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Der Künstler Adnan Kassim erläutert seine Bilder zum Leben der Familie Simmenauer.

Völkermord

Eine Nacht des Schreckens treibt viele Menschen zur Flucht aus Herten

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Eine bürgerliches Leben, Wohlstand und Bildung. Die Chance, jenen zu helfen, denen es schlecht geht. Dann kommt der Mob, zerstört Existenzen. Die Flucht aus Herten ist alles, was  bleibt. 

Was der Kaufmannsfamilie Simmenauer und anderen jüdischen Familien während der NS-Zeit in Herten widerfuhr, macht betroffen. Rund 150 Hertener machten sich auf, um dieser und der Millionen Opfer des NS-Regimes zu gedenken. Die Vorfälle der Reichspogromnacht vor 81 Jahren standen dabei im Mittelpunkt. 

Auf den Spuren der Juden in Herten

Die Menschen wandelten auf den Spuren der Juden in Herten. Nach den Simmenauers ist ein Weg in einer Wohnsiedlung in Herten-Mitte benannt. Im Umfeld zeigte der Künstler Adnan Kassim fünf Bilder zu den Erlebnissen der Simmenauers, die er selbst gemalt hat. Er selbst stammt aus dem Libanon, kennt die Schrecken der Flucht und engagiert sich für Frieden und Antifaschismus.

Nicht allen gelingt die Flucht aus Herten

Die Familie Simmenauer verlor zwar ihr Vermögen, konnte aber gerade noch rechtzeitig aus Herten nach Palästina flüchten. Viele ihrer Angehörigen und Mitarbeiter sowie Millionen anderer Juden in Deutschland wurden Opfer des Völkermordes, der von den Schergen des Hitler-Regimes in deutschen Konzentrationslagern verübt wurde.

Handeln und hinschauen, wenn Menschen diskriminiert werden

Beim Andenken und der Würdigung der Schicksale soll es nicht bleiben. Pfarrer Norbert Mertens ruft die Menschen dazu auf, hinzuschauen und zu handeln, wenn Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion oder Andersartigkeit schlecht behandelt werden. Er sagte: "Die Würde eines jeden Menschen ist unantastbar."

Hertener gedenken der Opfer der Pogromnacht

 © Carola Wagner
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Um Vorurteile gegenüber Menschen anderen Glaubens abzubauen, muss man miteinander ins Gespräch kommen und sich kennenlernen. 

 

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