Ehemalige Zechenbahn-Trasse

Startschuss für die zweite Etappe des Radwegs

HERTEN - Quer durch Herten soll künftig der neue Rad- und Wanderweg auf der ehemaligen Zechenbahn-Trasse führen, den der Regionalverband Ruhr gerade baut. Die erste Etappe ist nun fast fertig – nächste Woche wird die zweite angegangen.

Spaziergänger und Pedalritter finden den neuen Fahrradweg auf der Stadtgrenze Herten / Recklinghausen prima. Obwohl noch nicht freigegeben, wird die Piste seit Monaten genutzt. Sie gehört zum Zechenbahn-Radweg, der später von der Halde Hoheward nach Herten-Westerholt führen wird.

Die Arbeiten am ersten Abschnitt zwischen Akkoallee/Kaiserstraße im Süden und der Straße „Über den Knöchel“ im Norden verliefen weitgehend reibungslos. Vor allem der dritte Abschnitt wird erheblich kniffeliger. Bei der Sanierung von acht maroden Brücken explodieren die Kosten. Woher zusätzliches Geld kommen soll, ist unklar. Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) hat das Ökologie-Förderprogramm ÖPEL „eingefroren". In Herten gibt es etwa an der Brücke Mühlenstraße erhebliche Probleme. Ende Juli sollen die Arbeiten hier abgeschlossen sein.

Ursprünglich war geplant, den ersten, zwei Kilometer langen Abschnitt des Radweges jetzt offiziell freizugeben. Wegen des langen Winters waren die Anbindungen an die Akkoallee und den „Knöchel“ aber zeitlich nicht zu schaffen. Sie sind in den zweiten Bauabschnitt übertragen worden. Der beginnt jetzt und soll im Oktober fertig sein. Dann werden Radler, Inline-Skater und Spaziergänger über eine insgesamt fünf Kilometer lange Asphaltpiste vom früheren Bergwerk Schlägel & Eisen in Herten-Langenbochum an Disteln und Hochlar vorbei bis zur Rietstraße in RE-Stuckenbusch fahren und laufen können.

Mitte 2014 soll der gesamte Radweg fertig sein. Wie Recklinghausens Bürgermeister berichtete, wird zeitgleich der Blumenthal-Radweg in Stuckenbusch an den Zechenbahn-Radweg angeschlossen. Im Süden erfolgt die Anbindung an den Emscherpark-Radweg. Für den Bau des Radweges sind 7,6 Millionen Euro veranschlagt. 50 Prozent zahlt die EU, 30 Prozent das Land , 20 Prozent der RVR. Die Stadt Herten ist 30 Jahre lang für die Unterhaltung zuständig.

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