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Dieser "Combat 18"-Schriftzug, der sich auf die rechtsextreme Gruppe bezieht, ist in Disteln an eine Unterführung gesprayt worden.

Verbotene Gruppierung "Combat 18"

Rassistische Graffiti in Herten - hat die Stadt ein Problem mit rechtsextremen Gruppen?

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Erst tauchen in Herten-Süd Aufkleber mit hetzerischen Sprüchen auf, jetzt in Disteln Graffiti mit rassistischen und rechtsextremen Inhalten. 

  • Graffiti mit dem Schriftzug "Combat 18" sind derzeit in Disteln zu sehen. 
  • Dort sind auch rassistische Sprüche zu lesen. 
  • Staatsschutz und Polizei haben keine Kenntnis von organisierten rechtsextremen Gruppen in Herten.

Sprüche wie "Wenn der Mut kommt, muss der Hassan gehen" und andere Parolen, in denen der Verfasser seine Abneigung gegen Geflüchtete zum Ausdruck bringt, sind derzeit an einer Unterführung in Disteln auf der Straße Unter dem Knöchel kurz vor dem Zugbringer zu L511 zu lesen. Ein paar Meter weiter steht auf einer weißen Mauer: "Refugees not welcome".

Graffiti weisen auf rechtsextreme, verbotene Gruppierung "Combat 18"

Auf die rechtsextreme und in Deutschland verbotene Gruppierung "Combat 18" weist ein Schriftzug an der Unterführung hin. Combat steht für Kampf und die Zahl 18 für die Buchstaben A (1) und H (8) im Alphabet, die Initialen Adolf Hitlers

Wie Anfang des Jahres bekannt wurde, lebt ein Mitglied der C18 Gruppierung in Waltrop, orientiert sich allerdings zur Szene in Dortmund, berichtete die Polizei. 

Einschätzung zur rechtsextremen Szene in Herten

Übereinstimmend sagen Staatsschutz, Polizei und Ordnungsamt, dass ihnen keine rechtsextreme Szene in Herten bekannt sei. Auch die Zahl rechtsextremer Straftaten pro Jahr seien überschaubar. Im Jahr 2017 waren es 12, genauso wie im Jahr 2018, teilt Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber mit. 

Sticker mit Hetz-Botschaften in Herten-Süd entfernt

Erst kürzlich entfernten Mitglieder des Bündnisses "Herten ist bunt" Aufkleber in Herten Süd. Darauf waren hetzerische und rassistische Sprüche zu lesen. Sie waren in unmittelbarer Nähe der Süder Grundschule in Augenhöhe von Kindern angebracht. Dort wird derzeit auch eine Kita neu gebaut.

Wer muss die Hass-Botschaften entfernen?

"Refugees not welcome" (Flüchtlinge sind nicht willkommen) steht an einer Mauer in Disteln.


Einige der Hass-Botschaften sind auf Mauern auf privaten Grundstücken angebracht. Diese müssen dann vom Eigentümer entfernt werden. Sind sie allerdings auf einer Unterführung, ist - zumindest in diesem Fall - Straßen.NRW für das Entfernen zuständig.

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