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Panzerblitzer "Ursula" wird derzeit gewartet.

Blitzer in Herten

Achtung - Panzerblitzer "Ursula" ist zurück und bereits wieder im Einsatz

Vier Wochen war Panzerblitzer "Ursula" außer Landes. Jetzt hat der mobile Blitzer seinen Dienst wieder aufgenommen.

Update 19. Februar: 

Der Panzerblitzer Ursula ist aus der Revision zurück. Vier Wochen musste kein Autofahrer, der die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritt Gefahr laufen, später ein Foto aus der Linse von Ursula zu erhalten. 

Verschleißerscheinungen am Panzerblitzer

"Ursula" hatte übliche Verschleißerscheinungen aufgewiesen. Die Blitzlampen mussten ausgetauscht, das Stützrad der Anhängerkupplung erneuert werden. Die Hersteller-Firma Jenoptik hatte das Gerät abgeholt und nun instandgesetzt. Da keine gravierenden Mängel vorlägen, solle die mobile Radarfalle bald wieder heimkehren und ihren Dienst aufnehmen, hieß es von der Stadt vor dem Abtransport.

D as hatten wir am 24. Januar berichtet:

Seit der Anschaffung des Panzerblitzers namens „Ursula“ mussten die Hertener beim Autofahren noch aufmerksamer auf die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit achten. Denn "Ursula" tauchte immer wieder an unterschiedlichen Stellen auf. Im Moment jedoch ist das Gerät nicht im Lande. Somit heißt es: "ursulafreie"-Fahrt.

Gerüchte besagten, Ursula sei beschädigt worden

Gerüchten zufolge soll das Gerät beim unsachgemäßen Transport beschädigt worden sein, doch davon könne nicht die Rede sein, teilt eine Sprecherin der Stadtverwaltung auf Anfrage der Hertener Allgemeine mit. Das stählerne Radargerät sei allerdings in der Tat derzeit nicht im Einsatz. 

Regt die Stadt zum Brechen von Gesetzen an?

Soll eine Stadt fest mit den Einnahmen aus dem Brechen von Recht und Gesetz planen? 

Das ist die Frage, die die UBP-Ratsmitglieder Lars Radziej und Thomas Remus jetzt in einem Ratsantrag aufwerfen. 

Herten: Bürger empfinden "Blitzen" als "Abzocke"

Hintergrund ist eine Berichterstattung der Hertener Allgemeinen Zeitung, nach der die Stadt bei Autofahrern in Herten in 2019 „nur“ knapp 1 Million Euro statt der im Haushalt eingeplanten 1,7 Mio. Euro an Strafgeldern kassiert hat. 

Daraufhin sei die UBP laut der beiden Ratsherren von Bürgern angesprochen worden, die monierten, dass das „Blitzen“ offenkundig nicht dem Schutz der Verkehrsteilnehmer diene, sondern „Abzocke“ sei. 

Herten: Sollen sich Bürger nicht an Gesetze halten?

Nach Meinung der UBP erwecke die Lücke zwischen dem Eingeplanten und der Realität den Eindruck, dass „Politik und Stadt ein Interesse daran haben könnten, dass sich die Bürgerinnen und Bürger nicht an Gesetze halten.“ 

Aus Sicht der Partei wäre das aber „ein fatales Zeichen und gehört abgestellt“. Die UBP befürworte das Bestrafen von Fehlverhalten, „es darf jedoch nicht so sein, dass wir für den Haushalt darauf angewiesen sind.“ 

Herten: Einnahmen sollen anders investiert werden

Die Ratsfraktion beantragt daher, dass entsprechende Einnahmen ab sofort in der Haushaltskalkulation nicht mehr berücksichtigt werden und stattdessen in Kitas, Schulen und Seniorenprojekte investiert werden.

