Eine illegale Party mit neun Gäste löste die Polizei in einem Dortmunder Hotelzimmer auf.
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Eine Party in Herten geriet völlig außer Kontrolle.

Viel Alkohol im Spiel

Geburtstagsparty gerät völlig außer Kontrolle - Gast kann nichts mehr sehen

  • Jörn Hartwich
    vonJörn Hartwich
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In Herten-Süd geriet eine Geburtstagsfeier völlig aus den Fugen. Erst wurde Pfefferspray gezückt, dann verlor einer der Gäste fast sein Augenlicht.

Was war das denn für eine Geburtstagsfeier? Erst kam Pfefferspray zum Einsatz, dann gezückt, dann konnte ein Gast nichts mehr sehen und am Ende kann sich kaum einer erinnern, was überhaupt passiert war. Kein leichter Fall also, der am Montag (15.3.) in Recklinghausen vor Gericht verhandelt wurde.

Es war der 8. Februar 2020, als ein junger Mann aus Herten-Süd seine Freunde eingeladen hatte. Es war sein 25. Geburtstag, und der sollte vor allem begossen werden. Und genau so ist es dann auch gekommen.

Schlag aufs Auge, Blut fließt

„Wir saßen im Keller und haben gepokert“, erinnerte sich der Gastgeber im Prozess. Und getrunken wurde natürlich auch, und zwar in Mengen. „Wenn man bei mir einen Alkoholtest gemacht hätte, wäre das Gerät bestimmt bis oben ausgeschlagen.“ Selbst seine Freundin will sich an nichts mehr erinnern können. „Ich habe nichts mehr im Kopf, was irgendwie Sinn ergibt“, sagte sie der Richterin.

Im Prinzip wäre das ja auch alles egal, wäre in jener Nacht nicht einer der Partygäste schwer verletzt worden. Der Mann aus Herten hatte angeblich ohne ersichtlichen Grund einen so festen Schlag aufs Auge bekommen, dass sofort Blut floss. In der Anklage ist sogar die Rede davon, dass er dauerhaft 20 Prozent seiner Sehkraft verloren habe. Das hat sich aber wohl zum Glück nicht bewahrheitet.

Weitere Zeugin Anfang April

Der Täter soll ein 33-jähriger Hertener gewesen sein. Er selbst will sich dazu im Prozess jedoch nicht äußern. Und die Zeugen? Neben dem Opfer gibt es noch zwei, die den Schlag gesehen haben wollen. Einer davon hat aber auch eine Verteidigungs-Variante ins Spiel gebracht. Weil der Fall nur schwer aufzuklären ist, hat das Gericht bereits den Vorschlag unterbreitet, den Prozess einzustellen. Das ist jedoch abgelehnt worden.

Die Hoffnung des Opfers ruht nun auf einer weiteren Zeugin, die Anfang April zur Vernehmung geladen werden soll. Auch sie soll angeblich dabeigestanden haben, als die Situation eskaliert ist. Der Prozess wird fortgesetzt.

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