Ein Teil der Achtenbeck-Schüler wird nun nicht mehr mit dem Taxibus nach Hause gebracht. Sie müssen abgeholt werden oder den Bus nehmen.
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Ein Teil der Achtenbeck-Schüler wird nun nicht mehr mit dem Taxibus nach Hause gebracht. Sie müssen abgeholt werden oder den Bus nehmen.

Schüler-Transport

Hertener Eltern sind sauer - Wie soll ihr Kind nun nach der Schule nach Hause kommen?

  • Anna Lisa Oehlmann
    vonAnna Lisa Oehlmann
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Der Taxibus, der die Grundschüler der Achtenbeckschule nach Hause gebracht hat, ist eingestellt worden. Das hat laut Stadtverwaltung mehrere Gründe.

Für berufstätige Eltern ist es ein Horror: Sie hatten sich eigentlich darauf verlassen, dass ihre Kinder nach der Schule direkt nach Hause gebracht werden, nun müssen sie sehen, wie die Grundschüler in Herten allein nach Hause kommen. Denn der Taxibus, der die Kinder nach ihrem Unterricht an der Achtenbeck-Förderschule direkt nach Hause gebracht hat, ist eingestellt worden.

Hertener Eltern sagen: „Sparen ist ja gut und schön, aber nicht an unseren Kindern“

Nun müssen die Eltern ihre Kinder von der Schule abholen oder mit dem Bus schicken, was nicht jedem Kind möglich ist. Die Eltern von Drittklässlern sagen: „Unsere Kinder gehen nicht umsonst auf eine Förderschule.“ Vielen Kindern fiele es schwer, sich zu konzentrieren und mit mehreren Bussen inklusive Umsteigen, sei eine zu große Herausforderung für sie. Darum fordern die Eltern aus Herten den Taxibus zurück. Ihre Botschaft ist klar: „Sparen ist ja gut und schön, aber nicht an unseren Kindern!“

Beförderung von Schülern mit dem Taxibus zur Achtenbeckschule Herten ist freiwillige Leistung

Die Hertener Stadtverwaltung stellt klar, dass es sich bei dem eingesetzten Taxibus um eine freiwillige Leistung der Stadt gehandelt habe, die es in den anderen Kreis-Städten in diesem Umfang nicht gegeben hätte. Die erheblichen Kosten (rund 211.500 Euro im Jahr 2019) hätten die Stadt dazu gebracht, den Schülerspezialverkehr einzustellen.

Dieser wird jedes Jahr neu geprüft und bewilligt. Um den Schülerspezialverkehr zu bewilligen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Ein Großteil der Schüler erfülle diese nicht.

Schulträger ist in der Pflicht, Kosten für Beförderung zu tragen

Was können die Eltern nun tun? Wenn es für die Kinder unzumutbar ist, selbst nach Hause zu kommen, hat der Schulträger nach Auskunft der Stadtverwaltung die Pflicht, die Kosten für die Fahrt mit Privatfahrzeugen (auch Taxi oder Mietwagen) zu tragen. Prinzipiell sei es so, dass Eltern jede Hilfe erhalten sollen, wenn sie diese brauchen. Die Stadtverwaltung betont, dass es ihr fern liege, Eltern „im Regen stehen zu lassen“.

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