So sieht es auf der Straße In der Feige aus: Ein Schlagloch reiht sich ans andere.
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So sieht es auf der Straße In der Feige aus: Ein Schlagloch reiht sich ans andere.

Nach strengem Frost

Kraterlandschaften: Schlimme Schlaglöcher auf den Straßen

  • Stefan Korte
    vonStefan Korte
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Schnee und Eis haben in der Stadt auf den Straßen teils dicke Schlaglöcher hinterlassen. Die Liste der Schäden wird täglich länger.

Der Wintereinbruch in diesem Monat hatte durchaus seine schönen Seitenes sei denn, man war auf sein Auto angewiesen. Und die frühlingshaften Temperaturen sind jetzt nur bedingt ein Trost angesichts des Zustandes mancher Straßen. Denn Eis und Schnee haben an vielen Stellen eine wahre Kraterlandschaft hinterlassen.

Das betrifft vor allem die Straßen, die schon länger zahlreiche Schlaglöcher aufweisen und über die Jahre immer wieder eher notdürftig geflickt worden sind. Aber es sind auch viele neue Schäden hinzugekommen, die von Autofahrern eine erhöhte Aufmerksamkeit verlangen. Ein Beispiel ist die Kaiserstraße auf Höhe der Friedenskirche. An der Verkehrsinsel ist vor allem die Fahrspur in Richtung Innenstadt arg lädiert. Ortskundige bremsen bereits frühzeitig, um Reifen und Stoßdämpfer zu schonen. Andere umfahren die Stelle, oder sie werden von einem kräftigen Rums überrascht.

Ebenfalls besonders vorsichtig muss man auf der Marler Straße sein. Kurz hinter der Kreuzung zur Dorstener und Heidestraße klaffen über mehrere Meter dicke Löcher im Asphalt. Auch dort wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach geflickt, das Winterwetter hat die alten „Wunden“ wieder aufgerissen.

Stadt sammelt Hinweise aus der Bevölkerung

Die Probleme sind bei Stadt, Kreis und Land natürlich bekannt. Die Mitarbeiter sind seit vergangener Woche unterwegs, um nach und nach die Löcher mit Kaltasphalt zu stopfen. Das braucht seine Zeit. Die Liste, die abgearbeitet werden muss, wird täglich länger. Bei der Stadt Herten sind bereits zahlreiche Bürgerhinweise eingegangen. „Wir schauen zudem natürlich auch selbst, wo Maßnahmen erforderlich sind“, sagt Corina Plötz von der Pressestelle. Es seien durchaus mehr Stellen als noch in 2020 und davor.

Das deckt sich auch mit den Beobachtungen des Kreises und von Straßen.NRW. „Wir haben wirklich sehr viele Fälle in diesem Jahr“, sagt Lena Heimers von der Pressestelle im Kreishaus. Deshalb sei man seit Beginn des Tauwetters im Dauereinsatz. „Auch unsere Mitarbeiter haben den Eindruck, dass dieser Winter schlimmer als in den Vorjahren gewesen ist“, sagt Nilgün Ulbrich, Pressesprecherin bei Straßen.NRW. Der Landesbetrieb ist für alle Bundes- und Landstraßen zuständig.

Priorität haben für Straßen.NRW vor allem die Schäden, die ein akutes Sicherheitsrisiko darstellen. Dort wird so schnell wie möglich gehandelt. Das ist besonders auf den Bundesstraßen der Fall, die vermehrt vom Schwerlastverkehr genutzt werden. Genauso konzentriert sich die Stadt Herten zunächst auf die größeren Straßen mit viel Verkehr und jene Stellen, die besonders oft von Bürgerinnen und Bürgern gemeldet worden sind. Konkret sind das aktuell unter anderem der Emscherbruch, die Bach- und Langenbochumer Straße sowie die Hoheward- und die Mühlenstraße.

„Die Bürgerinnen und Bürger können Schlaglöcher natürlich auch weiterhin bei uns melden“, so Corina Plötz. Ihr Kollege Roland Paul sammelt alle Hinweise und prüft auch, wer zuständig ist. Denn ob eine Straße nun zu Stadt, Kreis oder Land gehört, kann nicht jeder ohne Weiteres erkennen. Im Zweifelsfall werden die Hinweise aber an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Schlaglöcher melden kann man per E-Mail an r.paul@herten.de oder über die „CityApp“, die es kostenlos für Android- und Apple-Smartphones gibt.

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