Das DRK Herten hat an der Gartenstraße ein großes Corona-Testzentrum eingerichtet.
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Das DRK Herten hat an der Gartenstraße ein großes Corona-Testzentrum eingerichtet.

An der Gartenstraße

Corona-Schnelltest vor dem Einkauf? DRK Herten weitet das Angebot aus

  • Frank Bergmannshoff
    vonFrank Bergmannshoff
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Die größte öffentliche Corona-Schnelltest-Einrichtung Hertens nimmt im DRK-Zentrum „Gegenüber“ an der Gartenstraße ihren Betrieb auf. Der Ansturm ist weiter groß.

Update 29. März: Der Kreis Recklinghausen hat trotz eines durchschnittlichen Inzidenzwerts von mehr als 100 beschlossen, mit vermehrten Schnelltests neuerliche Schließungen im Einzelhandel und bei Dienstleistern zu vermeiden. Daher bleibt der Betrieb von Kultureinrichtungen wie Museen, der Verkauf von Waren im Einzelhandel oder körpernahe Dienstleistungen weiter möglich: nach Terminvereinbarung, bei einer Möglichkeit der Rückverfolgbarkeit – und eben mit einem negativen Schnelltest des Kunden. Dieser Test darf nicht älter als 24 Stunden sein.

Das DRK Herten hat auf diese Entscheidung sofort reagiert und erweitert zeitnah seine Terminangebote. Ist während der regulären Öffnungszeit des größten Hertener Testcenters an der Gartenstraße 59 kein Termin mehr frei, kann man beim DRK unter 02366/18150 anrufen. Dort werden die Daten des Testwilligen telefonisch aufgenommen und im Anschluss auch ein Test ermöglicht.

Früher geöffnet, Takt verkürzt

Seit der Eröffnung hat das DRK bereits Hunderte Schnelltests durchgeführt. Mit Blick auf die Ostertage hat das DRK sein Angebot ausgeweitet. Zum einen wird das Testzentrum künftig mehrfach pro Woche schon um 9 Uhr öffnen, also eine Stunde früher. Zum anderen wird der Takt verkürzt. „Bisher haben wir Termine im Drei-Minuten-Abstand vergeben“, blickt DRK-Vorstand Ralph Hoffert zurück. „Die Abläufe sind aber so reibungslos und zügig, dass wir zum Zwei-Minuten-Takt übergehen.“ Pro Stunde sind dann 30 statt 20 Tests möglich. Jede Nacht um 1 Uhr wird ein neuer Tag freigeschaltet. Die Terminreihe geht immer 13 Tage in die Zukunft.

Unabhängig davon bittet Ralph Hoffert alle, die einen Termin gebucht haben, die Bestätigungs-Mail aufzubewahren: Sie enthält einen Link, mit dem ein Termin storniert werden kann. Hoffert: „Wenn jemand seinen Termin nicht wahrnehmen kann, dann soll er ihn bitte stornieren. Er wird sofort wieder frei und ein anderer Bürger freut sich, ihn buchen zu können.“ Umgekehrt heißt das, so Hoffert: „Es lohnt sich, öfter nachzuschauen. Es werden immer wieder Termine frei.“ Einsehbar und buchbar sind sie unter coronatest.drk-herten.de.

Parkplatz freigegeben

Damit die zahlreichen Besucher des Testzentrums ihre Autos abstellen können, hat die Stadt Herten den eingezäunten Parkplatz gegenüber dem Gymnasium freigegeben. Er befindet sich zwischen den Häusern Gartenstraße 35 und 41, also nur wenige Schritte vom Testzentrum an der Gartenstraße 59 entfernt. Dauerparker sind aber nicht willkommen. Das eingezäunte Grundstück wird nach Ende des Test-Tages verschlossen.

Update 24. März: Gleich 120 Schnelltests hat das DRK-Testzentrum in Herten am ersten Öffnungstag durchgeführt. Viele Menschen strömten an die Gartenstraße 59. Wegen des großen Andrangs war die Öffnungszeit von fünf auf sechs Stunden ausgedehnt worden. DRK-Vorstand Ralph Hoffert berichtet, dass alles reibungslos verlief: „Keine langen Wartezeiten, keine Schlangen und das digitale System funktioniert einwandfrei.“

Menschen ohne Symptome Corona-positiv getestet

Von den 120 Besuchern hatten sich lediglich fünf telefonisch angemeldet, weil sie kein Internet haben, die übrigen über das Online-System. Von den 120 Tests waren zwei positiv. Betroffen waren eine ältere Frau und ein junger Mann, beide ohne Corona-Symptome. Ihre Daten wurden sofort an das Gesundheitsamt weitergeleitet, das die Betreffenden nun zur Abklärung per PCR-Test einlädt.

Diese Woche (22. bis 28.3.) ist das Testzentrum ausgebucht. Nächste Woche (29.3.) gibt es wieder Termine, auch an Karfreitag und Ostersonntag.

Start im Corona-Schnelltest-Zentrum in Herten

Update 23. März: Heute geht das Corona-Schnelltest-Zentrum des DRK Herten an der Gartenstraße 59 in Betrieb. Das Deutsche Rote Kreuz verzeichnete einen regelrechten Ansturm auf die Termine, weitete sogar die geplante Öffnungszeit am heutigen Dienstag um eine Stunde aus. Trotzdem sind alle 120 Termine ausgebucht.

