Das Gertrudis-Hospital in Westerholt hat ein Besuchsverbot ausgesprochen.
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Das Gertrudis-Hospital in Westerholt hat ein Besuchsverbot ausgesprochen.

Pandemie dauert an

Krankenhäuser in der Corona-Krise: Gertrudis-Hospital kündigt Neuerung an

Die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen in Herten haben auch für das Gertrudis-Hospital in Westerholt Folgen. Ab sofort gilt ein Besuchsverbot.

Update 21. Oktober: Schlechte Nachrichten für alle, die Angehörige haben, die im Gertrudis-Hospital in Herten-Westerholt liegen. Das Westerholter Krankenhaus verschärft noch einmal das Besuchsverbot. Das bedeutet, dass Angehörige nicht mehr - wie bisher geregelt - Patienten ab dem 5. Aufenthaltstag besuchen können. Nur in ganz besonderen Ausnahmefällen können kurzfristige Besuche mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Die Regelung gilt ab sofort.

Besuchsverbot aufgrund von Corona im Gertrudis-Hospital in Westerholt

Notwendig geworden ist diese Maßnahme aufgrund der stetig steigenden Zahlen der Infizierten mit dem Coronavirus in Herten. „Aufgrund der Ausrichtung des Gertrudis-Hospitals mit dem Schwerpunkt Altersmedizin sowie zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter haben wir uns entschlossen, vorübergehend ein sofort wirksames Besuchsverbot auszusprechen“, erklärt Bernhard Möller, kaufmännischer Betriebsleiter des Krankenhauses.

Sobald sich die Corona-Lage in Herten wieder entspannt, sollen Besuche wieder möglich sein. Die Patientenversorgung und der Regelbetrieb im Westerholter Krankenhaus sind jedoch von dieser aktuellen Maßnahme nicht betroffen.

Gertrudis-Hospital in Herten kehrt zum Normalbetrieb zurück

Update 26. September: Seit Beginn der Pandemie ist die Zahl der Corona-Infizierten im Gertrudis-Hospital zurückgegangen. Daher ist das Krankenhaus nun wieder zum Normalbetrieb zurückgekehrt. Voraussetzung dafür waren zahlreiche Schutzmaßnahmen. An der bisherigen Besucherregelung ändert dies aber nichts.

Um die Sicherheit der Patienten, der Mitarbeitenden und der Besucher zu gewährleisten und diese vor einer Infektion zu schützen, verfolgt das Klinikum neben der Einhaltung der Hygieneregeln noch viele andere Maßnahmen. So verfügt das Krankenhaus über separate Notfall-Aufnahmestationen, testet seit Mitte April alle Patienten auf eine Covid-19-Infektion und isoliert alle Verdachtsfälle.

Seit Mai gilt im Gertrudis-Hospital die „1-1-1-1“-Besuchsregelung, der zufolge einmal täglich ein Patient von einem einzigen Besucher für eine Stunde besucht werden darf. Die Besuchszeit beschränkt sich seitdem auf den Zeitraum zwischen 15 und 20 Uhr – ausgenommen sind Aufnahme- und Isolierstationen, für die weiterhin das Besuchsverbot gilt.

Unsere bisherige Berichterstattung:

Update 12. Juni: Das Gertrudis-Hospital in Herten-Westerholt hat in der Corona-Krise nun ein erstes Fazit gezogen. Dabei geht es vor allem um die Covid-19-Tests, die in dem Krankenhaus und in den anderen drei Häusern des KKRN-Klinikverbundes durchgeführt wurden. 

Um Patienten, Mitarbeitende und Besucher vor einer Coronavirus-Infektion zu schützen und die Ausbreitung einzudämmen, werden seit Mitte April alle Patienten der KKRN (Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord) GmbH auf eine vorliegende Covid-19-Infektion getestet.

Regelungen bleiben auch in Herten bestehen 

In Zahlen heißt das, dass wöchentlich etwa 1000 Personen überprüft werden. Trotz der nicht unerheblichen Anzahl an Tests wurde bisher bei lediglich zwei Patienten innerhalb der vergangenen zwei Wochen eine Infektion nachgewiesen

Dennoch wird auch im Gertrudis-Hospital an den bisherigen Regelungen zum Schutz von Patienten, Mitarbeitenden und Besuchern festgehalten, und auch weiterhin werden alle Patienten getestet. 

Für Besucher heißt es in Herten weiter  „1-1-1-1“

Darüber hinaus gilt seit Mitte Mai die begrenzte Besuchsregelung „1-1-1-1“. Das bedeutet, dass einmal täglich ein Patient von einem einzigen Besucher für eine Stunde besucht werden darf – im Zeitraum zwischen 15 und 20 Uhr. 

Aufgrund des sehr hohen Besucherandrangs, der vor allem um 15 Uhr zu langen Warteschlangen an den Eingängen führt, bittet der Klinikverbund noch einmal, die Besuche bei Patienten wenn möglich in den späten Nachmittag zu verlegen. 

