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Ein Hertener musste sich jetzt vor dem Amtsgericht verantworten.

Prozess in Recklinghausen

Hertener vor Gericht: Hat der 33-Jährige 23 Syrer nach Deutschland geschleust?

Ein Hertener musste sich jetzt vor dem Amtsgericht in Recklinghausen verantworten. Der 33-Jährige soll geholfen haben, insgesamt 23 Syrer nach Deutschland zu schleusen.

Im Mittelpunkt des Prozesses standen zwei Schleuser-Fahrten aus Italien. Am 8. Juni 2017 war eine zehnköpfige, zwei Tage später eine 13-köpfige Personengruppe, jeweils syrische Flüchtlingen, in einem in Herten angemieteten Ford Transit nach Deutschland gebracht worden. 

Der Angeklagte aus Herten war unter Schleuser-Verdacht geraten, weil er einer von zwei Mietern des Kleintransporters gewesen ist.

Herten: Handy-Ortung und Blitzerfotos

Zudem hatte eine Handy-Ortung Hinweise auf einen Italien-Aufenthalt im Tatzeitraum ergeben. Darüberhinaus war er auch auf Blitzerfotos als Beifahrer bei einer der Fahrten zu erkennen. 

Dass er wirklich voll in die Schleusung involviert gewesen ist, ließ sich in den Augen der Richter aber nicht sicher feststellen. Ein Flüchtling hatte als Zeuge bestätigt, dass der 33-Jährige in Mailand erst als Beifahrer eingestiegen war, als schon alle anderen in dem Kleinbus saßen.

Herten: Fahrer kassierte das Geld

Zudem habe das gesamte Geld für die Fahrt der Fahrer einkassiert. Von diesem Mann, einem Libyer, fehlt jede Spur. 

Der Angeklagte hatte die Anmietung des Transporters eingeräumt, will aber in Italien nur „eine Freundin besucht“ haben. Über die vielen Menschen im Wagen habe er sich auf der Rückfahrt zwar gewundert, aber weiter keine Gedanken gemacht.

Herten: Knapp Verurteilung entgangen

Und so entging der 33-Jährige schließlich knapp einer Verurteilung. „Das war nicht in Ordnung“, hieß es am Ende vonseiten des Gerichts. Mit Blick auf zwei vorhandene Geldstrafen wurde das Strafverfahren eingestellt.

In Scherlebeck muss sich die Polizei einmal mehr mit Einbrüchen in eine Kleingartenanlage beschäftigen.

Der in Herten aufgewachsene AfD Politiker Stephan Brandner wurde wiederum unlängst abgewählt. 

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