Aktion "Ja zu Herta"

250 Menschen unterschreiben

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HERTEN - An der Unterschriftenaktion „Ja zu Herta“ haben sich beim Auftakt am Donnerstag rund 250 Menschen beteiligt. Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Produktion, Peter Hillesheim, freut sich darüber, dass nicht nur Beschäftigte unterschrieben haben, sondern auch viele Kunden, die zum Einkaufen in den Werkladen kamen.

Wie berichtet, will der Nestlé-Konzern sein Tochterunternehmen Herta verkaufen. Die Betriebsräte von Produktion und Verwaltung sowie die Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten) wollen mit der Unterschriftensammlung darauf hinwirken, dass Herta nicht aufgespalten wird und dass alle Arbeitsplätze sowie der Tarifvertrag bestehen bleiben.

Exposé für Kauf-Interessenten

Wer der Käufer sein könnte, ist noch ungewiss. Aktuell arbeitet man in der Geschäftsführung an einem Exposé, das man Interessenten an die Hand geben kann. Die Betriebsräte gehen davon aus, dass diese Unternehmensdarstellung im Mai fertig sein könnte und dass eine Verkaufsentscheidung dann womöglich im Sommer fällt. Bis dahin werden die 400 Mitarbeiter mit Sorgen und großer Ungewissheit leben müssen. Peter Hillesheim und seine Betriebsratskollegin Heike Terboven aus der Verwaltung haben den Eindruck, dass der neue Herta-Chef Hubert Stücke dem Unternehmen gewogen ist: „Wir hoffen, er holt das Beste für uns raus“, sagt Heike Terboven. Der scheidende Geschäftsführer Volker Baltes habe jedenfalls bei seinem Abschied die Leistung der „Hertaner“ in höchsten Tönen gelobt.

Sogen der Mitarbeiter sind verständlich

Video zur Unterschriftenaktion: www.cityinfo.tv

Die Sorgen der Mitarbeiter seien verständlich, meint Bürgermeister Fred Toplak zu der aktuellen Entwicklung. Auf Nachfrage unserer Zeitung teilt er schriftlich mit: „Dank der gemeinsamen Anstrengungen der Belegschaft und der Geschäftsführung ist Herta heute gesund und profitabel aufgestellt. Damit verbinde ich die Hoffnung, dass ein Verkauf auch durchaus eine Chance für etwas Neues sein könnte.“ Toplak ist zuversichtlich, dass sich ein Käufer findet, der den „überregional guten Ruf der Marke Herta nutzen und den Standort Herten nicht nur erhalten, sondern weiterentwickeln“ will. Toplak wolle sich für den Erhalt des Standortes einsetzen: „Meine Solidarität gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Herta.“

Rubriklistenbild: © unknown

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