Das Gebäude der früheren Städtischen Realschule auf dem Paschenberg wird aktuell umfangreich saniert.
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Das Gebäude der früheren Städtischen Realschule auf dem Paschenberg wird aktuell umfangreich saniert.

Paschenberg

Trotz Wachschutz: erneuter Einbruch in frühere Realschule mit großem Schaden - was wird jetzt aus der Martinischule?

  • Frank Bergmannshoff
    vonFrank Bergmannshoff
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  • Danijela Budschun
    Danijela Budschun
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  • Anna Lisa Oehlmann
    Anna Lisa Oehlmann
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Wegen dreier Einbrüche in die frühere Städtische Realschule mit erheblichen Vandalismusschäden konnte die Martinischule nicht umziehen. Jetzt haben Einbrecher erneut großen Schaden angerichtet.

  • Der Abriss der Martinischule in Herten-Westerholt sollte eigentlich in den ersten Monaten 2021 beginnen. 
  • Die Stadtverwaltung schätzt die Kosten für den Rückbau auf 375.000 Euro, plus 30 Prozent Risikozuschlag.
  • Der Umzug ist nun verschoben. Die Bauarbeiten an der Ausweich-Schule werden nicht rechtzeitig fertig.

Update 2. Juli: Nach den Einbrüchen in diefrühere Städtische Realschule im Juni mit erheblichen Vandalismusschäden sollte ein Wachschutz weitere Vorfälle dieser Art verhindern. In der Nacht zu Donnerstag waren nun aber erneut Einbrecher im Gebäude. Laut Polizei nahmen sie mehrere Meter Kupferrohr und etwa 1.500 Meter Elektrokabel auf einer Kabeltrommel mit. Anschließend flüchteten sie in unbekannte Richtung.

Verzögert sich der Umzug der Martinischule erneut?

Schon bei den früheren Einbrüchen waren große Mengen Kupferrohre, die bereits verbaut waren, herausgerissen worden. Wegen der enormen Schäden musste der geplante Umzug der Westerholter Martini-Grundschule in das Gebäude auf dem Paschenberg kurzfristig gestoppt und auf Oktober verschoben werden. In der Ratssitzung am 24. Juni berichtete Sebastian Scholz, Leiter des städtischen Immobilienbetriebs HIB, dass ein Wachschutz beauftragt worden sei. Welche Auswirkungen der neuerliche Einbruch auf die weiteren Abläufe und den Umzug der Martinischule hat, ist noch offen. Unsere Redaktion hat dieStadt Herten um Stellungnahme gebeten. Sprecherin Ramona Eifert teilt mit: "Das vollumfängliche Ausmaß der Schäden ist noch nicht erfasst worden, deshalb können wir aktuell nicht sagen, ob es eine zeitliche Auswirkung auf den Bauablauf gibt. Derzeit gehen wir vom geplanten Fertigstellungstermin aus." 

DiePolizei erbittet Zeugenhinweise zu dem Einbruch: Tel. 0800/2361111.


Update 27. Juni: Der Umzug der Martinischule  in Westerholt verschiebt sich in den Herbst. Nachdem die Schüler eigentlich nach den Sommerferien im Gebäude der ehemaligen Städtischen Realschule unterrichtet werden sollen, wird nun Oktober als Umzugstermin angepeilt - allerdings nur, wenn nicht wieder etwas schiefgeht.

Viele Probleme im Ausweich-Schulgebäude am Paschenberg

Einbrecher hätten die Schule dreimal heimgesucht und Kupferrohre aus der Wand gerissen. Das hatte die Arbeiten deutlich verzögert. Außerdem müsse beim Putz nachgebessert werden, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung. 

Die Schüler werden nach den Sommerferien vorerst in ihrer alten Schule unterrichtet. Um die Raumnot aufgrund steigender Schülerzahlen vorübergehend zu lösen, sollen Raummodule (Container) vorübergehend angemietet werden.

