Das Verbotsschild an der Einfahrt zum Zechengelände Schlägel & Eisen in Herten wurde von Unbekannten abmontiert.
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Das Verbotsschild an der Einfahrt zum Zechengelände Schlägel & Eisen in Herten wurde von Unbekannten abmontiert.

Zechengelände in Herten

Gestohlenes Verbotsschild auf Schlägel & Eisen: Das sagt die Stadt dazu

  • Carola Wagner
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Im Kampf gegen Raser wurde an der Zufahrt zum Zechengelände Schlägel & Eisen in Langenbochum ein Verbotsschild aufgestellt, das dann von Unbekannnten abmontiert und gestohlen wurde. Jetzt hat die Stadt Herten reagiert.

Update 8. März: Vor allem in den sozialen Netzwerken werden die Maßnahmen, die die Stadt Herten gegen Autorennen und nächtliche Gelage auf dem Gelände der Zeche Schlägel & Eisen in Langenbochum eingeführt hat, weiterhin zum Teil heiß diskutiert.

In der Nacht zu Sonntag (7.3.) war ein neues Verkehrsschild an der Zufahrt abmontiert und gestohlen worden, das dort erst wenige Stunden zuvor platziert worden war. Es besagt, dass Kraftfahrzeuge das Gelände zwischen 21 Uhr und 5 Uhr nicht befahren dürfen.

Die Stadt Herten teilt auf Anfrage von 24vest mit, dass der Zentrale Betriebshof Herten (ZBH) nun ein neues Schild installieren wird. Der Sinn der Zufahrtssperre sei es, Raser und Störenfriede fernzuhalten. Wer allerdings einen triftigen Grund hat, sich mit seinem Fahrzeug dort nach 21 Uhr aufzuhalten, darf das weiterhin, heißt es weiter von der Stadt.

Das beteffe Mitarbeiter und Zugehörige der ansässigen Unternehmen oder – sobald die Pandemie-Regeln es wieder zulassen – auch Besucher der Schwarzkaue oder der Sportstudios sowie auch zum Beispiel Nutzer der E-Ladesäulen auf dem Gelände.

Hinweise zu dem abmontierten Schild und den Tätern nimmt die Polizei weiterhin unter Tel. 08 00/2 36 11 11 entgegen.

Update 7. März: Als eine Sofortmaßnahme gegen Autorennen und nächtliche Gelage auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Schlägel & Eisen in Langenbochum hatte die Stadt Herten zum Wochenende (6. und 7. März) ein Verbots-Schild an der Einfahrt anbringen lassen.

Das Schild besagte, dass es Kraftfahrzeugen verboten sei, das Gelände zwischen 21 Uhr und 5 Uhr zu befahren (siehe Foto unten). Am Sonntagvormittag (7.3.) wurde dann aber entdeckt, dass Unbekannte das Verbotsschild abmontiert hatten.

Mit diesem Verbots-Schild möchte die Stadt Herten nächtliche Rennen auf dem Zechengelände Schlägel & Eisen verhindern.

Ebenfalls am Sonntag erhielt auch die Polizei Kenntnis von der Straftat und hat bereits die Ermittlungen aufgenommen. Aus der Leitstelle erfuhr 24vest.de, dass Streifenbeamte noch am Samstagabend (6.3.) vor Ort waren und das Verbot kontrolliert hatten. Dementsprechend geht man bei der Polizei davon aus, dass sich die Tat am sehr späten Samstagabend oder in der Nacht zu Sonntag ereignet hat.

Hinweise zu dem abmontierten Schild und den Tätern nimmt die Polizei unter Tel. 08 00/2 36 11 11 entgegen.

Derweil hat sich der überparteilische „Arbeitskreis Schlägel und Eisen“ zu den Maßnahmen der Stadt Herten in einer Stellungnahme geäußert, die die Hertener Allgemeine Zeitung in ihrer Printausgabe am Montag (8.3.) sowie im ePaper im Wortlaut abdruckt.

Unsere bisherige Berichterstattung:

Wenn die Dunkelheit hereinbricht, spielen sich unter den Fördertürmen auf Schlägel & Eisen in Herten-Langenbochum die immer gleichen Szenen ab: Autos liefern sich Rennen oder driften mit qualmenden Reifen über den Asphalt. Chaoten zerstören Bäume, Bänke und was sonst nicht niet- und nagelfest ist. Cliquen hinterlassen nach ihren Treffen Berge von Müll.

Damit das endlich aufhört, startet die Verwaltung der Stadt Herten nun eine Testphase bis Oktober, in der verschiedene Maßnahmen erprobt werden. So soll es Kraftfahrzeugen künftig verboten sein, das Gelände zwischen 21 Uhr und 5 Uhr zu befahren. Mit der Installation des entsprechenden Verbotsschilds am Eingang des Areals soll es für die störende Raserszene unattraktiv werden.

Die Polizei kontrolliert und ahndet Verstöße gegen das Verbot. Zum Herbst wird dann ein Resümee gezogen, ob die Regelung die gewünschte Wirkung zeigt.

Besucher und Sport-Treibende dürfen weiter unterwegs sein

Doch was ist mit den Menschen, die auf dem Gelände arbeiten, in der dort ansässigen „Schwarzkaue“ eine Veranstaltung besuchen, oder sich im Yogastudio TiMana oder der Kraftkaue fit halten? Sobald entsprechende Lockerungen der Corona-Auflagen greifen, werden solche Besucher auch nach 21 Uhr mit dem Auto auf dem Gelände unterwegs sein.

„In der Testphase sind für die Gewerbetreibenden und deren Mitarbeitende keine Ausnahmegenehmigungen erforderlich“, betont Stadtsprecherin Calina Herzog. Das gelte ebenso für Besucher kultureller Veranstaltungen oder der Sportstudios. Wer von der Polizei angehalten werde und plausibel machen könne, dass er vor Ort zu tun hat, müsse keine Strafe befürchten.

Fräskanten werden durch Bodenwellen ersetzt

Zusätzlich werden die Fräskanten, die im Juni 2018 in den Asphalt geschnitten wurden, durch Bodenschwellen ersetzt. Denn laut Marc Bouten, Leiter des Ordnungsamtes, brachten die Fräskanten nicht den erhofften Erfolg. Sie wurden einfach mit Vollgas überfahren. Das ist bei Bodenschwellen nicht möglich. Für Lastwagen sind sie angeblich unproblematisch.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) kontrolliere aktuell in jeder Schicht, auch in den Abendstunden und am Wochenende, in der Regel ein- bis zweimal zu unterschiedlichen Zeiten die Situation auf dem Gelände. Das wird er auch in Zukunft und insbesondere in den Abendstunden beibehalten, um Gruppen, die sich dort in den späteren Nachmittags- und Abendstunden aufhalten, im Auge zu behalten.

Mehr Abfallbehälter an stark vermüllten Stellen

Aktuell reinigt der Zentrale Betriebshof die öffentlichen Flächen möglichst zweimal pro Woche. Dabei wurden einige besonders vermüllte Stellen ausgemacht. Dort werden im Laufe der nächsten Wochen zusätzliche Abfallbehälter aufgestellt.

Janine Feldmann, Erste Beigeordnete und Stadtbaurätin stellt klar: „Wir erhoffen uns von diesen Maßnahmen, dass das Gewerbegebiet Schlägel & Eisen weiterhin ein attraktiver Standort für Betriebe und Aufenthaltsort für die Menschen in der Stadt sein wird.“

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