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um Schlossgeflüster begrüßt Moderator Gregor Leinweber (3.v.r.) diesmal die Westerholter Fahrradabenteurer Bernd Spiekermann, Aldo Cassano und Rosy von Westerholt (v.l.) sowie Josef Wiemann (2.v.r.) und Michael Lackmann (r.).

Abenteurer beim Schlossgeflüster

Mit dem Fahrrad durch die Wüste

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HERTEN-WESTERHOLT - Mit dem Fahrrad durch Israel und Jordaniens Wüstensand - der Reisebericht der sechs Westerholter Abenteurer faszinierte und erheiterte am Donnerstag beim Schlossgeflüster im ausverkauften Schlosssaal.

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“, wusste schon der Dichter Matthias Claudius (1740-1815). Hätte der Poet erlebt, was Rosy von Westerholt, Aldo Cassano, Michael Lackmann, Bernd Spiekermann und Josef Wiemann zu erzählen hatten, er hätte seine helle Freude gehabt. Thorsten Westerheide war bei der Tour im März 2018 der sechste im Bunde, fehlte am Donnerstag aber urlaubsbedingt. Kurzweilig, humorvoll und zugleich informativ berichteten die anwesenden fünf Nahost-Erkunder von ihren Erlebnissen. Kurze Videosequenzen und bunte Fotos trugen zur launigen Darstellung von Landschaft und Leben in Israel und noch mehr Jordanien bei. Nach ihrer Ankunft in Jerusalem lagen vor den Pedalrittern rund 1000 Kilometer auf den Sätteln. Der längst nicht immer ebene Weg führte sie nach Aschkelon am Mittelmeer, dann den Gazastreifen entlang und durch die Wüste Negev nach Eilat. Über Akaba ging es weiter durch Wadi Rum bis zur eindrucksvollen Ruinenstadt Petra in Jordanien. Immer noch überwältigt von den monumentalen, direkt aus dem anstehenden Fels gemeißelten Grabstätten des Weltkulturerbes ging es für die Radtouristen durch die Wüste zurück nach Israel. Bilder und Berichte von dem entbehrungsreichen Leben der Nomaden in der jordanischen Wüste, dem bedrohlichen Wassermangel dort, aber auch der Blick auf Luxus, Reichtum und militärische Hochrüstung Israels regten bei aller offenkundig erlebten Freude am Reisen zum Nachdenken an. Natürlich hatten die Westerholter bei ihrer Rückkehr auch einige Dönekes im Reisegepäck. So erzählte Michael Lackmann beispielsweise von einer lustigen Begegnung mit dem bekannten Pianisten und Dirigenten Justus Frantz sowie dem deutschen Botschafter in Jerusalem.

Mit den Reiseberichten hatte Gregor Leinweber als Veranstalter des Schlossgeflüsters mit interessanten Menschen und spannenden Themen erneut für einen unterhaltsamen Abend gesorgt. Am 15. November geht es weiter. Dann wird der beliebte Pfarrer Karsten Weidisch im Gespräch mit Leinweber über seine Anfänge in Westerholt berichten und erzählen, wie es danach auch durchaus stürmisch für ihn weiterging. Karten gibt es im Vorverkauf wie immer in der Buchhandlung Lackmann, Bahnhofstr. 19, Telefon 0209/612373.

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