Die Innenstadt von Herten aus der Luft fotografiert.
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Die Innenstadt von Herten aus der Luft fotografiert.

Stadt im Wandel

Herten: Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Kultur und Sport in der einstigen Bergbaumetropole

Einst galt Herten in NRW als größte Bergbaustadt Europas. Heute erinnern Wahrzeichen wie die Halde Hoheward an diesen Teil der Geschichte. Doch die Stadt im Südwesten des Kreises Recklinghausen hat noch viel mehr zu bieten.

  • Mit 61.791 Einwohnern ist Herten in NRW die sechstgrößte Stadt im Kreis Recklinghausen, flächenmäßig liegt der Ort auf dem vorletzen von zehn Plätzen (37,33 km²).
  • Die höchste Erhebung ist die Halde Hoheward in Herten-Süd mit 152,5 Metern. Herten hat zudem zwei Schlösser – das Wasserschloss in Herten-Mitte und das des Grafen von Westerholt. 
  • Gemessen an der Menge der geförderten Steinkohle galt Herten bis in die 60er Jahre als größte Bergbaustadt Europas. 

Herten liegt in der Emscher-Lippe-Region im nördlichen Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen (NRW) und ist eine große, kreisangehörige Stadt des Kreises Recklinghausen. Die Stadt ist per Auto gut zu erreichen, verfügt sie doch über direkte Anschlüsse an die Autobahnen A43 und A2. 

Herten bekommt bald wieder einen Bahnhof

Als eine von ganz wenigen Städten dieser Größenordnung innerhalb Europas verfügt Herten allerdings nicht über einen eigenen Bahnhof. Noch nicht. Das soll sich ändern. Ab etwa 2022 soll Herten mit einem eigenen Haltepunkt an die S-Bahn-Linie 9 zwischen Gelsenkirchen und Haltern am See angeschlossen sein.

Spargel ist in Scherlebeck eine Spezialität.

Herten hat neben der Bergbaukultur auch vieles andere zu bieten: Im Norden der Stadt lockt das Naherholungsgebiet Ried mit seinem Spargeldorf und vielen Hofläden zu einem Besuch. Der Schlosspark mit seinem sehenswerten Wasserschloss liegt direkt neben dem Hertener Rathaus und der Innenstadt. Im Süden gibt es mit der Halde Hoheward, der Halde Hoppenbruch und dem Katzenbusch weitere Naherholungs- und Freizeitgelände.

Ländlich und idyllisch wird es zudem, wenn man in Richtung Westerholt und Bertlich unterwegs ist. Hier lädt das Alte Dorf Westerholt ein, sich zu Fuß in den alten Gassen die feinen Fachwerkhäuser anzusehen. Direkt nebenan liegt das Schloss des Grafen von Westerholt und der angeschlossene Golfplatz. 

Auch im Backumer Tal, gelegen zwischen der Stadtmitte, Disteln und Langenbochum, gibt es viele Möglichkeiten zur Erholung: Das Wellnessbad „Copa Ca Backum“ mit seinem Freibad lockt jedes Jahr tausende Wasserratten und Sauna-Fans nach Herten.

Herten: Die Heimat von Schalke-Manager Rudi Assauer

Herten und seine Söhne und Töchter – in diesem Kapitel darf eine Person nicht fehlen, obwohl sie nicht in Herten geboren wurde: Rudi Assauer. Der ehemalige Fußballprofi in Diensten von Borussia Dortmund und Werder Bremen (insgesamt 307 Bundesligaspiele) war langjähriger Manager des FC Schalke 04. Assauer wuchs allerdings in Herten auf, wo er bei der Spvgg. Herten im Katzenbusch im Alter von acht Jahren 1952 mit dem Fußballspielen begann. 

Assauer verließ mit 14 Jahren die Schule und machte eine Lehre als Stahlbauschlosser. In diesem Beruf war auch auf der Zeche Ewald in Herten tätig. Ende 2012 wurde bekannt, dass Assauer an Alzheimer erkrankt war. Seit 2012 lebte er bei seiner Tochter Bettina in Herten. 2019 starb Rudi Assauer im Alter von 74 Jahren. Er wurde anonym im Bestattungswald in Westerholt beigesetzt.

Ein weiterer prominenter Sohn der Stadt: Karl Ludwig Schweisfurth (1930 – 2020). Der gebürtige Hertener erlernte das Metzger-Handwerk und entwickelte aus dem elterlichen Betrieb das größte fleischverarbeitende Unternehmen Europas – Herta. 

