Das Foto zeigt einen Teil der Marihuana-Plantage, die die Polizei in der Lagerhalle in Herten-Scherlebeck fand.
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Das Foto zeigt einen Teil der Marihuana-Plantage, die die Polizei in der Lagerhalle in Herten-Scherlebeck fand.

Großer Polizei-Einsatz

Nach Drogen-Razzia: Für zwei von drei mutmaßlichen Plantagen-Betreiber ist das Urteil gefallen

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  • Werner von Braunschweig
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Beamte der Polizei fanden eine große Menge Marihuana bei einer Drogen-Razzia in Herten. Der Hauptverdächtige ist ein 34-jähriger Hertener. Jetzt hat er sich geäußert.

Update 10. Februar: Es war ein Polizei-Großaufgebot im Einsatz, als am 28. August 2019, eine riesige Drogen-Plantage an der Scherlebecker Straße entdeckt worden ist. 657 ausgewachsene Cannabis-Pflanzen stellten die Beamten in der Lagerhalle in Herten sicher. Nun sind Urteile gegen zwei der drei Angeklagten am Bochumer Landgericht gefallen.

Hertener aus Mangel an Beweisen in Drogen-Prozess freigesprochen

Zweieinhalb Jahre Haft muss nun der 33-jährige Essener absitzen. Er hatte als offizieller Mieter fungiert. Laut Staatsanwaltschaft Der 35-jährige Hertener ist am Ende nach Auffassung des Gerichts aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. „Er hat immer gesagt, dass er mit der Plantage nichts zu tun hatte“, sagte sein Verteidiger Lars Volkenborn im Anschluss an das Urteil.

Urteil gegen 34-jährigen Hauptangeklagten aus Herten steht noch aus

Das Urteil gegen den 34-jährigen Hauptangeklagten aus Herten steht noch aus. Er soll in der Lagerhalle zusätzlich neun Kilo konsumfertiges Marihuana mit einem Verkaufswert von rund 90.000 Euro gelagert haben. Zudem fand die Polizei bei ihm Waffen. Ihm wird bewaffneter Drogenhandel vorgeworfen.

Update 1. Dezember: Im Prozess um die Entdeckung einer riesigen Marihuana-Plantage in einer Lagerhalle an der Scherlebecker Straße hat der Hauptangeklagte am zweiten Prozesstag ein Teilgeständnis abgelegt. Der 34-jährige Hertener räumte kleinere Drogendeals ein. Mit dem Betrieb der Plantage will er aber nichts zu tun gehabt haben.

„Ich war insgesamt nur zweimal da, da war die Halle aber noch so gut wie leer“, sagte der Angeklagte am heutigen Dienstag den Richtern der 1. Strafkammer am Bochumer Landgericht. Dass ein guter Freund, der zwischenzeitlich bereits zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden ist, dort eine Drogenplantage errichtet hat, will der 34-Jährige nicht geahnt haben.

Hertener stand in Konkatk zu inhaftiertem Freund

Angesichts von fast 700 stattgefundenen Telefonverbindungen zu dem inhaftierten Freund, stufte das Gericht diese Behauptung allerdings als äußerst zweifelhaft ein.

Zugegeben hat der 34-Jährige, dass er versucht habe, von seinem im Gefängnis einsitzenden Kumpel (der illegal im Besitz eines Handys gewesen ist) zwei Kilo Marihuana bestellt zu haben. „Herten hat Hunger“, hatte der 34-Jährige seinem inhaftierten Freund getextet. „Dabei ging es aber nicht um Brötchen, sondern um Gras“, hieß es.

Hauptanklagepunkt im Prozess ist jedoch der Plantagenfund in der Lagerhalle. Am 28. August 2019 waren dort 657 Cannabispflanzen nebst Belüftungs-, Beleuchtungs- und Bewässerungsanlage sichergestellt worden. Bei Erntereife hätte laut Anklage ein Ertrag von 26,3 Kilo Marihuana erzielt werden können.

Update 25. November: Ein spektakulärer Fund gelang Polizeibeamten in Herten vor rund 15 Monaten. Am 28. August 2019 stießen die Beamten bei einer Durchsuchung in einer Lagerhalle an der Scherlebecker Straße auf eine professionelle Marihuana-Plantage. Mehr als 650 Cannabispflanzen entdeckten sie dort. Seit Mittwoch (25. November) verhandelt das Bochumer Landgericht diesen Fall. Angeklagt ist ein Trio (34/35/33) aus Herten und Essen.

34-jähriger Hertener soll Marihuana gelagert und als Bandenchef fungiert haben

Der Hauptangeklagte ist ein 34-Jähriger aus Herten. Er soll als einziger der drei Angeklagten in U-Haft sitzen. Laut Anklage soll der Hertener in der Lagerhalle an der Scherlebecker Straße weitere neun Kilo konsumfertiges Marihuana gelagert haben. Dies soll nach Erkenntnissen der Ermittler aus einer früheren Ernte einer Plantage in Witten stammen. Allein der Verkaufswert dieser Drogen wird auf rund 90.000 Euro beziffert.

