Zwei Covid-19-Patienten in Herten befinden sich momentan auf der Intensiv-Station.
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Auch in Hertener Krankenhäusern werden viele Covid-19-Patienten behandelt

Covid-19-Patienten

Corona-Lage in den Hertener Krankenhäusern bleibt sehr angespannt

  • Frank Bergmannshoff
    vonFrank Bergmannshoff
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Die Corona-Zahlen sind in den vergangenen Tagen gesunken. Bedeutet das auch Entwarnung für die Krankenhäuser in Herten? Mitnichten!

Mit einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von 297,6 ging Herten am 24. Dezember in die Weihnachtsfeiertage. 45 Neuinfektionen hatte die Kreisverwaltung an diesem Tag in Herten gemeldet – damals der zweithöchste Wert im Kreis RE hinter Recklinghausen (50) Seither sind die Zahlen deutlich gesunken. Am 29. Dezember betrug die Inzidenz in Herten 190,9. Es gab gerade mal neun Neuinfektionen, insgesamt waren 223 Hertener „aktiv“ infiziert.

Doch Mediziner und (Gesundheits-) Politiker zweifeln an der Aussagekraft dieser Werte, die auf den ersten Blick Anlass zum Optimismus bieten. Mit einiger Wahrscheinlichkeit sind die Zahlen deshalb so niedrig, weil an den Feiertagen und zwischen den Jahren schlicht und ergreifend Arztpraxen geschlossen waren, weniger getestet wurde, Labors weniger Proben analysierten.

Aktuellere Zahlen als jene vom 29. Dezember liegen bisher nicht vor, denn der Kreis Recklinghausen hat an heutigen Mittwoch (30.12.) keine Corona-Daten veröffentlicht. Grund dafür seien technische Probleme bei der Auswertung der Datensätze, teilte die Behörde mit.

18 Corona-Patienten werden im St.-Elisabeth-Hospital behandelt

Die Hertener Allgemeine Zeitung hat daher im St.-Elisabeth-Hospital nach einer Einschätzung der Situation gefragt. Dort könne von einem Rückgang der Patientenzahlen keine Rede sein, berichtet Pressesprecher Hubert Claves. Eher im Gegenteil: 18 Corona-Patienten wurden dort am heutigen Mittwoch (30.12.) stationär behandelt. An den beiden Tagen zuvor waren es 17 und 16. Die Tendenz ist also eher steigend, von Entspannung keine Spur.

Das deckt sich mit den kreisweiten Daten der Krankenhäuser: Vom 24. bis zum 29. Dezember ist die Gesamtzahl der stationären Corona-Patienten stetig von 258 auf 286 angestiegen.

In Gertrudis-Hospital bindet Corona fast das gesamte Personal

Knapp hundert davon werden in den vier Krankenhäusern des KKRN-Verbundes behandelt, zu dem das Westerholter Gertrudis-Hospital zählt. Der Medizinische Geschäftsführer Dr. Andreas Weigand, betont, dass diese hohen Patientenzahlen die Häuser vor große Herausforderungen stellen. Der Aufwand für die Behandlung eines Corona-Patienten sei ungleich höher als für einen „Normalpatienten“. Corona binde inzwischen fast das gesamte Personal in den Krankenhäusern, so Weigand.

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