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Ein Mann wurde jetzt beim Besuch m Gefängnis festgenommen.

Nach Spielhallen-Raubüberfall

Kuriose Festnahme: Mann wird bei Besuch im Gefängnis direkt einkassiert

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Kurios, was jetzt bei einem Gerichtsprozess wegen eines Spielhallen-Überfalls in Herten ans Tageslicht kam: Einer der Täter wurde unlängst festgenommen - als er zu Besuch im Gefängnis war.

  • Ein 38-jähriger Mann steht momentan wegen eines Überfalls auf eine Spielhalle in Herten vor Gericht.
  • Bisher galt sein Komplize als flüchtig.
  • Zum Prozessauftakt in Bochum sagte der 38-Jährige aber aus, dass seit Mit-Täter unlängst festgenommen wurde - im Gefängnis.

Da konnten sich die Richter ein Lächeln nicht verkneifen: Im Prozess um einen Überfall auf eine Spielhalle in Herten ist jetzt eine der wohl kuriosesten Festnahmen des Jahres bekanntgeworden. 

Angeklagt ist ein 38-jähriger Mann, der im Oktober 2019 eine Spielhalle an der Langenbochumer Straße in Herten überfallen haben soll. Während er selbst schnell gefasst wurde, war sein mutmaßlicher Komplize erst mal untergetaucht.

Überfall in Herten: Komplize sitzt längst in U-Haft

Als der Prozess am Bochumer Landgericht angefangen hat, waren auch die Richter davon ausgegangen, dass der Mann noch immer auf der Flucht ist. 

Doch dem ist nicht so: Nach Angaben des Angeklagten soll er sich inzwischen ebenfalls in U-Haft befinden.

Angeklagten im Gefängnis besucht 

Und das kam so: Der mutmaßliche Komplize soll auf die Idee gekommen sein, den Angeklagten im Gefängnis zu besuchen. Er muss offenbar geglaubt haben, dass sein Name noch nicht bekannt ist. 

Doch weit gefehlt: Kaum war er im Gefängnis aufgetaucht, konnte er gleich da bleiben. Er wartet nun auf seinen eigenen Prozess.

Kassiererin in Herten mit Revolver bedroht

Der Überfall passierte am 3. Oktober 2019 nachts gegen 0.20 Uhr. Während der 38-Jährige den Eingang gesichert haben soll, soll sein jüngerer Komplize die Spielhalle betreten haben. 

Laut Anklage bedrohte er die Kassiererin mit einem Revolver. „Gib’ Geld her! Kein Kleingeld – oder ich schieße.“ So oder ähnlich soll er sich damals ausgedrückt haben.

Beute ist mit 222 Euro überschaubar

Die Beute war allerdings eher überschaubar. Die Staatsanwaltschaft geht von 222 Euro aus. 

Als Geräusche einer weiteren Person zu hören waren, sollen die beiden Täter geflüchtet sein. Die Waffe war später in Tatortnähe gefunden worden, ebenso wie ein Schal, der offenbar zur Vermummung gedient hat.

Fünf Verhandlungstage vorgesehen

Zum Prozessauftakt hat sich der 38-Jährige noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.  Insgesamt haben die Richter noch fünf Verhandlungstage bis Mitte Mai vorgesehen.

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