Karl Ludwig Schweisfurth im Jahr 2013 bei einem Besuch von Schülern aus Herten.

1984 verkaufte Schweisfurth das Unternehmen an den Nestlé-Konzern und begann, auf dem Gut Hermannsdorf in Bayern Tierhaltung nach ökologischen Grundsätzen umzusetzen. Karl Ludwig Schweisfurths Vater Karl war Ehrenbürger der Stadt.

Die Welt der Kunst hat ebenfalls bekannte Hertener hervorgebracht: Einer von ihnen ist Michael Holtschulte (*1979) - der in Herne geborene Cartoonist lebt in Herten. Bekannt ist Holtschulte vor allem durch die Cartoons der Reihe Tot, aber lustig, die sich oft durch zynischen, schwarzen Humor auszeichnen.

Herten: Einwohner und Lage

Herten ist von der Einwohnerzahl her im Kreis Recklinghausen die sechstgrößte Stadt. Stand 31. Dezember 2018 wohnten hier 61.791 Bürger. In Sachen Stadtfläche ist Herten mit 37,33 km² die zweitkleinste Kommune im Kreis Recklinghausen, dem größten Landkreis in NRW. Nachbarstädte sind Gelsenkirchen im Westen, Herne mit dem Stadtteil Wanne-Eickel im Süden, Marl im Norden und Recklinghausen im Osten. Auch die Kreisstadt Recklinghausen hat viel zu bieten und ist nicht weit entfernt

Herten hat offiziell neun Stadtteile: Scherlebeck, Langenbochum, Disteln, Paschenberg, Herten-Mitte, Herten-Südwest, Herten-Südost, Bertlich und Westerholt. Westerholt war bis Ende 1974 noch eigenständig und hat bis heute eine Gelsenkirchener Vorwahl (0209).

Geschichte von Herten beginnt im Jahr 1050 

Um 1050 wurde Herten unter dem Begriff Herthene in einem Heberegister der Abtei Werden genannt. Das heutige Schloss Herten wurde als „Haus Herten“ 1376 erstmals erwähnt. Während des Mittelalters gehörte Herten zum Kurfürstentum Köln – für rund 300 Jahre war das Schloss damals Sitz der Statthalter.

Von 1844 bis 1856 war Herten eine selbständige Landgemeinde im Amt Recklinghausen. Nach der Abtrennung im Jahre 1857 erhielt Herten eine eigene Verwaltung. Bis zum Beginn des Steinkohlebergbaus blieb Herten aber eher ein Ort mit dörflichem Charakter.

Die Geschichte des Steinkohlenbergbaus in Herten beginnt 1872. 

Der Einzug des Steinkohlenbergbaus im Jahre 1872 löste dann eine rasante Entwicklung aus und die Bevölkerungszahl stieg sprunghaft an. Es entstanden zahlreiche neue Siedlungen. Noch heute ist die um 1910 erbaute Gartensiedlung in Bertlich in ihrer Struktur erhalten. Um die anfallenden Arbeiten unter Tage bewältigen zu können, wurden auch viele auswärtige Arbeiter angeworben. Sie kamen hauptsächlich aus den deutschen Ostgebieten. Aber auch Polen, Tschechen und Slowenen sind nach Herten eingewandert. Die Einwohnerzahl stieg bis 1926 weit über das dreißigfache.

Herten wurde zu dieser Zeit bereits eine der größten Bergbaustädte in ganz Europa, gemessen an den Abbaumengen. 1882 wurde erstmals eine Straßenbeleuchtung installiert - mit vier Petroleumlaternen. Die „Gasanstalt“ als Versorgungseinrichtung eröffnete am 29. September 1900 auf dem Gelände der heutigen Stadtwerke, ein gewaltiger Fortschritt in der damaligen Zeit. Und am 10. Mai 1901 fuhrt erstmals die Straßenbahn durch den Ort. Der Betriebshof befand sich zu dieser Zeit noch im Hertener Süden.

Seit 1936 darf sich Herten als Stadt bezeichnen

Durch das Gesetz zur kommunalen Neuregelung wurden zum 01. April 1926 die Bauernschaften Ebbelich, Disteln, Langenbochum und Scherlebeck aus dem Amt Recklinghausen gelöst und Herten angegliedert. Die Einwohnerzahl stieg dadurch von vormals 14.991 auf 35.500, das Gemeindegebiet vergrößerte sich von 1.500 auf 2.900 Hektar.

