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Prozess am Landgericht Bochum

Prozess in Bochum

Mutmaßliche Vergewaltigung einer Hertenerin: Angeklagter bricht sein Schweigen

Im Prozess um die mutmaßliche Vergewaltigung einer Hertenerin im Anschluss an eine Disco-Nacht hat der Angeklagte am Bochumer Landgericht sein Schweigen gebrochen.

  • Ein 30-Jähriger ist angeklagt, eine Frau aus Herten vergewaltigt zu haben.
  • Die Tat soll sich im März 2019 nach einer Disco-Nacht ereignet haben.
  • Der Mann hat jetzt vor dem Landgericht Bochum sein Schweigen gebrochen

Beim Prozess um die mutmaßliche Vergewaltigung einer Hertenerin im Anschluss an eine Disco-Nacht hat der Angeklagte am Bochumer Landgericht sein Schweigen gebrochen. 

Der 30-Jährige gab einen sexuellen Kontakt zu der Frau zu, beteuerte aber, es sei alles einvernehmlich und ohne auch nur einen Hauch von Gewalt abgelaufen. 

Mit dem Taxi von Recklinghausen nach Herten

Der 30-Jährige und ein Freund hatten die Hertenerin und eine Freundin am 31. März 2019 in einer Disco in Recklinghausen kennengelernt. 

Auf Initiative des mutmaßlichen Opfers, so der Angeklagte aus Castrop-Rauxel, habe sich die Gruppe in den frühen Morgenstunden schließlich mit einem Shuttle-Taxi zur Wohnung der Frau nach Herten bringen lassen.

Kasten Bier an der Tankstelle gekauft

Auf dem Weg dorthin will der 30-Jährige an einer Tankstelle noch eine Kiste Bier gekauft haben. 

Oben in der Wohnung angekommen, habe bereits nach wenigen Minuten die Frage im Raum gestanden: Was machen wir jetzt?

"Wünsche mir, dass wir jetzt ins Schlafzimmer gehen" 

Während sein Freund sich mit der anderen jungen Frau bereits eng umschlungen zurückgezogen habe, habe er der Hertenerin seinen Wunsch nach einer gewonnenen Wette (eine Flasche Bier austrinken in zwei Sekunden) mitgeteilt. 

„Ich habe ihr gesagt, ich wünsche mir, dass wir jetzt rüber ins Schlafzimmer gehen“, erinnerte sich der Angeklagte.

Streit erst im Wohnzimmer 

Im Schlafzimmer sei es dann zum Sex gekommen. Der Angeklagte beteuerte: „Aber völlig ohne jeden Streit oder Gewalt, wir haben auch danach noch ganz normal miteinander geredet.“ 

Erst am Ende und wieder im Wohnzimmer habe es einen kleinen Zwist wegen der Katzen der Frau gegeben.

Anklage: Hertenerin fixiert und vergewaltigt

Daraufhin seien er und sein Freund etwas überstürzt gegangen. Dass ihm zuvor auch die Beleidigung „Hängebauchschwein“ herausgerutscht ist, nickte der 30-Jährige ab: „Das gebe ich zu und das war wirklich Sch... von mir.“ 

Laut Anklage soll der 30-Jährige im Schlafzimmer dagegen ein „Nein“ der Hertenerin auf sein Drängen nach Sex ignoriert, der Frau mit seiner Hand an den Hals gegriffen, sie so fixiert und dann vergewaltigt haben.

Empfindliche Haftstrafe möglich

Weil der Angeklagte massiv vorbestraft und doppelt unter Bewährung steht, droht ihm im Falle einer Verurteilung eine empfindliche Haftstrafe. Der Prozess wird fortgesetzt.

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