Ein Polizist kontrolliert ein Fahrrad in Datteln auf Verkehrssicherheit. Dem Radfahrer droht ein Bußgeld.
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Wer betrunken mit dem Fahrrad fährt, kann von der Polizei angehalten werden, auch wenn nichts passiert ist.

Hertener verunglückt

Fahrradfahrer verletzt sich bei Sturz schwer - Alkohol im Spiel

  • Ingrid Wolff
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  • Carola Wagner
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Ein alkoholisierter Fahrradfahrer hat sich bei einem Sturz schwer verletzt. Auch wenn kein Sachschaden entstand: Betrunken Radfahren ist kein Kavaliersdelikt.

Eine Fahrradfahrt mit Folgen: Am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr war ein 52-jähriger Hertener mit seinem Rad auf der Wilhelmstraße unterwegs. Dort stürzte er und zog sich schwere Verletzungen zu. Die Polizeibeamten vor Ort stellten nach ersten Ermittlungen fest, dass der Mann Alkohol getrunken hatte. Aufgrund seiner schweren Verletzungen musste der 52-Jährige in ein Krankenhaus gebracht werden. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Sachschaden entstand bei dem Sturz nicht.

Betrunken mit dem Fahrrad zu fahren ist kein Kavaliersdelikt. Dennoch, so Polizeisprecherin Ramona Hörst, glauben viele, wenn sie nach einer Feier das Auto stehen lassen und das Rad nehmen, sei alles gut. Ein fataler Irrtum. Denn nicht nur, wenn etwas passiert, wie im Fall des 52-Jährigen, droht dem betrunkenen Radler ein Verfahren. „Wenn die Kollegen nachts einen Radfahrer sehen, der mit weiten Schwenks und unsicher auf der Straße unterwegs ist, dann halten sie ihn an, auch wenn nichts passiert ist. Und das ist gar nicht so selten“, sagt Hörst.

Betrunkene Fahrer gefährden sich und andere

Wer sich alkoholisiert aufs Rad schwingt, der gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Ein betrunkener Radler, der plötzlich und ohne ersichtlichen Grund vom Radweg auf die Straße fährt, zwingt einen Autofahrer zum Ausweichen, und das kann vor einem Baum oder einer Mauer mit Verletzten enden. „Das sind Bilder, die der Radfahrer, der ja der Unfallverursacher ist, nie mehr vergisst“, weiß Ramona Hörst.

Aber auch der Radler selbst ist gefährdet. „Wer getrunken hat, verliert die Kontrolle, kann sich bei einem Sturz nicht mehr auf seine Reflexe verlassen, und stürzt dementsprechend schwer“, so die Polizeisprecherin. Ihr Rat an alle, die etwas getrunken haben: Immer ein Taxi nehmen!

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