Der mutmaßliche Täter soll seine Opfer am Busbahnhof Herten gesucht haben.
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Der mutmaßliche Täter soll seine Opfer am Busbahnhof Herten gesucht haben.

Gerichts-Prozess

Erster Prozesstag: Angeklagter nach Festnahme nur mit Einsatz von Pfefferspray zu fixieren

Ein Mann aus Herten stand am heutigen Montag (22.2.) vor Gericht, weil er Frauen geschlagen, getreten und auch vergewaltigt haben soll.

Update 17.30 Uhr: Nach mutmaßlichen Gewaltübergriffen auf Frauen am Busbahnhof droht einem psychisch kranken Mann am Bochumer Landgericht die unbefristete Zwangseinweisung in die Psychiatrie. Der Asylbewerber (28) aus Westafrika soll zwei Frauen belästigt, bedroht und geschlagen haben – ein Opfer soll er später in der Asylbewerberunterkunft an der Gartenstraße sogar vergewaltigt haben.

Beim ersten Vorfall soll der Beschuldigte am 11. August 2020 einer Frau, die auf ihren Bus wartete, erst an den Po gefasst und ihr dann (nach deren empörter Aufforderung „Verpiss‘ Dich“) derart kräftig mit der flachen Hand in das Gesicht geschlagen haben, „sodass ihre Brille zu Boden fiel und zerbrach“. Anschließend soll er das Bein der Frau ergriffen und nach oben gezogen haben, sodass die Frau rückwärts zu Boden fiel und stürzte. Dann soll der Beschuldigte ihr auch noch in den Rücken getreten haben.

Angeklagter soll Frau vergewaltigt haben

Beim zweiten Vorfall am 2. September 2020 soll der Beschuldigte wiederum am Busbahnhof umhergelaufen, dann plötzlich einer Frau von hinten einen Gegenstand (laut Staatsanwaltschaft möglicherweise einen seiner Finger) in den Rücken gedrückt und dann verlangt haben, dass die Frau ihn in sein Zimmer im Asylbewerberheim an der Gartenstraße begleite. Aus Angst, dass es sich um eine Schusswaffe handeln könnte, soll die völlig eingeschüchterte Frau den Beschuldigten tatsächlich dorthin begleitet haben. Im Waschraum soll der 28-Jährige die Frau, die laut Staatsanwaltschaft immer wieder „Lass mich“ geschrien hat, dann vergewaltigt haben. Nach seiner anschließenden Festnahme soll sich der Beschuldigte auf der Polizeiwache in Recklinghausen unter anderem durch Spucken und Beißen dagegen gewehrt haben, dass von ihm Spuren am Genitalbereich gesichert werden. Den Beamten soll es erst durch den Einsatz von Pfefferspray gelungen sein, den 28-Jährige zu fixieren.

Weil der Asylbewerber wegen einer psychischen Erkrankung von vorneherein als schuldunfähig eingestuft worden ist, ist eine klassische Bestrafung ausgeschlossen. In dem Sicherungsverfahren vor der 2. Strafkammer strebt die Staatsanwaltschaft nun vor allem eine Zwangsweisung des mutmaßlichen Vergewaltigers in die Psychiatrie an – zum Schutz der Allgemeinheit. Urteil: wohl frühestens am 19. März.

Das war der ursprüngliche Text vom 22. Februar (13 Uhr):

Die Vorwürfe wiegen schwer: Laut der Anklage soll der 28-jährige Hertener zunächst seine beiden Opfer am Busbahnhof in Herten gezielt gesucht haben.

Im August des vergangenen Jahres soll der Hertener am Busbahnhof Herten einer Frau an den Po gefasst, dann ihr ins Gesicht geschlagen und in den Rücken getreten haben. Die junge Frau wurde dabei so sehr verletzt, dass sie später mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert werden musste.

Der Täter ergriff vor Eintreffen der Rettungskräfte und der Polizei die Flucht, wurde dann aber aufgegriffen und verhielt sich auch gegenüber den Beamten sehr aggressiv. Hier geht es zu unserer damaligen Berichterstattung.

Hertener soll psychisch krank sein

Wenige Wochen später soll der Hertener dann eine weitere Frau am Busbahnhof Herten gezwungen haben, mit ihm auf sein Zimmer zu gehen. Dort soll er sein Opfer vergewaltigt haben.

Der Angeklagte soll psychisch krank und damit schuldunfähig sein. Die Staatsanwaltschaft hält ihn für gefährlich und fordert, dass der 28-Jährige in die Psychiatrie eingewiesen wird.

Wir halten Sie an dieser Stelle über den Prozess am Laufenden.

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