Mehr Verstöße im Naturschutzgebiet

Freilaufende Hunde im Schlosswald - Förster kassiert jetzt Bußgelder

  • Anna Lisa Oehlmann
    vonAnna Lisa Oehlmann
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Hunde sind nicht angeleint, Menschen verlassen die regulären Wege und hinterlassen Müll. Immer mehr Menschen ignorieren die Regeln im Naturschutzgebiet.

Immer wieder hören die Ranger des Regionalverbandes Ruhr (RVR) Ausreden, warum Passanten im Schlosswald in Herten oder in einem der anderen Naturschutzgebiete ihre Hunde nicht an der Leine führen. Die Fälle, in denen sich Passanten uneinsichtig zeigen, wenn sie angesprochen werden, werden mehr.

Naturschutzgebiete sind durch ein Schild mit einem grünen Dreieck, in dem der Schriftzug „Naturschutzgebiet“ zu lesen ist, gekennzeichnet. Die geltenden Regeln sind auf einem extra-Schild darunter vermerkt.

Hunde müssen in Hertener Naturschutzgebieten an die Leine sonst droht ein Bußgeld

Ursprünglich hatten die Wächter der Natur unangeleinte Hunde toleriert, sofern sie gut gehört haben und die Wege nicht verließen. Aber weil das in Herten zunehmend nicht geklappt hat, drücken die Ranger, der Förster, Ordnungsamt und Polizei kein Auge mehr zu. Wer sich weigert, sein Tier anzuleinen oder wiederholt die Wege verlässt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 35 bis 55 Euro rechnen - oder sogar mit einer Anzeige.

Die Ranger haben die Befugnisse, Personalien aufzunehmen. Sie können sich auch ausweisen. Sollten sich Passanten dennoch weigern, können sie die Polizei zur Hilfe hinzuziehen.

Regeln in Naturschutzgebieten

Keine Wege zu verlassen

Hunde müssen an der Leine geführt werden.

Es ist auch nicht erlaubt, Tiere zu fangen oder zu beunruhigen.

Pflanzen dürfen nicht gepflückt oder beschädigt werden.

Lagern, Zelten und Feuer machen sind untersagt.

In einem Naturschutzgebiet darf weder gefahren noch geritten werden.

Abfälle müssen mitgenommen werden.

Die Ranger wollen weder alle Hundebesitzer in einen Topf werfen, noch diejenigen verärgern, die sich an die Regeln halten. Sie sorgen sich nur um die Flora und Fauna.

Rehe sind beispielsweise Fluchttiere. Sind sie schwanger - wie zahlreiche Ricken derzeit - oder extrem gestresst durch Menschen, die die Wege verlassen oder Hunde, können sie zu Tode gehetzt werden. Davon berichtete der RVR-Revierförster erst im Februar.

Auch Jogger sollten nicht im Dunkeln mit einer hellen Stirnlampe durch den Wald laufen, denn auch das schreckt die Tiere unnötig auf.

Rubriklistenbild: © Anna Lisa Oehlmann

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