Das Corona-Mobil des DRK  rückt zweimal pro Woche beim Fleischverarbeiter Herta in Herten an.
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Das Corona-Mobil des DRK  rückt zweimal pro Woche beim Fleischverarbeiter Herta in Herten an.

Fleischverarbeitung

Nach Corona-Skandal bei Tönnies: DRK testet bei Herta zweimal pro Woche

Seit Anfang Juli rückt das Deutsche Rote Kreuz zweimal pro Woche mit dem Corona-Mobil zum Herta-Werksgelände aus, um rund 300 Mitarbeiter auf das Virus zu testen.

  • Zweimal in der Woche führt das Deutsche Rote Kreuz bei Fleischverarbeiter Herta Corona-Tests durch.
  • 300 Mitarbeiter werden dabei an der Westerholter Straße in Herten untersucht.
  • Zwei Testläufe gab es bereits.

Seit Anfang Juli rückt das Deutsche Rote Kreuz zweimal pro Woche mit dem Corona-Mobil zum Werksgelände des Fleischverarbeitungs-Unternehmen Herta an der Westerholter Straße in Herten-Langenbochum aus. 

Das DRK testet rund 300 Herta-Mitarbeiter auf das Coronavirus – all jene, die in der Produktion beschäftigt sind. 

Dreimal haben diese Untersuchungen bereits stattgefunden. Das Resultat: Alle Testergebnisse waren negativ.

Ein Blick in eine Werkshalle der Firma Herta bei laufendem Betrieb. Hier wird Wurst hergestellt und verpackt.

 

Bereits früh in der Corona-Krise Ende Februar sei laut Geschäftsführung im Werk ein Maßnahmenkatalog aufgestellt worden. Der reiche vom Verzicht aufs Händeschütteln über häufige Desinfektion von Handläufen bis hin zu großen Abständen am Tisch in der Kantine.

Herten: Fiebermessen zu Schichtbeginn 

Besuche wurden auf ein Minimum reduziert, Reisetätigkeiten eingestellt und rund 70 Prozent der Büro-Angestellten ins Homeoffice geschickt. 

Die Mitarbeiter der Produktion messen zu Beginn ihrer Schicht Fieber und arbeiten in sämtlichen Bereichen mit Maske. 

Bei Krankheitssymptomen heißt es: zu Hause bleiben. Das sei bei Herta ohnehin Usus. Denn prekäre Arbeitsverhältnisse mit Leiharbeitern und Werksverträgen wie bei Tönnies, wo die Chefs ihre Leute auch bei Krankheit oder nach Unfällen zur Arbeit gezwungen haben sollen, gebe es hier nicht, so die Geschäftsführung.

Tönnies lieferte auch nach Herten

Die Geschäftsführung betont, dass man ein Verarbeiter und kein Zerleger sei. Das Fleisch, in erster Linie Hüften, werde in Stücken angeliefert und zu Wurstwaren verarbeitet. 

Es stamme aus sechs Schlachtbetrieben, heißt es von Herta. Einer der Lieferanten sei Tönnies gewesen, doch seit Mitte April käme kein Fleisch mehr aus Rheda-Wiedenbrück nach Herten. Mit Westfleisch habe Herta keinen Vertrag. 

In Herten wurden zusätzliche Filter eingebaut

Um dennoch sicher zu gehen, wurde eine Gefahrenanalyse gemacht. Beispiel: Wareneingang. Dort wird körperlich hart gearbeitet. Man habe die Frischluftzufuhr erhöht und zusätzliche Filter eingebaut. 

Zudem würden jetzt noch spezielle Umluftdesinfektionsgeräte eingebaut, die infektiöse Aerosole und Viren durch Bestrahlung abtöten – angeblich zu 99,99 Prozent, wie der Hersteller versichert. 

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