René Osterhage schaut mit seiner Firma „Westfälisches Feuerwerk“ in eine ungewisse Zukunft.
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René Osterhage schaut mit seiner Firma „Westfälisches Feuerwerk“ in eine ungewisse Zukunft.

Hoffnung auf stattliche Hilfe

Firma „Westfälisches Feuerwerk“ droht Insolvenz

  • Sebastian Schneider
    vonSebastian Schneider
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Vor ein paar Wochen sah es noch so aus, als könnte Pyrotechniker René Osterhage mit seiner Firma „Westfälisches Feuerwerk“ die mageren Monate überbrücken. Jetzt ist wieder alles in der Schwebe.

Am Mittwoch hatte Osterhage einen Termin mit einem Steuerberater und einem Insolvenzberater. „Ich habe danach beschlossen, dass wir noch abwarten“, sagt er. „Es sind Hilfen angekündigt worden, und wir müssen sehen, ob und wie viel bei uns ankommt.“

Vor ein paar Wochen konnte René Osterhage noch Licht am Ende eines sehr langen dunklen Tunnels ausmachen. Ende November hieß es, Feuerwerk zu Silvester werde nicht verboten. Am vergangenen Wochenende gab‘s die Kehrtwende mit dem „harten Lockdown“ inklusive Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper.

„Wir sind unheimlich frustriert“, sagt Osterhage. Schließlich war das Jahr 2020 auch ohne das Verkaufsverbot schon hart genug: Einige Veranstalter, die Stammkunden bei „Westfälisches Feuerwerk“ waren, hatten Osterhage schon im Voraus abgesagt – aus Furcht vor Kritik wegen der Umweltbelastung durch ein Feuerwerk. Und dann legte Corona die gesamte Veranstaltungsbranche auf Eis. Unter diesen Voraussetzungen waren die Einnahmen aus dem traditionellen Feuerwerksverkauf an den drei Werktagen vor dem Jahreswechsel zur Überbrückung der alljährlichen Flaute in der Branche eingeplant: „Wir wollten das Geld nutzen, um über die Monate Januar bis März zu kommen, da feiert niemand“, so Osterhage.

Verkaufsverbot ist ein großer Schock

Nun fallen also auch diese Einnahmen weg. „Das war ein großer Schock, nachdem wir vor ein paar Wochen noch das Go bekommen hatten.“ Seine Firma „Westfälisches Feuerwerk“ hatte schon Material geordert. „Jetzt habe ich hier 28 Paletten mit Feuerwerk stehen und muss mit dem Lieferanten verhandeln, ob er sie zurücknimmt, denn ich kann sie nicht bezahlen“, sagt René Osterhage. „Wir hängen völlig in der Luft.“

Wenn wenigstens eine Perspektive da wäre, sähe es vielleicht ein wenig anders aus. Aber bis April findet ohnehin nichts statt. „Und wir gehen davon aus, dass auch bis zum Sommer alles abgesagt wird“, sagt der Pyrotechniker.

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