Hertener Rats-Politiker sind verärgert über späte Information

Dass die Stadtverwaltung dies sehr kurzfristig bekannt gegeben hat, hat für große Verärgerung im Stadtrat gesorgt, weil die Politiker die Nachricht zuerst aus der Hertener Allgemeinen erfahren haben.

Update 22. Juni: Die Hertener Allgemeine Zeitung berichtete in ihrer Samstagsausgabe (20. Juni) ausführlich über das geplante Ende des Betriebs der Martinischule mit Beginn der Sommerferien. 

Die Westerholter Grundschule sollte im Anschluss abgerissen und neugebaut werden. Währenddessen würden die Kinder laut Planung ins Gebäude der ehemaligen Städtischen Realschule am Paschenberg in Herten  ausgelagert. 

Herten: Überraschende E-Mail der Schulleitung

Kurz nach Erscheinen des Artikels erreichte die Redaktion der Hertener Allgemeinen Zeitung aber eine E-Mail der Schulleitung. 

Darin wurde erklärt, dass sich die Dinge in den vergangenen Tagen überschlagen hätten und man daher leider doch erst im Herbst mit der Schule umziehen könne.

Vorfälle am Paschenberg in Herten machen Umzug unmöglich 

Der Grund für die sehr kurzfristigen Änderungen seien Einbrüche und Vandalismus auf der Baustelle an der Realschule am Paschenberg, in der die Kinder nun eigentlich demnächst unterrichtet werden sollten. 

Die Vorfälle würden es laut Schulleitung unmöglich machen, den eigentlich geplanten Umzugstermin halten zu können. 

Sobald es Informationen zur neuen Planung für den Abriss und den Neubau der Grundschule gibt, werden wir Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden halten.

Unterdessen gibt es möglicherweise weitere Corona-Fälle an Hertener Grundschulen und Kitas. 


Unsere bisherige Berichterstattung über die Martinischule: 

Freud und Leid: Während die Vorfreude der Schüler auf die Sommerferien wächst, bedeutet dieser Tag gleichzeitig den Abschied von der gewohnten Schulumgebung für die Schülerinnen und Schüler an der Martinischule in Westerholt. Sie ziehen in die ehemalige Realschule an den Paschenberg.

Gebäude der Martinischule in Westerholt zu klein für die Schülerzahl

Der Umzug war nötig geworden, da die Anzahl der Schüler immer weiter gestiegen ist und das Gebäude dafür nicht mehr ausreichte. Bereits 2018 stellte die Schule von zwei auf drei Züge um. Ebenfalls an der Belastungsgrenze arbeitet seitdem der Offene Ganztagsbereich (OGS)

Die Martinischule soll abgerissen werden.

Klimafreundlicher Neubau

Bevor das Gebäude der Martinischule jedoch abgerissen werden kann, steht noch einiges an Arbeit bevor. Denn der Neubau soll so klimafreundlich wie möglich erfolgen. Darum werden Experten das Schulgebäude genau unter die Lupe nehmen und ausloten, welche Teile des Altbaus wiederverwendet werden können. So könnten abgerissene Teile zum Beispiel wieder als Füllmaterial in der Baugrube eingebracht werden. So können Ressourcen und Energie gespart werden. 

Experten prüfen bauliche Voraussetzungen für Neubau

Bevor der Neubau beginnen kann, müssen Experten erstmal alle Aspekte rund um Bereiche wie beispielsweise Statik, Brandschutz und technische Gebäudeausstattung erarbeiten. Die Kosten für den Rückbau des Schulgebäudes, des Hausmeisterhauses und der Nebenanlagen schätzt die Stadtverwaltung auf 375.000 Euro zuzüglich 112.500 Euro (30 Prozent) Risikozuschlag.

Abrissbeginn der Martinischule in Herten für Anfang 2021 geplant

Eigentümer der Martinischule ist der Hertener Immobilienbetrieb (HIB). Mit dem Abriss soll nach aktueller Planung in den ersten Monaten des kommenden Jahres gestartet werden. Weiteres bespricht der Schulausschuss in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 16. Juni, um 17 Uhr in der Rosa-Parks-Schule in Disteln.

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