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Ein Aufreger aus dem vergangenen Jahr: Am Waldweg wurden Rigips-Platten abgekippt.

Rats-Antrag ist gestellt

Dauerproblem Dreck: Kommt jetzt in Herten die Müllpolizei?

Müll ist in Herten ein Dauerproblem. Immer wieder tauchen wilde Kippen auf, immer wieder gibt es Ärger damit auf öffentlichen Flächen. Bald könnten die Täter leichter verfolgt werden.

  • Immer wieder tauchen in Herten wilde Müllkippen auf.
  • Zudem gibt es Ärger mit den Hinterlassenschaften zum Beispiel auf den Zechengeländen Ewald oder Schlägel & Eisen.
  • Nun hat die CDU-Fraktion einen Antrag an den Rat der Stadt Herten gestellt. 

Müll ist in Herten ein Dauerproblem. Immer wieder gibt es wilde Kippen, immer wieder Ärger um Hinterlassenschaften. Oft betroffen sind zum Beispiel die Gelände der ehemaligen Zechen Ewald in Herten-Süd oder Schlägel & Eisen in Langenbochum. 

Um dem Müll Herr zu werden, hat die CDU-Fraktion im Rat nun einen Antrag gestellt. In dem wird die Stadtverwaltung beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, auf dessen Basis illegale Müllkippen schneller als bisher ausfindig gemacht und geräumt werden können.

Projekt "Waste Watchers" als Vorbild

Zugleich solle auch das Ermitteln der Täter verbessert werden. Als Vorbild für ein solches Konzept nennt die CDU das Projekt „Waste Watchers“ der Stadt Hagen, das es in ähnlicher Form mittlerweile auch in anderen Städten gibt. 

Zum Hintergrund: Der Rat der Stadt Hagen hatte im Dezember 2018 beschlossen, ein Pilotprojekt zu starten. In acht Zweierteams ist seit April 2019 die „Müllpolizei“ für zunächst zwei Jahre täglich in Hagen unterwegs und ahndet kleine und große Müllvergehen.

Verwarngelder können sofort verhängt werden

Da jeweils ein Mitarbeiter des Umweltamtes und ein Mitarbeiter der dortigen Entsorgungsbetriebe zusammen unterwegs sind, können Verwarngelder sofort verhängt werden. Wurden die Müllsünder nicht auf frischer Tat erwischt, begeben sich die „Waste Watchers“ auf Spurensuche. 

Laut Aussage der dortigen Stadtverwaltung wurden bereits in den ersten Wochen mehrere Tausend Euro Bußgeld verhängt.

Kontakt zu anderen Verwaltungen aufnehmen 

Um das Modell nach Herten zu übertragen, solle die Hertener Verwaltung nun laut des CDU-Antrags Kontakt mit Verwaltungen anderer Kommunen aufnehmen, um dort nach den Erfahrungen zu fragen und von diesen gegebenenfalls zu profitieren. 

Die CDU betont, dass neben der Umweltverschmutzung – Schadstoffe könnten zu Beispiel in den Boden sickern – auch hohe Kosten bei der notwendigen Müllbeseitigung für die Allgemeinheit entstehen, da die Verursacher nur selten ausfindig gemacht werden können.

Müll am Wertstoffhof in Herten abgeben

Wer den Infektionsschutz berücksichtigt, kann derzeit trotz Corona-Krise kostenfreie Abfälle am Wertstoffhof des Zentralen Betriebshofs Herten (ZBH) abgeben. Hierzu zählen Grünabfälle, Möbel oder Möbelteile, Matratzen, Altpapier und Inhalte der Wertstofftonne. Zurzeit gelten die normalen Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr und am Samstag von 8 bis 14 Uhr.

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