Die Stadtrechte bekam Herten am 20. April 1936. Die Rechte wurden verliehen, da die "Gemeinde Herten im Kreise Recklinghausen durch ihre Einwohnerzahl und die Größe ihres Gebietes, durch ihre wirtschaftliche Bedeutung und die dadurch bedingte berufliche Gliederung und Wohnweise ihrer Bürger, durch ihre Verkehrslage, ihre kulturellen und sozialen Einrichtungen städtisches Gepräge besitzt". 

Im Zusammenhang mit der Verleihung der Stadtrechte wurde am 8. Juni 1936 auch das Recht zur Führung eines eigenen Stadtwappens durch den Oberpräsidenten der Provinz Westfalen verliehen. Das heutige Wappen geht auf ein Siegel des Gerlach van Herten aus dem Jahre 1392 und das Wappen von Westerholt zurück.

Das Rathaus in Herten.

Hier eine Erklärung des Hertener Stadtarchivs dazu: Im oberen Feld ist ein silbernes Hirschgeweih im grünen Feld abgebildet. Es deutet auf den Ursprung des Namens hin - 'hert' bedeutete im Mittelniederdeutschen 'Hirsch'. Bei der roten Rose im linken unteren Feld konnte bis heute ein historischer Bezug nicht nachgewiesen werden. Vom Staatsarchiv Münster wird die Auffassung vertreten, dass es sich keinesfalls um eine 'lippische' (aus der ehemaligen Grafschaft Lippe), sondern schlicht um eine 'heraldische' (der Ausschmückung dienende) Rose handelt.

Anfang der 1970er Jahre gab es eine weitere Vergrößerung der Stadtfläche: Am 26. März 1973 wurde der Gebietsänderungsvertrag zwischen der Stadt Herten, der Stadt Westerholt und der Gemeinde Polsum unterzeichnet und trat am 01.01.1975 in Kraft. Damit gehörten Westerholt und Bertlich zu Herten.

Partnerstädte von Herten

Herten hat insgesamt vier Partnerstädte und pflegt einen regen Austausch

  • Arras in Frankreich - seit 1984 
  • Schneeberg in Sachsen - seit 1990 
  • Szczytno in Polen - seit 2009 
  • Doncaster in England - seit 1989

Herten: Wirtschaftliche Entwicklung 

Über viele Jahre war Herten bekannt als die größte Bergbaustadt Europas. Das lag an der enormen Fördermenge, die zwischenzeitlich bei 36.000 Tonnen pro Tag lag. Herten hatte in dieser Zeit drei Bergwerke: Schlägel und Eisen in Langenbochum, Ewald in Herten-Süd und schließlich nach der Eingemeindung auch das Bergwerk Westerholt, das teilweise auf Gelsenkirchener Gebiet lag. 

Durch den Abraum, der bei der Förderung anfiel, entstanden nach und nach die Bergehalden Hoppenbruch, Emscherbruch und Hoheward. Im Jahr 1977 kam es dabei durch einen enorm heißen Sommer zu einer Entzündung des Inneren der Halden. 1990 wurden die Zechen Schlägel und Eisen und Ewald zusammengelegt. Im Jahr 2000 wurde das Verbundbergwerk Ewald/Hugo geschlossen.

Im Jahr 2008 wurde das letzte Bergwerk auf Hertener Stadtgebiet - das Bergwerk Lippe, ein Verbund aus der Zeche Fürst Leopold in Dorsten und der Zeche Westerholt  - geschlossen. 

Herta ist einer der größten Wurstwarenhersteller.

Aber nicht nur der Bergbau hat in Herten einen großen Namen. Auch die Firma Schweisfurth gehört in die Reihe der großen Unternehmen. Diese ist schließlich mit ihren heutigen "Herta"-Werken weltbekannt - und gehört heute zum Nestlé-Konzern. 

ALDI und die AGR sind große Unternehmen in Herten

Auch die Vestische Straßenbahnen GmbH ein großer Arbeitgeber für den gesamten Kreis Recklinghausen. Das Depot der Vestischen in Herten ist an der Stadtteilgrenze Scherlebeck/Langenbochum zu finden. 