Fragebogen soll im Vorfeld ausgefüllt werden 

Damit die Besucher das Krankenhaus überhaupt betreten dürfen, müssen sie im Vorfeld vom Patienten als Kontaktperson benannt worden sein. 

Zusätzlich sollte der Besucher vorher einen Fragebogen ausfüllen, der auf der Homepage hinterlegt ist.

Update 25. Mai: Seit einer Woche gilt im Gertrudis-Hospital gemäß den Vorgaben des Landes NRW eine neue begrenzte Besuchsregelung: Einmal täglich darf ein Patient von einem einzigen Besucher für eine Stunde besucht werden ("1-1-1-1-Regel")

Damit dieser Besucher das Krankenhaus betreten darf, muss er im Vorfeld vom Patienten als Kontaktperson benannt worden sein.

Appell an die Angehörigen 

Da es seit Einführung dieser Regelung zu einem sehr großen Besucherandrang gekommen ist, appelliert das Krankenhaus nun an die Bevölkerung, auf unnötige Krankenhausbesuche zu verzichten

Das schließt vor allem Angehörige von denjenigen Patienten ein, die nur wenige Tage im Gertrudis-Hospital behandelt werden.

Besuchsverbot könnte wieder in Kraft treten

„Zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter appellieren wir an die Vernunft und Eigenverantwortung jedes einzelnen, um die Verbreitung des Coronavirus zu hemmen. Andernfalls sehen wir uns dazu gezwungen, das Besuchsverbot wieder einzuführen“, sagt Geschäftsführer Dr. Andreas Weigand. 

Unabhängig davon gilt weiterhin das Besuchsverbot für Aufnahme- und Isolierstationen. Ausnahmen in Einzelfällen bedürfen einer Absprache mit dem ärztlichen Personal.

Unsere bisherige Berichterstattung:

In der seit dem 11. Mai gültigen Fassung der „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2“ heißt es unter Paragraf 5 zu Krankenhäusern: „Einzelne Krankenhäuser können Besuche bereits ab dem 11. Mai 2020 zulassen, soweit sie dies unter Berücksichtigung des aktuellen Infektionsgeschehens für angemessen halten und die Umsetzung des Konzepts organisatorisch sichergestellt ist.“

Besuchszeit zwischen 15 und 20 Uhr

Genau das ist beim Gertrudis-Hospital in Westerholt der Fall und so wird dort ab Montag, 18. Mai,  die „1-1-1-1-Regel“ eingeführt. 

Die vierfache „1“ schlüsselt sich so auf: Einmal täglich darf ein Patient von einem einzigen Besucher für eine Stunde besucht werden. Die Besuchszeit beschränkt sich auf einen Zeitraum von 15 bis 20 Uhr.

 In Einzelfällen könne es Ausnahmen geben, die bedürfen aber laut des Hospitals einer ärztlichen Anordnung. 

Besuchsregelung gilt unter bestimmten Bedingungen

Auch die neue Besuchsregelung gilt allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. „Voraussetzung für den Besuch in unseren Krankenhäusern ist, dass der Besucher gesund ist und keine Symptome einer Covid-19-Infektion aufweist. Außerdem ist es erforderlich, dass er durchgängig eine möglichst selbst mitgebrachte Mund-Nasen-Bedeckung trägt, einen Abstand von 1,5 Metern einhält und auf die Händehygiene achtet“, betont Dr. Andreas Weigand, Geschäftsführer der KKRN GmbH, zu der das Gertrudis-Hospital gehört.

Patienten in Mehrbettzimmern müssen sich absprechen

Zusätzlich dürfen Besuche nur in Patientenzimmern stattfinden. Bei Mehrbettzimmern müssen sich die Patienten absprechen, da immer nur ein Besucher pro Zimmer zugelassen ist. Auch das Mitbringen und der Verzehr von Lebensmitteln sind nicht erlaubt. 

Darüber hinaus findet am Eingang für jeden Besucher ein Infektions-Screening mittels Fragebogen statt. „Im Rahmen dieses Screenings dokumentieren wir Namen, Ankunftszeit sowie den zugehörigen Patienten des Besuchers und statten ihn mit einem Aufkleber mit Datum und Uhrzeit aus“, erläutert Bernhard Möller, kaufmännischer Betriebsleiter des Gertrudis-Hospitals. Dieser Aufkleber kennzeichnet ihn als registrierten Besucher und muss bei Verlassen des Krankenhauses wieder abgegeben werden. 

Appell an Angehörige

Dr. Elisabeth Winkelmann, ärztliche Direktorin des Hospitals, erklärt dazu: „Trotz der Lockerung unserer Regeln für Besucher appellieren wir weiterhin an die Angehörigen, abzuwägen, ob der Besuch während dieser nach wie vor außergewöhnlichen Zeit zwingend notwendig ist oder ob – wenn möglich – darauf verzichtet werden kann.“

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