Das Vereinsheim der DTSG Herten.
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Das Vereinsheim der DTSG Herten.

Im Katzenbusch

Hertener Vereinsheim verschandelt - Belohnung für Ergreifung der Täter ausgelobt

  • Carola Wagner
    vonCarola Wagner
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  • Anna Lisa Oehlmann
    Anna Lisa Oehlmann
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Mit Vorurteilen und Rassismus haben die Sportler der DTSG Herten zu kämpfen. Sie wollen die Diskriminierung nicht mehr stillschweigend hinnehmen.

  • Sticker und Graffiti mit rassistischen Parolen sind im Katzenbusch in Herten aufgetaucht. 
  • Betroffen ist auch das Vereinsheim der Deutsch Türkischen Sportgemeinschaft
  • Der Verein hat Anzeige erstattet.

Sprüche, die Hass gegen Zugewanderte ausdrücken und rechtsradikale Äußerungen enthalten, sind vermehrt im Katzenbusch aufgetaucht. Auch das Vereinsheim der Deutsch Türkischen Sportgemeinschaft (DTSG) Herten war betroffen. Mal ist der sportliche Leiter Suat Akyüz traurig, mal wütend über das Verhalten. 

Sportler in Herten kämpfen gegen Vorurteile und Rassismus

Akyüz spricht aus, was wohl die meisten der Spieler beschäftigt: „Ich bin es leid, ständig mit Vorurteilen und Rassismus konfrontiert zu werden.“ 

Solche rassistischen Sticker und Parolen sind nicht nur im Katzenbusch aufgetaucht. Regelmäßig entfernen sie die Mitglieder des Bündnisses "Herten ist bunt" zum Beispiel auch vor einer Schule in Herten-Süd. Auch an der Allee des Wandels hat der Regionalverband Ruhr (RVR) erst kürzlich 15.000 Euro in das Eliminieren von Graffiti und Stickern mit rassistischem Inhalt investiert. Mittlerweile sind schon wieder neue Sticker aufgetaucht. Auch an anderen Stellen im Stadtgebiet hat es rechtsradikale Graffiti gegeben.

Hertener Verein erstattet Anzeige bei der Polizei

Der Verein hat bei der Polizei Anzeige erstattet. Wer den oder die Täter ergreift, dem winken 500 Euro von der DTSG, die eine Belohnung ausgesetzt hat. Ihre Mission: Rassisten in Herten keine Plattform geben. 

Rassistische Sticker und Parolen sind im Katzenbusch in Herten aufgetaucht.

Diskriminierung bisher stillschweigend hingenommen

Schon länger gebe es Schikanen. Zum Beispiel von Schiedsrichtern, die fordern, dass auf dem Platz Deutsch gesprochen werde. Der Verein erhalte auch Mails mit Texten, die klar sagen: "Verschwindet aus Deutschland", berichtet der sportliche Leiter. Nun wollen die Vereinsmitglieder diese nicht mehr stillschweigend hinnehmen. 

Integration in Herten

„Unsere Leute stehen voll im Leben, haben alle eine Arbeit und sind zu 95 Prozent in Deutschland geboren“, sagt Suat Akyüz. Er weiß um die Existenz von Parallelgesellschaften, sagt aber auch: jedermann sei eingeladen, zu sehen, wie tolerant und weltoffen es bei der DTSG zugehe. 

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