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Thorsten Manske hat es sich mit seinen beiden Hunden Peanuts und Taris (im Vordergrund) auf dem Sofa bequem gamcht.

Tierliebe

Trauer in Herten um Hündin "Peanuts" - dann geschieht das Unerwartete

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"Peanuts" bellt gerne – könnte sie sprechen, so hätte die weiße Hündin aus Herten viel zu erzählen. Sie hat eine Odyssee hinter sich, die in Rumänien begann und überraschend endet.

Der kleine Mischling hat einen festen Platz in Thorsten Manskes Herz. Umso trauriger war der 47-Jährige Hertener, als seine Ex-Freundin auszog und den Hund mitnahm. Doch Peanuts fand heim

„Peanuts kommt aus Rumänien und ist ungefähr 14 Jahre alt. Meine frühere Freundin hatte sie vor acht Jahren aufgenommen“, erzählt Thorsten Manske. Während er mit der rechten Hand die quirlige Peanuts streichelt, ruht die linke auf Taris, dem neunjährigen Viszla-Mix. Der sensible ungarische Jagdhund gehört nämlich auch zur Familie. Zum ersten Mal waren sich Thorsten Manske und Peanuts begegnet, als die mit ihrem Frauchen ins Haus des gelernten Bäckers und Berufskraftfahrers in Herten-Mitte einzog.

Er freute sich, dass mit der Hündin Leben in die Wohnung kam. „Ich hatte immer Hunde – Taris ist Nummer vier.“ Doch den Rüden besaß er damals noch nicht. Und so wurde es ziemlich still für den Junggesellen, als besagte Partnerin mitsamt der kleinen Peanuts wieder auszog. „Da habe ich mich dann umgeschaut. Freunde erzählten von Taris, der ein neues Zuhause brauchte, weil seine Besitzer das Futter nicht mehr bezahlen konnten.“ Thorsten Manske sah sich das Tier an, die Chemie stimmte und er nahm den Rüden auf. „Ich habe noch nie einen Hund gekauft“, sagt er. „Tiere sind was fürs Herz, und es gibt genügend Hunde, die ein Zuhause brauchen. Auf irgendwelchen Wegen sind sie immer zu mir gekommen.“

Happy End in Herten nach einer WhatsApp-Nachricht

Es gab dann noch ein Intermezzo mit der Peanuts-Besitzerin, doch irgendwann war endgültig Schluss. Wieder gingen Frauchen und Hund aus Herten weg. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich die Kleine je wiedersehe“, erzählt Thorsten Manske.

Das Happy End beginnt mit einer WhatsApp-Nachricht. „Ein Bekannter schrieb, er habe den Hund bei ,Tiere suchen ein Zuhause’ gesehen. Ich schaltete den Fernseher ein und tatsächlich: Da saß sie.“ Dass die Kleine im Tierheim landet, war für den Hertener ein unerträglicher Gedanke. Eine Nacht drüber schlafen, ein Anruf bei der Pflegestelle – dann wurde die Hündin nach Herten gebracht und Thorsten Manskes kleine Familie war wieder komplett.

Die zwei Vierbeiner fühlen sich sichtlich wohl. Wenn das Herrchen arbeitet, ist Taris meistens dabei. Peanuts bleibt auch mal daheim in ihrem Körbchen. Bisweilen nimmt sich auch eine Nachbarin der Tiere an und geht mit ihnen Gassi. Das ungleiche Hunde-Duo tobt gerne durch Haus und Garten, und wenn es schellt, bellen die Zwei um die Wette. Zwar hat der Hausherr das letzte Wort, doch bis das gesprochen wird, lässt er ihnen viel Freiheit und freut sich an ihrer Lebenslust. „Ich kann besser mit Tieren als mit Menschen“, sagt Thorsten Manske. „Auf die ist Verlass. Sie sind immer gleich.“

Nicht alle Menschen lieben Hunde so sehr wie Thorsten Manske. Manche hassen sie sogar regelrecht und führen schlimme Dinge im Schilde. Immer wieder passiert es, dass Giftköder ausgelegt werden

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