Großes Polizeiaufgebot in Langenbochum

Kundgebungen von Pro NRW und dem Bündnis für Demokratie verlaufen friedlich

HERTEN - Bei der Demonstration von Pro NRW in Langenbochum und einer Gegenveranstaltung des "Hertener Bündnis für Demokratie" gab es keine Zwischenfälle. Die rechtsgerichtete Partei protestierte mit rund 80 Teilnehmern gegen den geplanten Moscheebau, an der Gegendemo nahmen rund 120 Menschen teil. Gegen 13 Uhr lösten sich beide Züge auf.

Um 11 Uhr startete der Marsch von Pro NRW, das Hertener Bündnis für Demokratie setzte sich von der Kranzplatte aus etwas eher in Bewegung. Obwohl beide Züge räumlich sehr nah aneinander lagen, trafen sie durch den zeitlichen Versatz nicht aufeinander. Lediglich einige Pro-NRW-Gegner folgten der Kundgebung der Partei mit Protestrufen.

Alles in allem blieb die Stimmung jedoch friedlich, bestätigte Polizeisprecher Michael Franz unmittelbar nach dem Einsatz. Eine große Zahl von Beamten sperrte einige Straßen Langenbochums für die Zeit der Kungebungen teilweise ab. Wie viele Beamte genau im Einsatz waren, wollte der Sprecher "aus polizeitaktischen Gründen" nicht sagen.

Pro NRW hatte ursprünglich bis zu 200 Teilnehmer angekündigt, um gegen den Neubau einer Moschee der Ditib-Gemeinde zu demonstrieren, der im Rat der Stadt bereits beschlossen ist. Markus Beisicht, Landesvorsitzender von Pro NRW, kündigte bei der Zwischenkundgebung am Samstag dennoch weitere Protestaktionen an. Herten solle "eine deutsche Stadt bleiben".

Das Hertener Bündnis für Demokratie, ein Zusammenschluss von verschiedensten Verbänden, Vereinen und Parteien, betonte bei der Gegendemonstration seinen friedlichen Widerstand. Das Motto, auch bei der Versammlung an der Kranzplatte, lautete: "Für ein buntes und solidarisches Zusammenleben - Herten hat keinen Platz für Rassismus."

Sabine Leopold, Frontfrau des Hertener Wahlbündnisses "Auf Herten", zeigte sich am Ende zufrieden mit der Resonanz auf die Kundgebung des Bündnisses. "Wir konnten ein Zeichen setzen und viele Anwohner zum Mitlaufen motivieren." Die nächste Aktion des Bündnisses soll mit dem "Tag für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte" am 30. September an der Langenbochumer Kranzplatte stattfinden.

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