Nico Weichhaus aus Herten bei der Stammzellen-Entnahme in Köln.
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Nico Weichhaus aus Herten bei der Stammzellen-Entnahme in Köln.

Helfer in der Not

Hertener spendete Stammzellen und hofft, damit einer Frau das Leben zu retten

  • Daniel Maiß
    vonDaniel Maiß
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Nico Weichhaus ist Sanitäter bei der Bundeswehr, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Herten und hat jetzt Stammzellen gespendet.

Vor fast genau sechs Jahren ließ sich Nico Weichhaus als Stammzellenspender registrieren. Mitte November erhielt der 26-Jährige aus Herten Post von der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei), zwei Telefonate später war er bereits der Einzige, dessen Stammzellen noch infrage kommen würden, einer an Blutkrebs (Leukämie) erkrankten Frau helfen zu können.

Da es der Frau aber nicht gut ging, musste es nun schnell gehen. Anfang Dezember fuhr Nico Weichhaus zum ersten Mal nach Köln ins Entnahmezentrum zum Vorgespräch. Am Mittwoch (9.12..) wurden ihm bereits Stammzellen entnommen. Jetzt beginnt auch für ihn das Warten, ob seine Zellen der Frau helfen.

Nico Weichhaus aus Herten hat seit sechs Jahren einen Stammzellen-Spenderausweis der DKMS.

Apropos helfen: Das liegt in der Natur des 26-Jährigen: Nico Weichhaus ist stellvertretender Leiter der Jugendfeuerwehr des Löschzugs Herten und hauptberuflich bei der Bundeswehr im Sanitätsdienst.

„Ich würde es jederzeit wieder machen“

Die Entnahme in einer Klinik in Köln verlief reibungslos. Nach gut zwei Stunden waren bereits ausreichend Stammzellen gewonnen. Laut DKMS kann eine solche Entnahme sonst auch mal zwischen vier und acht Stunden dauern und an zwei aufeinanderfolgenden Tagen erfolgen. „Aber auch das hätte mir nichts ausgemacht“, betont Nico Weichhaus.

Und wie erging es ihm nach der Entnahme? Die Kopfschmerzen, die das in den Tagen vor der Entnahme verabreichte Medikament zur Stimulierung der Stammzellen-Produktion bei dem 26-Jährigen aus Herten ausgelöst hatten, klangen nach einem Tag bereits wieder ab. Danach ging es Nico Weichhaus genauso wie vor der Einnahme des Medikaments. „Ich würde es jederzeit wieder machen. Es ist so wichtig, dass sich noch viel mehr Menschen bei der DKMS registrieren lassen“, wirbt Nico Weichhaus um weitere Spender.

Von der Frau, für die er die Stammzellen gespendet hat, weiß der Hertener nicht viel. Außer, dass sie im Ausland lebt. „Daher wird es wohl länger dauern, bis ich Infos zu ihrem Zustand bekomme“, sagt der Bundeswehrsoldat.

Wie es Nico Weichhaus vor der Entnahme erging, wer ihm zur Seite stand und wer ihm - aus Erfahrung - viele Fragen beantworten konnte sowie weitere Infos zur DKMS gibt es in der Samstagsausgabe (12.12.) der Hertener Allgemeinen Zeitung und im ePaper.

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