Die Menge an Sperrmüll ist in Herten in den vergangenen Wochen stark angestiegen.
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Die Menge an Sperrmüll ist in Herten in den vergangenen Wochen stark angestiegen.

Hertener vermehrt daheim

Müll in der Corona-Krise:  Veränderungen und Probleme - ein Überblick

  • Daniel Maiß
    vonDaniel Maiß
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Viele Hertener nutzten vor allem zu Beginn der Corona-Krise die Zeit, um zu Hause auszumisten und aufzuräumen. Das sorgte für zusätzlichen Müll - der auch entsorgt werden musste.

  • Viele Hertener waren vor allem in der Anfangsphase der Corona-Krise daheim.
  • Dort wurde dann der Garten gemacht, aufgeräumt oder ausgemistet.
  • So entstand viel Müll, der auch entsorgt werden musste.

Dass sich die Zahl der städtischen Sperrmüllfahrten in Corona-Zeiten in Herten erhöht hat, kommt für Gregor Born nicht überraschend. „Die Leute hatten durch Homeoffice oder Kurzarbeit viel mehr Zeit, um mal zu Hause aufzuräumen“, erklärt der Leiter des Bereichs Abfall beim Zentralen Betriebshof Herten (ZBH) im Gespräch mit der Hertener Allgemeinen Zeitung. 

Damit Bürger nicht so lange auf einen Termin warten mussten, wurde – wann immer möglich – ein zweites Fahrzeug auf Tour geschickt. „Ein Trupp ist sowieso jeden Tag unterwegs“, so Born. Dieser arbeitet dann bis zu 120 Sperrmüll-Termine in der Woche ab.

70 Sperrmüll-Termine mehr in der Woche in Herten 

Ein Mal im Jahr kann Sperrmüll ohne Gebühr bestellt werden. Aufgrund der massiven Nachfrage schickte der ZBH einen zweiten Trupp auf Tour – teilweise an bis zu zwei Tagen in der Woche. 

„Das bedeutete bis zu 70 Termine mehr. Pro Woche“, betont Born. Aber nicht nur beim Sperrmüll gab es in der Corona-Krise Veränderungen.

Bürger nutzten oft den Wertstoffhof in Herten

Born: „Da viele Hertener häufiger zu Hause waren als sonst, gab es auch deutlich mehr Restabfall.“ Auf 10 bis 15 Prozent beziffert der Experte den Zuwachs. 

Auch wenn viele der Bürger den Wertstoffhof (Zum Bauhof 5) in den vergangenen Wochen rege nutzten, haben einige laut Born gerade in der Anfangszeit ihre Abfälle auch einfach in der Natur entsorgt. „Es gab wilde Müllkippen, allerdings zum Glück nicht extrem viele mehr“, sagt der Bereichsleiter.

Nabu in Herten sieht weiteres Problem 

Dennoch ärgere ihn jede einzelne. Das geht auch Mirjam Gördes so. Sie ist Vorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) Herten. „Farben, Öle, Chemikalien, ausrangierte Kühlschränke – all das ist extrem belastend für die Umwelt.“ 

Gördes sieht aber noch ein weiteres Problem, das ihrer Erfahrung nach vor allem in den Anfangswochen der Corona-Krise massiv auftrat. „Als die Wertstoffhöfe der Region gar nicht oder nur eingeschränkt geöffnet waren, haben viele ihre Grünabfälle einfach in der Landschaft entsorgt. Die Natur kann aber nur eine gewisse Menge an Grünabfall verarbeiten.“ 

Sie weist zudem auf eine Gefahr hin: „Solche Grünabfälle sind teilweise auch von Pilzen, Bakterien oder Parasiten befallen. Die verbreiten sich so dann natürlich weiter.“

Hier gibt es Infos zu Müll in Herten

Was am städtischen Wertstoffhof kostenfrei oder kostenpflichtig ist, ist hier aufgelistet.

Wer Fragen hat, kann sich unter Tel. 0 23 66/ 30 31 20 oder per E-Mail zbh-abfall@herten.de an den ZBH wenden.

An einer Kita und einer Grundschule kam es unlängst zu Corona-Verdachtsfällen und infolgedessen zu einer Panne beim Kreis-Gesundheitsamt.

Die Conrad-Pause beendet hat dagegen das Freibad Backum und das Hallenbad im Copa Ca Backum.

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