In Herten-Süd, an der Stadtgrenze zu Wanne-Eickel, sind weitere Konzerne angesiedelt - dazu gehört ALDI mit einer eigenen Kaffeerösterei, die Spedition Klaeser sowie das Rohstoffrückgewinnungszentrum Ruhr (RZR) der AGR. Hier arbeiten rund 800 Mitarbeiter. 

Seit dem Jahr 1988 ist in Herten auch das Staatliche Umweltamt beheimatet. Ebenfalls wichtig für die Stadt Herten sind die Stadtwerke Herten, eine 100-prozentige Tochter der Stadt.

Das Institut Fresenius eröffnete 2002 ein Labor, direkt neben dem „Zukunftszentrum“ der Stadt. Zusammen bilden die Einrichtungen den Technologiepark Herten. 

Ganz in der Nähe ist ein Werk der Coca-Cola GmbH zu finden, das immer mal wieder die Flächen erweitert hat.

Das St.-Elisabeth-Hospital in Herten.

Im Gesundheitssektor hat Herten zwei Krankenhäuser aufzubieten: Das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Herten-Mitte am Rande des Schlossparks sowie das Gertrudis-Hospital in Westerholt. Daneben ist im Schlosspark auch die LWL-Klinik Herten für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin angesiedelt. 

Die politische Lage in Herten 

Seit 2016 ist  Fred Toplak, zunächst parteilos, dann TOP-Partei, Bürgermeister der Stadt Herten. Er löste den vorherigen Bürgermeister Dr. Uli Paetzel (SPD) ab, der nur zwei Jahre nach seiner zweiten Wiederwahl zum Bürgermeister Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft wurde.

Bei der Kommunalwahl 2014 wurden folgende Parteien gewählt: SPD (51 %), CDU (27,1 %), Grüne (5,7 %), UBP (5,4 %), Linke (5,1 %), FDP (2,5 %) und Sonstige. Die FDP sowie WIR und WG BRD stellen jeweils ein fraktionsloses Ratsmitglied.

Der Rat der Stadt als wichtigstes lokales Entscheidungsorgan setzt sich aus den von den Bürgern nach den Vorschriften des Kommunalwahlgesetzes gewählten Ratsmitgliedern zusammen. Die Zahl der zu wählenden Vertreter ist abhängig von der Bevölkerungszahl der Gemeinde. 

Der Rat der Stadt Herten besteht aus 44 Mitgliedern. Aufgrund der Ergebnisse der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 und den danach getroffenen Vereinbarungen verteilen sich die Sitze für die Wahlperiode 2014 bis 2020 derzeit wie folgt:

  • SPD-Fraktion 23 Sitze 
  • CDU-Fraktion 12 Sitze 
  • Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 2 Sitze 
  • Fraktion DIE LINKE. 2 Sitze 
  • UBP-Fraktion 2 Sitze 
  • 3 Einzelratsmitglieder 

Herten: Sehenswürdigkeiten in der Stadt 

Ein besonderes Highlight im Herzen der Stadt ist das Wasserschloss Herten. Dieses liegt in der Nähe der Innenstadt im Schlosspark - fast in Sichtweite des Rathauses. Im Jahr 1376 wurde das Schloss in einer Urkunde erstmals erwähnt. Es zählt heute zu den schönsten Baudenkmälern in NRW. Hier finden jedes Jahr zahlreiche Ereignisse und Kulturveranstaltungen statt wie der Kunstmarkt zu Pfingsten. In den 80er und 90er Jahren war auch das Hertener Folkfestival weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Auch für Familien bietet der Schlosspark die Möglichkeit der Erholung: Mit einem großen Klettergerüst und vielen großen Wiesen gibt es genug Platz für Groß und Klein.

Narzissen vor dem Wasserschloss Herten.

Rund 30 Meter hoch und damit ein echtes Wahrzeichen im Nordosten der Stadt sind die noch in Betrieb befindlichen Wassertürme von Herten an der Grenze zu Recklinghausen-Hochlar. Sie zählen zu den größten in ganz Deutschland.

Die Halde Hoheward, im Süden der Stadt gelegen, hat als ehemalige Abraumhalde einen imposanten Wandel hingelegt. Seit 2005 befindet sich auf der mittlerweile als Naherholungsgebiet genutzten Halde eine Sonnenuhr mit einem Durchmesser von 62 m und einem 8,65 m hohen Edelstahl-Obelisken als Zeiger. Seit 2008 steht auf dem Gipfelplateau zudem das Horizontobservatorium, dessen 50 m hoher Meridianbogen schon von weitem zu sehen ist. Allerdings stehen seit den ersten Tagen auch Baugerüste rund um das bekannte Bauwerk in NRW.

