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Nasra (l.) und Michelle singen mit Gerald Asamoah.

Preisverleihung

RPS vergibt zwei "Awards"

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HERTEN - Die Rosa-Parks-Gesamtschule (RPS) hat ihren 10. „Rosa-Parks-Award“ gleich doppelt vergeben. Für besonderes Engagement und Zivilcourage im Schulalltag wurden am Montag (4.2.) sowohl Begüm Dereli (15) als auch die Mädchen-AG „Große Schwestern“ ausgezeichnet.

Begüm Dereli fördert und unterstützt seit zwei Jahren eine aus China stammende Sprachschülerin, die „Schwestern“ kümmern sich in ihrer Freizeit im Jugendzentrum Nord um Fünftklässler und erleichtern ihnen den Einstieg in den Schulalltag. Dass es gleich zwei Preisträger gab, hatte einen simplen Grund. „Weil wir beide Nominierungen so toll fanden, dass wir uns nicht entscheiden konnten. Und am Ende auch nicht wollten“, erklärte RPS-Lehrerin Renate Tellgmann kurz vor der Preisübergabe.

"Großartige Kooperation"

Diese übernahm dann nicht nur die Stadtspitze um Bürgermeister Fred Toplak, sondern auch die aus Düsseldorf angereiste US-Generalkonsulin Fiona Evans, die seit August 2018 im Amt ist: „Ich freue mich, dass ich diese großartige Kooperation mit euch fortsetzen darf“, so Evans in ihrer in Deutsch und Englisch gehaltenen Rede.

Die Diplomatin war sich sicher, dass „Rosa Parks beeindruckt gewesen wäre von dem, was ihr hier macht.“ Damit meinte sie zum einen das grundsätzliche Engagement der Schüler, aber auch konkret die Darbietungen auf der Bühne.

Gerald Asamoah singt ein Ständchen

Für ein gelungenes Rahmenprogramm sorgten die Gesangstalente Michelle, Nasra und Lea, die Klasse 5.4, die Klavierspielerin Nübar sowie der Grundkurs evangelische Religion, der nachdenklich machende Statements von Zurückweisung, Einsamkeit oder seelischen Verletzungen vortrug.

Aber auch die „Auswärtigen“ beeindruckten, wie zum Beispiel Justus Lichau. Der 18-jährige Poetry-Slammer trug frei sein preisgekröntes, mehr als 100-zeiliges Gedicht über den Flüchtlingsjungen Amin vor.

Der Bochumer Student erntete am Ende fast genauso viel Applaus wie der Ex-Fußballnationalspieler und Schulpate Gerald Asamoah, der es sich nicht nehmen ließ, Rosa Parks ein Ständchen zu singen. Die Bürgerrechtlerin wäre am Montag (4.2.) 106 Jahre alt geworden. „Ich freue mich jedes Mal, hier zu sein und fühle mich als Teil dieser Schule“, betonte der ehemalige Bundesligaprofi in seiner kurzen Rede.

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