Für den Rest der Woche gibt es noch einzelne freie Zeiten. „98 Prozent der Menschen vereinbaren ihre Tests online“, berichtet DRK-Vorstand Ralph Hoffert. Termine gibt es unter: www.coronatest.drk-herten.de

Unsere bisherige Berichterstattung:

Wer einen Besuch im Pflegeheim plant, sorgenfrei einen Nachbarn oder Freund besuchen möchte oder wer einfach für sich selbst auf Nummer sicher gehen will, der kann ab Dienstag, 23. März, für einen Corona-Schnelltest zum Deutschen Roten Kreuz in Herten kommen.

Nicht im DRK-Haus, sondern einige Meter weiter im Rotkreuz-Zentrum „Gegenüber“ an der Gartenstraße 59 öffnet dann das Testzentrum. „In der ersten Woche halten wir Termine für 300 Tests bereit, aber bei Bedarf können wir 700 Tests pro Woche durchführen“, erklärt DRK-Vorstand Ralph Hoffert.

Zwar gibt es in Herten bereits einige Test-Möglichkeiten, doch viele Ärzte und Apotheken richten sich mit diesem Angebot in erster Linie an ihre Patienten und Kunden, und dies auch nur zu den regulären Öffnungszeiten. Das DRK-Testzentrum hingegen hält auch Termine in der Mittagszeit, in den Abendstunden und am Wochenende bereit.

Es ermöglicht auf Nachfrage auch Tests im größeren Stil zum Beispiel für Belegschaften von Firmen. Möglich macht dies ein Pool aus 16 erfahrenen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Wer kann sich im DRK-Zentrum testen lassen?
Jeder Mensch mit Wohnsitz in Deutschland, der mindestens 16 Jahre alt ist. Es dürfen also ausdrücklich nicht nur Hertener kommen. Wichtig: Wer sich testen lassen will, darf keine grippeähnlichen Symptome haben!
Was kostet der Schnelltest für die Bürger/innen?
Der Test ist kostenlos. Das DRK rechnet ihn später mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab.
Wie oft darf man sich testen lassen?
Das DRK kalkuliert pro Bürger/in mit einem Test pro Woche. Damit nicht Termine wochenlang im Voraus „gebunkert“ werden, kann ein Bürger immer erst dann einen neuen Termin ausmachen, wenn der zuletzt gebuchte Termin wahrgenommen wurde. Das DRK bietet Termine immer für maximal zehn Tage im Voraus an. In der kommenden Woche zum Beispiel gibt es Termine am Dienstag, Mittwoch, Freitag (bis 19 Uhr) und Samstag. Bei Bedarf will das DRK die Tage und Öffnungszeiten ausweiten.
Wie läuft der Test konkret ab?
„Wir haben viel Wert darauf gelegt, dass es für die Testwilligen schnell und einfach geht“, sagt Ralph Hoffert. Man ruft im Internet die Seite coronatest.drk-herten.de auf, wählt Herten aus, gibt seine persönlichen Daten ein, wählt seinen Wunschtermin und bekommt eine Bestätigung per E-Mail, die man selbst wiederum bestätigen muss. Man erhält nun einen QR-Code, den man beim Corona-Schnelltest als ausgedruckten Zettel oder auf dem Smartphone vorzeigt. Dann heißt es: einmal kontaktlos Fieber messen, weiter zum Abstrich (Wattestäbchen in die Nase), durch den Seiteneingang des DRK-Zentrums raus – und wieder nach Hause. „Das alles geht sehr schnell, wir vergeben Termine im Drei-Minuten-Takt“, erklärt Ralph Hoffert. „Im Gebäude besteht ein Einbahnstraßensystem, um Kontakte zu minimieren.“
Wie erfahre ich mein Ergebnis?
Ist es negativ, erhält der Getestete nach etwa 30 Minuten eine E-Mail mit dem Ergebnis und einer entsprechenden amtlichen Bescheinigung, die man bei Bedarf vorzeigen kann. Ist der Getestete positiv, geht das Ergebnis auch direkt an das Kreisgesundheitsamt und an das PCR-Testzentrum in Recklinghausen. Der Bürger wird dann mit einem Terminvorschlag zur PCR-Testung kontaktiert.
Ich habe kein Internet oder Smartphone. Was nun?
Die Anmeldung ist auch telefonisch unter Tel. 02366/18150 möglich. Das Ergebnis muss man dann vor Ort abwarten oder man erhält es am nächsten Tag per Post.
Hat das DRK ausreichend Tests zur Verfügung?
Ralph Hoffert: „Wir erhalten die Tests über den DRK-Landesverband, der sehr gut bevorratet ist. Gerade haben wir die ersten tausend Stück abgeholt.“
Wie lange bleibt das DRK-Testzentrum bestehen?
„Die Vorgabe war, dass wir mindestens 20 Stunden pro Woche öffnen können und das mindestens bis September. Darauf richten wir uns jetzt erst einmal ein“, sagt Ralph Hoffert. Er kann sich vorstellen, dass man die Testergebnisse bald nicht nur für Besuche im Pflegeheim benötigt, sondern zum Beispiel auch im Kino, im Konzert oder im Restaurant.

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