Das Horizontobservatorium auf der Halde Hoheward.

Sehr sehenswert ist auch das Alte Dorf Westerholt. Dieses besteht aus rund 60 überwiegend gut erhaltenen und restaurierten Fachwerkhäusern. Seit dem Jahr 1991 steht das Alte Dorf Westerholt unter Denkmalschutz. Ebenfalls sehenswert sind auch das Schloss Westerholt und die Anlage rund um den Golfplatz. Beides befindet sich in direkter Nähe zum Alten Dorf.

Glashaus ist einer der beliebtesten Treffpunkte in Herten

Das Glashaus Herten in der Innenstadt hat sich zu einem kulturellen Treffpunkt entwickelt. In dem sehr hellen und von Licht durchfluteten Gebäude befindet sich die Stadtbibliothek Herten, die für ihr großes Angebot an Medien schon viele Preise errungen hat. Auch Veranstaltungen oder Tagungen finden hier statt, ebenso Hochzeiten.

Das Freizeit- und Wellnessbad Copa Ca Backum, betrieben von den Hertener Stadtwerken, liegt im Backumer Tal. Hier ist auch das angegliederte Freibad zu finden. Die großen, roten Wasserrutschen wurden allerdings im Jahr 2019 demontiert. Rund um das Schwimmbad ist das Backumer Tal ein Rückzugsgebiet für Spaziergänger, Familien und Freizeitsportler. Besucher finden hier Tennisplätze, ein Beachvolleyballfeld, einen kleinen Rodelberg, Spielplätze und sogar einen Minigolfplatz.

Oldtimer vor der Kulisse der Zeche Ewald.

Für Radfahrer von besonderem Interesse ist die „Allee des Wandels“, die als Trasse quer durch Herten führt und den südlichen Landschaftspark Hoheward mit dem Norden der Stadt (Westerholt) verbindet.

Herten: Sportvereine und Sportstätten in der Stadt 

Einer der erfolgreichsten Fußballbvereine der jüngeren Hertener Geschichte war die SG Herten-Langenbochum. Diese bildet mittlerweile gemeinsam mit Westfalia Scherlebeck den fusionierten Verein Blau-Weiß Westfalia Langenbochum. Vor allem in der Jugendarbeit konnte der Verein überzeugen und so auch mehrere Jugendnationalspieler und Bundesligaspieler ausbilden. Unter anderem haben Benedikt Höwedes, Christian Timm, Frank Riethmann und Michael Ratajczak bei der "SGL" gespielt. 

Konzentration ist beim Golfen in Westerholt gefragt.

Weitere Sportvereine in Herten:

  • DJK Spvgg. Herten: Die Rollhockey-Abteilung konnte bereits mehrere Deutsche-Meister-Titel gewinnen. 
  • SV Westerholt: Die Schwerathleten waren über zehn Jahre in der ersten Bundesliga im Kraftdreikampf dabei und seit 2006 auch im Bankdrücken. Von hier kommen schon viele Deutsche Meister. Auch die Handballer des SVW, die in den 1950er Jahren an den Endrunden zur Deutschen Handballmeisterschaft teilnahmen, sind bekannt. Heute spielen die Herren in der Landesliga. 
  • Hertener Panther: Die frühere Judoabteilung der Spvgg. Herten konnten unter anderem deutsche Meister stellen.
  • Der Basketball-Verein Hertener Löwen ist der größte Sportverein in Herten und sogar im Kreis Recklinghausen. Der Verein ist aktuell in der 1. Regionalliga aktiv. Die Löwen entstanden 1998 aus der Basketballabteilung des TuS Herten, dessen erste Herrenmannschaft in der 1. Bundesliga spielte und als „Ruhr Devils“ zum Top-Team im Ruhrgebiet wurde.
Die Bertlicher Straßenläufe sind bekannt in der Leichtathletikwelt.
  • SuS Bertlich: Der Leichtathletikverein ist als gute Laufadresse beliebt. Drei Mal jährlich richtet der über 650 Mitglieder große Verein die Bertlicher Straßenläufe aus.

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