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Der Löschzug der Berufsfeuerwehr inklusive Rüstwagen rückte zur Kaiserstraße aus. Die Polizei sperrte den entsprechenden Bereich ab.

An der Kaiserstraße

Vermisste Katze sorgt für Großeinsatz

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HERTEN - Gut zwei Stunden lang dauerte am Mittwochmorgen (30.1.) ein ganz spezieller Einsatz der Berufsfeuerwehr Herten. Eine Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses an der Kaiserstraße in Disteln vermisste ihre Katze und hatte auch schon eine konkrete Vermutung, wo sich das Tier befinden könnte.

Die Frau ging davon aus, dass die Katze über den Balkon ihrer Wohnung auf das Dach des Hauses gelangt und dort in einen Kamin gefallen sei. Die Einsatzkräfte hörten dann auch in der Wohnung in der Nähe des Kaminschachts deutlich ein ziemlich klägliches Miauen. Fündig wurden sie später aber an anderer Stelle.

Zunächst musste allerdings dringend die Heizungsanlage abgestellt werden. Dessen Abluftrohr verläuft nämlich durch den Kamin. „Und das kann ziemlich heiß werden“, erklärte Einsatzleiter Claas- Tido Hoffmann im Gespräch mit der Hertener Allgemeinen.

Zeitgleich sperrte die hinzugerufene Polizei den Bereich vor dem Haus für den Einsatz ab. Der Verkehr konnte an dieser Stelle – in direkter Nähe befindet sich die Kreuzung zur Josefstraße – allerdings zweispurig weiterlaufen.

Drehleiter und Endoskop-Kamera

Da es vom Hausflur aus keinen Zugang zum Dachboden gibt, kam die Drehleiter zum Einsatz. Mit dieser gelangte die Feuerwehr über ein Dachflächenfenster auf den Dachboden. „Da wir auch dort zunächst nichts fanden, haben wir mit einer Wärmebildkamera alles noch einmal abgesucht“, so Hoffmann weiter. Ohne Erfolg.

Ein in der Zwischenzeit hinzugerufener Schornsteinfeger kontrollierte danach vom Dach aus mit einer Endoskop-Kamera den kompletten Kaminschacht. Das Ergebnis: Die Katze war definitiv nicht dort hineingefallen.

Einsatzkräfte werden fündig

Die Einsatzkräfte kehrten daher zurück in die Wohnung und wurden dort schließlich auch fündig – unter einem Schrank, der direkt neben dem Kamin stand. „Die Katze muss dahinter gefallen sein“, so Claas-Tido Hoffmann.

Der Schrank stand auf Füßen, der Hohlraum war allerdings durch eine Verblendung rundum dicht. Dahinter saß die Katze und kam nicht heraus. Die Einsatzkräfte rückten daraufhin den Schrank ab. Hoffmann: „Das Tier war mittlerweile so verängstigt, dass es nicht hervorkommen wollte.“

Da die Katze sonst aber wohlauf war, ließen der Einsatzleiter und sein Team die nun glückliche Besitzerin mit ihrem geretteten Liebling zurück und rückten ab.

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