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Matthias Müller, Geschäftsführer des Hertener Caritasverbandes und unabhängiger Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl 2020.

Kandidatur angekündigt

Dieser Mann will 2020 den Hertener Bürgermeister Fred Toplak ablösen - mit Video-Interview

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Im Herbst 2020 ist Bürgermeisterwahl. Ein bekannter Hertener will Amtsinhaber Fred Toplak ablösen. Wer ist dieser Mann, der nicht von einer Partei ins Rennen geschickt wird?

Ein Jahr vor der nächsten Kommunalwahl deutet sich an, dass zwei Männer den Wettstreit um das Amt des Bürgermeisters unter sich ausmachen werden. Amtsinhaber Fred Toplak (60), Gründer der heute in Marl ansässigen Werbeagentur Toplak, hat bereits angekündigt, wieder kandidieren zu wollen. 2016 als Einzelkämpfer gestartet, hat er mit seiner TOP-Partei inzwischen auch personelle Rückendeckung.

Am Freitagabend (16.08.) hat nun ein bekannter Hertener angekündigt, im Herbst 2020 gegen Fred Toplak antreten zu wollen. Matthias Müller (61), seit 30 Jahren Geschäftsführer des Hertener Caritasverbandes mit mehr als 500 Mitarbeitern, will im Herbst 2020 Fred Toplak als Bürgermeister ablösen. Müller tritt, wie er betont, als unabhängiger Kandidat an.

Gespräche von SPD und CDU moderiert

Müller hatte vor einigen Monaten Gespräche von SPD und CDU moderiert, bei denen die beiden Parteien gemeinsame politische Ziele, aber auch Unterschiede herausgearbeitet hatten. Während dieses Verfahrens verstärkte sich bei Matthias Müller das Interesse daran, selbst an hoher Stelle in Politik und Stadtverwaltung aktiv zu werden.

Will als unabhängiger Kandidat ins Rennen gehen

Müller betont jedoch, als unabhängiger Kandidat ins Rennen zu gehen. Er wolle kein gemeinsamer Kandidat von SPD und CDU sein. Vielmehr wolle er sich, getragen von möglichst vielen Parteien und vielen Bürgern, für Herten engagieren und dabei eigene politische Spielräume haben. Doch als "Unabhängiger" muss er erst einmal in der Bevölkerung Unterstützungsunterschriften sammeln, um überhaupt zugelassen zu werden. 

Tatsächlich ist Müller politisch schwer zu verorten. Er ist seit rund 20 Jahren CDU-Mitglied, war jedoch nie in der Partei aktiv und lässt die Mitgliedschaft jetzt formal ruhen. Zugleich saß Müller mehrere Jahre lang auf Vorschlag der SPD als Sachkundiger Bürger im Sozialausschuss des Hertener Rates.

"Luft nach oben" bei Kommunikation und Koordination

"Gemeinsam das Beste für Herten" - so lautet Müllers Motto als Kandidat. Als Bürgermeister wolle er möglichst viele Akteure ins Boot holen: Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Initiativen, Unternehmen, Ehrenamtliche... Müller: "Der nächste Hertener Rat wird anders aussehen, es wird keine klaren Mehrheiten mehr geben. Für jedes Thema wird man neue Kompromisse finden und Mehrheiten organisieren müssen. Für den Bürgermeister bedeutet das: mehr Kommunikation, mehr Koordination, mehr Führung. Da ist aus meiner Sicht Luft nach oben. Auch deshalb trete ich an."

Matthias Müller stammt aus einem Dorf in der Eifel, zog 1982 nach Herten, wurde 1989 Caritas-Geschäftsführer. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Vielen Hertenern ist er als Initiator und Vordenker des Stadtkabaretts "Jetz ma ehrlich" bekannt.

Bürgermeister Fred Toplak hat ausführlich Stellung genommen zu Matthias Müllers Kandidatur.

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