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Noch steht der Bauzaun, ab Montag sollen aber beim Distel-Grill wieder Pommes, Currywurst und halbe Hähnchen über die Theke gehen.

Nach Sanierungsarbeiten

Distel-Grill soll Montag wieder öffnen

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HERTEN - Seit Rosenmontag ist der Distel-Grill an der Kaiserstraße geschlossen. Veranlasst hatte das die Bodenschutzbehörde des Kreises RE. Um den Imbiss herum schlummern Schadstoffe im Boden, die die Lebensmittel kontaminieren könnten. Die Sanierungsarbeiten sollen bis Montag, 6. März, beendet sein, dann kann der über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Imbiss wieder öffnen.

„Es handelt sich um Chlor-Kohlenwasserstoffe“, erklärt Jochem Manz, Pressesprecher des Kreises auf Nachfrage. Die Schadstoffe, Überbleibsel der früheren Textilreinigung Molerus, durchziehen den Boden auf der kompletten Zechenbrache, die momentan großflächig bebaut wird.

Bei den Sanierungsarbeiten, die jetzt auch den Imbiss betreffen, „besteht die Gefahr, dass es zu Ausgasungen kommt“, so Manz. Die Gefahr, dass Dämpfe austreten, die unter Umständen Schleimhäute und Atmungsorgane reizen können, besteht laut Aussage des Kreis-Pressesprechers aber nur „lokal“. Das heißt, dass der wenige Meter entfernte Lidl-Markt – auch dort werden Lebensmittel verkauft – genauso wenig betroffen sei, wie Menschen, die sich in der Nähe der Baustelle aufhalten.

Inhaber hatte "schlaflose Nächte"

Für die Sanierung rund um den Imbiss waren zunächst nur drei Tage eingeplant. „Die Arbeiten haben sich allerdings ein wenig verzögert“, so Manz. Der Grill werde aber am Montag wieder öffnen können. Das freut nicht nur Liebhaber von Currywurst, Pommes und halben Hähnchen – auch Inhaber Ramiz Music atmet auf. „Ich hatte wegen der Geschichte ein paar schlaflose Nächte“, so der Hertener. Betroffen von der Schließung ist nämlich nicht nur er. „Ich habe 13 Mitarbeiter, die sich auf mich verlassen.“

Für den nun voraussichtlich einwöchigen Verdienstausfall wird es aber eine Entschädigung der „Herten Entwicklungs KG Zechenstraße“, geben, die Bauherr auf der Brache ist.

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