei das „Küken“ der Bande bestraft werden.

Weil der 16-Jährige bei den meisten der acht angeklagten Einbruchscoups dabei gewesen und außerdem erst wenige Monate zuvor bereits wegen Einbruchsdiebstahls verurteilt worden ist, hat die Staatsanwaltschaft am Bochumer Landgericht eine Jugendhaftstrafe von zweieinhalb Jahren beantragt. Dasselbe gilt für eine 21-jährige Mitangeklagte.

Die drei weiteren Angeklagten sollen dagegen wegen ihrer insgesamt geringer einzustufenden Tatbeiträge noch einmal mit Bewährungshaftstrafen von 18, 22 und 24 Monaten davonkommen, so der Staatsanwalt. Vier der fünf Angeklagten hatten in dem schon seit Wochen geführten Prozess zuletzt doch noch weitreichende Geständnisse abgelegt.

Die zwei Frauen und drei Männer gehören laut Anklage zu einer in Serbien, Italien und Frankreich weit verzweigten Familiensippe. Fast alle Angeklagten haben gleich mehrere Alias-Identitäten und -Namen. Zentraler Stützpunkt der Bande war angeblich eine Wohnung an der Ewaldstraße. Von dort aus sollen die Tageswohnungseinbrecher zu den jeweiligen Tatorten ausgeschwärmt sein.

Neben Wohnungen und Häusern in Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen und Braunschweig waren die jungen Einbrecher im vergangenen August auch in ein Einfamilienhaus am „Sperberhorst“ in Herten-Disteln eingebrochen. Sie ließen Bargeld und Schmuck mitgehen. Die Gesamtbeute soll laut Anklage rund 20.000 Euro betragen haben.

Die Urteile wollen die Richter am Mittwoch, 19. September, verkünden.

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