Das berichteten wir am 13. Januar:

Nach nun veröffentlichten Zahlen der Stadt Herten (Stand: 9. Dezember) wurden seit März 2019, als der Panzerblitzer erstmals zum Einsatz kam, Autofahrer in Herten insgesamt 11.712 mal von "Ursula" geblitzt. 

Alle Knöllchen zusammengerechnet bedeutet das, dass ingesamt 283.203 Euro an die Stadt Herten überwiesen werden mussten.

Herten: Bilanz kann sich noch ändern

Laut Stadt sei allerdings noch nicht alles ausgelesen und ausgewertet worden, sodass sich die Bilanz für das komplette Jahr 2019 noch verändern könnte 

Erst unlängst hatte die Stadt erklärt, dass man mit "Horst-Rüdiger“. einen zweiten Panzerblitzer bei der Hersteller-Firma Jenoptik bestellt habe und dieser ab Sommer 2020 zum Einsatzkommen soll.  

Update 17. Dezember:

Panzerblitzer Ursula vermasselt Rasern seit dem Frühjahr mal hier, mal dort auf Hertener Straßen die Tour - momentan an der Kaiserstraße in Disteln. 

Die Hersteller-Firma Jenoptik denkt sich für jeden der halbstationären Blitzapparate zusätzlich zur Seriennummer einen Namen aus – zur besseren Unterscheidung, weil man sich Namen besser merken kann, als eine komplizierte Zahlenfolge.

Herten: Zweiter Blitzer sollte nach einem Mann benannt werden 

Als die Stadt den Kommunalpolitikern im Herbst die Anschaffungeiner zweiten Anlage vorschlug, gab es neben Zustimmung den Auftrag, dem Gerät einen Männernamen zu verpassen – im Sinne der Gleichberechtigung. 

Die Hertener Allgemeine Zeitung hatte daraufhin die Leser um Namensvorschläge gebeten. Die Ideen reichten von "Hui Buh" über "Fred sein Blitzer" und "Kilroy" bis hin zu "Dagobert" und "Bliza Bargeld". 

Herten: Dieser Name setzte sich durch

Die Stadt Herten griff die Idee auf, die Bürger entscheiden zu lassen, und ließ im Internet-Netzwerk Facebook über den Namen abstimmen. 

Am Ende waren noch Dagobert, Ewald und Horst-Rüdiger im Rennen. Horst-Rüdiger setzte sich schließlich durch.

Herten: Ursula spült 285.000 Euro in die Stadtkasse

Panzerblitzer Ursula kann derweil eine stolze Bilanz vorweisen: Rund 11.800 Tempo-Sünder hat sie im laufenden Jahr bereits zur Strecke gebracht und damit 285.000 Euro in die Stadtkasse gespült.  

Manchen ist Ursula aber ein Dorn im Auge, der Panzerblitzer wurde auch schon mehrfach Opfer von Vandalismus.

Herten: Zweiter Blitzer wird jetzt bestellt

Horst-Rüdiger wird optisch ein Zwilling des vorhandenen Geräts sein. Er wird in diesen Wochen bei Jenoptik bestellt und kommt voraussichtlich Mitte 2020 nach Herten. Beide Geräte sind geleast. 

Für Ursula zahlt die Stadt jährlich 93.000 Euro inklusive Bildauswertung. Das Leasing allein kostet 75.000 Euro plus voraussichtlich 18.000 Euro für die Bildauswertung (bei monatlich 1300 bis 1500 Fällen). 

Herten: Leasing kostet etwas mehr als bei "Ursula"

Das Leasing von „Horst-Rüdiger“ wird voraussichtlich etwas mehr kosten, nämlich 111.000 Euro, inklusive Bildauswertung (ebenfalls 1300 bis 1500 Fälle monatlich). 

Grund für die Mehrkosten ist eine zusätzliche Kamera, die angemietet wird. Bei „Ursula“ wurde nur eine Kamera angemietet und durch eine vorhandene aus einer stationären Anlage ergänzt.

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