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Stinkefinger gezeigt: Eine Autofahrt endete für einen 19-Jährigen vor Gericht.

Führerschein-Neuling

Bremsmanöver, Spurwechsel, „Stinkefinger“: Autofahrt endet für 19-Jährigen vor Gericht

Bremsmanöver, Spurwechsel, „Stinkefinger“: Nach einer riskanten Autofahrt in Herten stand ein 19-jähriger Führerschein-Neuling jetzt vor Gericht.

  • Nach einer wilden Autofahrt in Herten wurde ein 19-Jähriger vor Gericht gestellt.
  • Der Führerschein-Neuling muss nun erstmal ohne Auto auskommen. 

Bremsmanöver, Spurwechsel, provozierender „Stinkefinger“: Nach einer riskantenAutofahrt auf der L511 bei Disteln hat das Bochumer Jugendschöffengericht einen 19-jährigenFührerschein-Neuling am Dienstag (14.1.) vorerst aus dem Verkehr gezogen. 

Gegen den Teenager wurden ein dreimonatiges Fahrverbot, 150 Sozialstunden und 500 Euro Geldauflage verhängt. Es war der 28. Juli 2019, als es auf dem Autobahnzubringer zu rätselhaften „Wildwest-Szenen“ gekommen war.

Herten: "Da sitzt ein Betrunkener drin" 

„Von einem Moment auf den anderen fuhr der Kleintransporter vor mir extrem langsam, das war schon fast eine Vollbremsung“, erinnerte sich ein Autofahrer (38) aus Dortmund, der damals an einer Engstelle voll auf die Bremsen steigen musste. „Ich war mir sicher, da sitzt ein Betrunkener drin.“ 

Auch die Beifahrerinnen des Zeugen, seine hochschwangere Partnerin und seine Mutter, konnten sich die abenteuerliche Fahrweise des Angeklagten nicht erklären.

Herten: Warnblinklichtanlage angeschaltet  

Mal habe der Mercedes Vito rechts geblinkt, mal kurz die Warnblinkanlage angeschaltet, mal habe aus dem Fenster der Arm des 19-Jährigen das Überholen-Zeichen signalisiert. 

Einmal, daran erinnerte sich der Autofahrer noch genau, war ihm angeblich auch der ausgestreckte Mittelfinger gezeigt worden.

Herten: "Zugerufen, dass er mich umbringt"

Besonders brenzlig wurde die Situation kurz nach der Abfahrt des Pkws von der Westerholter Straße. Beide Fahrzeuge standen hintereinander, als der Angeklagte auf den Autofahrer zulief. 

„Er hat mir bestimmt zehnmal zugerufen, dass er mich umbringt“, so der Zeuge. Seine schwangere Partnerin hatte daraufhin die Polizei alarmiert. 

Herten: Nötigung, Beleidigung und Bedrohung

Der 19-Jährige hatte sich darauf berufen, durch das Hupen des Autofahrers „verunsichert“ gewesen, außerdem später von dem Mann sogar fremdenfeindlich beleidigt worden zu sein. 

Richter und Staatsanwaltschaft nahmen ihm das aber nicht ab. Das Urteil lautet auf Nötigung, Beleidigung und Bedrohung.

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