Als Bandenchef soll der Hertener wohl seit März 2020 auch tätig gewesen sein. Nachdem sein Vorgänger festgenommen wurde, soll er Marihuana- und Kokaingeschäfte durchgeführt haben.

Polizei stellt bei Razzia in Herten Rauschgift, Bargeld und Munition fest

Dies untermauern Beweismittel, die die Polizei bei einer Razzia am 29. Mai sichergestellt hatte. In der Wohnung des 34-Jährigen spürten sie Rauschgift und Bargeld auf. Ebenfalls sichergestellt wurden ein Baseballschläger, ein Einhandmesser und 19 Schuss Munition.

Die Anklage lautet auf unerlaubten und bewaffneten Drogenhandel (Mindeststrafe fünf Jahre Haft) . Am 1. Dezember wollen die Richter etwaige Erklärungen der Angeklagten entgegennehmen.

Update: 30. August: 15.30 Uhr:  Gegen den 29-jährigen Gelsenkirchener, der nach der Drogen-Razzia festgenommen worden war, ist Haftbefehl erlassen worden. Der Mann steht im Verdacht, in der Halle eine große Marihuana-Plantage betrieben zu haben. Nachdem er dem Amtsrichter vorgeführt worden war, sitzt er nun in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft hat der 29-Jährige bisher geschwiegen. Die Ermittlungen dauern an.

Mann aus Gelsenkirchen soll Plantage in Hertenbetrieben haben

Update: 29. August, 13.29 Uhr Ein 29-jähriger Gelsenkirchener steht im Verdacht, die Plantage betrieben zu haben. Die Polizei hat den Mann festgenommen und seine Wohnung durchsucht. Es wurden weitere Beweismittel gefunden und sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft wird den Beschuldigten dem Amtsgericht vorführen und dort den Erlass eines Haftbefehles beantragen.

Update: 29. August, 10.52 Uhr Bis in die Nacht zum Donnerstag dauerte der Einsatz in und an der Lagerhalle an der Scherlebecker Straße. Akribisch sicherten die Beamten Spuren und Beweise und transportierten schließlich die Cannabis-Pflanzen ab.

657 erntereife Marihuana-Pflanzen in Herten 

Am Donnerstagvormittag hat die Polizei nun eine erste Bilanz großen Durchsuchungsaktion gezogen: Die Beamten stellten insgesamt 657 erntereife Marihuana-Pflanzen sowie 8 Kilogramm bereits verkaufsfertig verpacktes Marihuana sicher. Das sichergestellte Marihuana hat laut Polizei einen Verkaufswert von etwa 80.000 Euro.

Update: 28. August, 21.00 Uhr: Die Polizei hat in der Lagerhalle die erwartete Marihuana- beziehungsweise Cannabis-Plantage tatsächlich vorgefunden. Tatverdächtige waren allerdings nicht vor Ort, es gab keine Festnahmen.

Wer hat die Lagerhalle genutzt, wer besaß Schlüsselgewalt? Gehört die Scherlebecker Cannabis-Plantage zu einem größeren Drogenring? All diesen Fragen müssen die Ermittler nun nachgehen. Am Donnerstag will die Staatsanwaltschaft Bochum erste Ergebnisse bekanntgeben.

Unser Bericht von Mittwoch, 28. August, 18.15 Uhr: Das Aufgebot war schon beeindruckend. Auf einem Parkplatz an der Sportanlage Nord in Langenbochum hatten sich schon am frühen Morgen bewaffnete und mit schusssicheren Westen augerüstete Beamte einer Einsatzhundertschaft eingefunden. Sie warteten dort auf den Einsatzbefehl, der eigentlich im Laufe des Vormittags kommen sollte. 

Stundenlanges Warten auf Parkplatz in Herten-Langenbochum

Stunde um Stunde zog dahin, erst nach mehr als zehn Stunden ging es am Nachmittag schließlich los. Dann ging alles aber ganz schnell. Die Einsatzkräfte fuhren von dem Parkplatz aus mit zahlreichen Fahrzeugen zu einer Lagerhalle an der Scherlebecker Straße.

Die Einsatzkräfte brauchen trotz ihrer Spezialgeräte mehrere Minute, um die Stahltür aufzubrechen.

Es bestand der Verdacht, dass sich in der Halle eine Plantage befindet, in der im ganz großen Stil Marihuana angebaut wird.

Die Hundertschaft ist eine spezielle Technik-Einheit, die mit einem Gerätewagen anrückt.

Die Polizei brach die massiv gesicherte Stahltür mit Gewalt auf und startete schwer bewaffnet die Durchsuchung. Noch steht das Ergebnis aus. Wir werden an dieser Stelle berichten, sobald es weitere Details zu dem Einsatz gibt.

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