Svenja Wiesmann hat den Online-Service des Toom-Baumarkts auf dem Distelner Zechengelände genutzt und Tapeten sowie Farbe abgeholt.
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Svenja Wiesmann hat den Online-Service des Baumarkts auf dem Distelner Zechengelände genutzt und Tapeten sowie Farbe abgeholt.

Im Internet bestellen ist möglich

Die Ware wartet an der Abholstation - am Baumarkt ist trotz Lockdown einiges los

  • Daniel Maiß
    vonDaniel Maiß
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„Click and Collect“ wird viel vom Handel genutzt, auch von Baumärkten. Für Gewerbetreibende sind sie ohnehin geöffnet.

Obwohl Baumärkte seit dem 16. Dezember 2020 aufgrund der aktuellen Corona-Regelungen eigentlich geschlossen sind, bilden sich in Disteln vor dem „Toom“ auf dem Zechengelände in Disteln regelmäßig solide Warteschlangen. Das liegt daran, dass das Land NRW die komplette Schließung direkt wieder kippte und Handwerkern sowie Gewerbetreibenden den Einkauf im Markt weiterhin gewährte. Das Bestellen im Internet und die anschließende Abholung blieben ebenso erlaubt.

Jan Pass zum Beispiel nutzt den Online-Service schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage. „Erst habe ich Farbe gekauft und hier abgeholt“, erklärt der Recklinghäuser, „aber das mit dem Streichen der Wand hat nicht so richtig funktioniert. Daher hole ich jetzt Kleister und Tapete.“ Beides hält er nur wenige Minuten später bereits in Händen. „Letztes Mal war ich abends hier. Da musste ich fast eine Viertestunde warten. Ich glaube, dass viele Handwerker erst nach Feierabend einkaufen.“ Aber eben nicht alle:„Fliesenlegerfachbetrieb“ steht in großen Lettern auf der Seite eines Wagens. Der Fahrer zeigt einer „Toom“-Mitarbeiterin seinen Gewerbeschein, verschwindet im Markt und kehrt wenige Minuten später mit einer ordentlichen Ladung Fliesenkleber zurück.

Wer es ohne Gewerbeschein versucht, muss draußen bleiben

In der Zwischenzeit ist Svenja Wiesmann an der Reihe. Die 24-Jährige aus Disteln hat ebenfalls online eingekauft. Als Privatperson darf sie genauso wie Jan Pass den Markt nicht betreten. Eine Mitarbeiterin kontrolliert den Personalausweis der Distelnerin und verschwindet in den Tiefen des Markts. Svenja Wiesmann wartet derweil an der „Abholstation“ vor dem Eingang auf ihre vorher im Internet bestellte Ware. Kurz darauf nimmt sie mehrere Eimer Farbe und Tapetenrollen entgegen. Die Wohnung ihres Freundes soll einen neuen Anstrich bekommen. „Das ist ein toller Service“, findet die junge Distelnerin. Dass es Privatpersonen untersagt ist, im Markt einzukaufen, findet sie gut. „Momentan müssen alle Kontakte wegen Corona minimiert werden.“

Wenige Meter entfernt spielt sich unterdessen eine Szene ab, die ein wenig an frühere Disco-Besuche erinnert. Zwei Männer steuern wie selbstverständlich mit ihrem Einkaufswagen auf den Eingang zu. Dort wartet aber bereits der „Türsteher“ in Person einer Baumarkt-Mitarbeiterin. „Haben Sie einen Gewerbeschein?“, fragt die junge Frau. Die beiden Männer sehen sich verständnislos an und schütteln den Kopf. „Nein? Dann kommen Sie hier auch nicht rein“, erklärt die Mitarbeiterin freundlich und das Duo zieht ein wenig frustriert von dannen.

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