Als Entscheidungsgrundlage

SPD fordert Schulkonzept

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HERTEN - Die Rosa-Parks-Schule muss kernsaniert oder neu gebaut werden. Comenius- und Goetheschule sind ebenfalls sanierungsbedürftig. Das Gymnasium kehrt womöglich zum G9-Abitur zurück, bräuchte dann mehr Platz. Es gibt viel zu tun in Hertens Schullandschaft – doch ein Konzept hat die Stadtverwaltung nicht. Ein solches fordert daher nun die SPD.

Konkret beantragen die Ratsherren Christian Bugzel, Alexander Letzel und Michael Otta, dass die Stadtverwaltung einen Schulentwicklungsplan erarbeitet. Bugzel: „Es geht uns aber nicht nur darum, einen fertigen Plan zu erhalten, sondern darum, dass Eltern, Lehrer, Fördervereine usw. mit in diesen Prozess eingebunden werden. Der Weg zum Ziel ist uns also auch wichtig.“

In dem Ratsantrag der SPD heißt es, dass sich die Stadtverwaltung wegen des knappen Personals im Rathaus von einem externen Schulfachmann beraten lassen soll. Der fertige Schulentwicklungsplan soll Aussagen darüber treffen, wie sich die Schülerzahlen in Herten entwickeln, wenn man die Altersstruktur der Bevölkerung und den Zuzug von Flüchtlingen berücksichtigt. Der Plan soll auch Empfehlungen dazu enthalten, welche Schultypen in welcher Größe mittelfristig nötig sind, damit Eltern und Schüler echte Wahlfreiheit haben. „Welche Folgen sind zum Beispiel von einer möglichen Rückkehr zum G9-Abitur zu erwarten – und ist dann eine Zusammenarbeit der Oberstufen von Gymnasium und Gesamtschule sinnvoll?“, fragt Christian Bugzel. Auch das Thema Inklusion soll berücksichtigt werden.

Bugzel und seine Fraktionskollegen weisen darauf hin, dass in den vergangenen Jahren viele Millionen Euro in die Sanierung der Hertener Schulen geflossen sind. Ein Ende sei nicht abzusehen. Jedoch gebe es in Herten seit Jahren keinen klassischen Schulentwicklungsplan mehr. Ein solches Instrument sei aber sinnvoll, um zum Beispiel Entscheidungen über die Schulgebäude treffen zu können.

Ausdrücklich will die SPD mit dem jetzigen Antrag nicht die in Kürze nötige Grundsatzentscheidung über Sanierung oder Neubau der Gesamtschule blockieren. Man wolle aber Impulse für die weitere inhaltliche Planung setzen. Der Antrag könnte in der nächsten Sitzung des Schulausschusses am 14. Februar beraten und in der Ratssitzung am 22. Februar zur Abstimmung gestellt werden.

Rubriklistenbild: © Martin Pyplatz

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